Der Real-Markt hat geschlossen und mit ihm auch die weiteren Geschäfte außer dem Imbiss im Kaufhausgebäude am Maiplatz. Die zukünftige Nutzung ist ungewiss. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Nach dem jüngsten Gespräch mit den Eigentümern der Kaufhausimmobilie am Maiplatz sieht Bürgermeister Ulrch Schulte „eine Zukunft für das Gebäude“. Das berichtete er am Dienstag im Haupt- und Finanzausschuss. Ungeachtet der zukünftigen Nutzung stehen die Parkdecks für die Öffentlichkeit weiterhin zur Verfügung.

Am 22. September hätten er und Fachgebietsleiter Hartmut Engelkemeier das Gespräch mit dem Ehepaar Gabriele und Joachim Küper und einem weiteren Vertreter der Rendita Colonia in Köln geführt und zwar „in angenehmer Atmosphäre“, wie Ulrich Schulte betonte. Über den Inhalt des Gesprächs bewahrte er allerdings Stillschweigen. In jüngster Vergangenheit sei das Unternehmen Rendita Colonia mit Anfragen geradezu bombardiert worden. Dabei hätten sich zum Teil Privatleute unter falschen Namen als Makler und Interessenten für die Maiplatz-Immobilie ausgegeben, um Einzelheiten zu erfahren. „Ich bin guter Dinge, dass das Gebäude keine Bauruine wird“, bekräftigte Ulrich Schulte abschließend noch einmal.

Zugang nur noch durch Nebentreppenhäuser

Die Parkdecks am Maiplatz sind nur noch über die beiden Nebentreppenhäuser zu erreichen. Foto: Bernhard Schlütter
Die Parkdecks am Maiplatz sind nur noch über die beiden Nebentreppenhäuser zu erreichen. Foto: Bernhard Schlütter

Bis auf weiteres stehen alle 260 Parkplätze auf den beiden Parkdecks der Öffentlichkeit zur Verfügung. Bis zum 31. Oktober liegt die Verkehrssicherungspflicht noch bei Real bzw. der Metro-Gruppe. Erst dann endet deren Mietverhältnis. Für die Zeit danach wird die Stadt Plettenberg als Interimslösung einen Reinigungs- und Schließdienst durch einen externen Dienstleister organisieren, der von Rendita Colonia bezahlt wird. Angedacht sind Öffnungszeiten der Parkdecks an den Wochentagen von 7 bis 19 oder 20 Uhr. Der Zugang ist nur durch die beiden Nebeneingänge und –treppenhäuser möglich. „Durch das Haupttreppenhaus gelangt man auch in den Keller, wo sich die Haustechnik befindet. Daher muss das geschlossen bleiben“, erklärte Ulrich Schulte.

Videoüberwachung Sache der Eigentümer

Diethardt Küppers (parteilos) regte an, eine Videoüberwachung zu installieren, um Zerstörungen zu verhindern und das Sicherheitsgefühl der Nutzer/innen zu erhöhen. „Das wäre eine Sache, die Rendita Colonia entscheiden und durchführen müsste“, antwortete Ulrich Schulte.

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1 KOMMENTAR

  1. Die Ruine am Maiplatz sollte dem Erdboden gleichgemacht werden. Städtebaulich ist dieser Klotz ein Schandfleck, und Handelsfläche gibt es in der Vier-Täler-Stadt – nicht zuletzt durch den Neubau an der Bahnhofstraße – genug. Die Immobilienhaie aus Köln (Rendita/Hans Böhne Warenhaus KG/Gabriele und Joachim Küper) hatten genug Zeit, das Objekt zukunftssicher zu machen. Stattdessen verrottete das Ganze. Kommunalpolitik und Stadtverwaltung sollen sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und nicht noch tiefer in den Kapitalisten-Ar… kriechen. Es wird Zeit, dass man bei Untätigkeit entsprechende Verfügungen erwirken kann und Grund und Boden wieder der Allgemeinheit zugutekommt.

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