Auf der Grundlage dieses Entwurfs wird die Planung für den Neubau des Busbahnhofs Eiringhausen fortgeführt. Quelle: www.plettenberg.de

Plettenberg. Der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) in Eiringhausen wird voraussichtlich ab Sommer 2018 neu gebaut. Der Haupt- und Finanzausschuss (HuF) entschied sich für einen Entwurf, auf dessen Grundlage die Planung fortgeführt wird. Der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) bezuschusst den Neubau mit 857.500 Euro. Das entspricht etwa 90 Prozent der voraussichtlichen Kosten, wie Sebastian Jülich vom Fachgebiet Hoch- und Tiefbau erklärte.

Der jetzige Busbahnhof wurde vor rund 40 Jahren errichtet, die Überdachung ist inzwischen an vielen Stellen undicht. Das Bauwerk erntete zur Zeit seiner Errichtung viel Kritik, wurde als überdimensioniert angesehen. Jetzt weicht der „Äggeriner Eierkarton“, wie PWG-Politiker Klaus Salscheider den ZOB betitelt, einem Neubau, der sich ins Bahnhofsumfeld einfügen und zudem komfortabler für die Busfahrgäste wird.

Drei Varianten hat das beauftragte Baubüro Finger aus Sundern vorgelegt. Der HuF stimmte einstimmig für die auch von der Stadtverwaltung favorisierte Variante 2B, bei der der Bussteig parallel zum Bahnhofsgebäude errichtet wird. In Abstimmungsgesprächen hatten auch die MVG, die DB Regiobus und der Schützenverein Eiringhausen sich für diese Variante ausgesprochen.

Der Entwurf, der noch weiterentwickelt und verfeinert werde, wie Sebastian Jülich erklärte, sieht derzeit 28 öffentliche Parkplätze vor. Die HuF-Mitglieder forderten die Stadtverwaltung auf, diese Zahl möglichst größer zu gestalten. Bis zum Frühjahr, vielleicht schon im Februar, werde die beschlussfähige Planung fertig sein, kündigte Jülich an. „Im Sommer könnten wir dann mit dem Bau beginnen.“

Sachdarstellung der Verwaltung

Gemäß Beschluss im Rat hat die Stadt Plettenberg einen Förderantrag für die Sanierung des ZOB Plettenberg-Eiringhausen beim Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe gestellt. Zudem wurde im Mai 2017 der Planungsauftrag an das Büro Finger Bauplan aus Sundern vergeben.

Mit Schreiben vom 04.09.2017 hat der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) als Fördergeber mitgeteilt, dass die Maßnahme in das Förderprogramm 2018 aufgenommen worden ist und hierfür einen Zuschuss von 857.500 € in Aussicht gestellt. Dieses entspricht einen Förder- satz von 90 % bei zuwendungsfähigen Ausgaben von 952.800 € und Gesamtausgaben von 983.800 €. Bedingung für die Förderung ist, dass der Förderantrag bis Ende des Jahres 2017 gestellt wird. Mit dem Förderantrag ist eine abgeschlossene und abgestimmte Entwurfsplanung einzureichen.

Das mit der Planung der Maßnahme beauftragte Büro Finger Bauplan hat drei Varianten für die Erneuerung des ZOB erstellt. Die Varianten sind dieser Beratungsvorlage als Anlage beigefügt.

Variante eins sieht vor, drei Bussteige um eine zentrale Mittelinsel und einen Bussteig an der Außenseite der Verkehrsfläche anzuordnen. Jeder Bussteig erhält eine separate Überdachung als Witterungsschutz. Insgesamt 40 öffentliche Stellplätze werden in der Mittelinsel zwischen den Bussteigen und an der Ostseite der Fläche angeordnet. Es ergeben sich sehr lange Wege zwi- schen den Bussteigen und zum Bahnhof.

Variante zwei sieht ebenfalls eine zentrale Mittelinsel vor. An dieser Mittelinsel werden alle vier Bussteige angeordnet. Die Insel weist gegenüber Variante eins geringere Abmessungen auf, da in der Mittelinsel keine Stellplätze vorgesehen sind. Bei dieser Variante ergeben sich kürzere Wege zwischen den Bussteigen und zum Bahnhof. Mittig auf der Insel wird eine großzügige Überdach- ung angeordnet. Öffentliche Stellplätze (28 Stück) werden an der Nordseite des Platzes angeordnet. Dem Vorteil der deutlich kürzeren Wege steht bei dieser Variante die geringere Zahl an Stellplätzen gegenüber.

Variante drei entspricht grundsätzlich der Variante zwei. Der einzige Unterschied ist eine andere Anordnung der Bushaltestellen an der Mittelinsel.

Die Planung und die Varianten werden kurzfristig mit der Märkischen Verkehrsgesellschaft und der ebenfalls betroffenen DB Regiobus abgestimmt. Über das Ergebnis der Abstimmung wird in der Sitzung berichtet. Zum jetzigen Zeitpunkt wird aus Sicht der Verwaltung die Variante drei favorisiert.

Um den Förderantrag fristgerecht stellen und die Maßnahme im nächsten Jahr umsetzen zu können ist es erforderlich, kurzfristig einen politischen Beschluss über die grundsätzlich zur Ausführung kommende Variante zu treffen. Nach Beschluss über die Planungsvariante kann die Planung fortgeführt und der Förderantrag fristgerecht gestellt werden. Die Beschlussfassung über die Vorzugsvariante erfolgt daher im Haupt- und Finanzausschuss.

Der jetzige Beschluss ersetzt nicht den noch zu treffenden Baubeschluss des Bau- und Liegenschaftsausschusses nach Abschluss der Ausführungsplanung.

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