Der südliche Märkische Kreis profitiert besonders vom durchgehenden sechsspurigen Ausbau der A45 von Hagen bis zum Gambacher Kreuz in Hessen. Foto: Wolfgang Teipel

Berlin/Märkischer Kreis. „Ein Konjunkturprogramm für die Region“, lobte Dr. Matthias Heider den jüngsten Beschluss im Deutschen Bundestag über die Ausbaugesetze zum Bundesverkehrswegeplan. Damit legt der Bund den Ausbau der Infrastruktur bis 2030 fest. Der südliche Märkische Kreis profitiert dabei besonders vom durchgehenden sechsspurigen Ausbau der A45 von Hagen bis zum Gambacher Kreuz in Hessen.

Geld für Kiersper Ortsumgehung

Auch die Kiersper Ortsumgehung „Lausebergaufstieg“ wird gebaut. Gut eine Milliarde Euro wird der Ausbau kosten. „Damit wird unsere Straßeninfrastruktur fit für die nächsten 50 Jahre“, betonte Heider. Seitens der Straßenverwaltung sei bereits zugesagt worden, dass an den Arbeiten auch regionale Unternehmen beteiligt werden sollen.

Gewinn für die gesamte Region

Der Ausbau sei für die gesamte Region ein Gewinn., heißt es in einer Mitteilung des Bundestagsabgeordneten. Staus würden sich reduzieren, Schwertransporte würden wieder die Autobahn nutzen können. Außerdem werde der Lärmschutz verbessert, sodass die Anwohner künftig mehr Ruhe haben würden. Der Märkische Kreis bleibe durch die verbesserte Verkehrsanbindung weiterhin auch als Unternehmensstandort attraktiv.

„Damit sichern wir Arbeitsplätze und sorgen für wichtige Rahmenbedingungen, damit weitere Arbeitsplätze in der Region entstehen“, erläuterte Heider. „Die Unternehmen im Märkischen Kreis exportieren ihre hochwertigen Produkte in die ganze Welt. Da sind funktionierende Verkehrswege das A und O“, so der Wirtschaftspolitiker weiter.

39.000 Eingaben aus der Bevölkerung

Matthias Heider (links) bei einer Baustellen-Besichtigung im Sommer.
Matthias Heider (links) bei einer Baustellen-Besichtigung im Sommer.

Der Entscheidung in Berlin vorangegangen war ein langer Diskussionsprozess. Alle Bürgerinnen und Bürger hatten im Vorfeld der parlamentarischen Beratungen die Möglichkeit sich im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung zu allen Projekten zu äußern. Dabei wurden vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur 39000 Eingaben aus der Bevölkerung geprüft und bewertet. Im Rahmen der parlamentarischen Beratungen gab es vier Anhörungen und knapp 600 Änderungsanträge, über die in der Ausschussbefassung abgestimmt wurde. Der Bund stellt nun in den kommenden 15 Jahren die Rekordsumme von über 270 Milliarden Euro für den Ausbau und Erhalt der Infrastruktur zur Verfügung. 20 Prozent davon fließen nach Nordrhein-Westfalen.

Planungskapazitäten müssen erhöht werden

Matthias Heider erwartet nun, dass durch die zuständige Landesregierung in NRW baldmöglichst Planungsentscheidungen getroffen und die Planungskapazitäten deutlich erhöht werden.

Heider: „Wir warten auf den Ausbau der Straßen. Es ist nicht nachvollziehbar, dass wir täglich im Stau stehen müssen und die Anwohner den Lärm ertragen, wenn das Geld für den Ausbau vom Bund zu Verfügung gestellt wird. Das Land ist jetzt am Zuge, wir haben in Berlin unsere Hausaufgaben gemacht.“

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