Das Lüdenscheider "Bündnis gegen Rechts" ruft zum Protest gegen die Abschiebung einer albanischen Familie auf.

Lüdenscheid. Unter dem Motto „Wehret den Anfängen“ ruft das Lüdenscheider „Bündnis gegen Rechts“ zu einer Kundgebung für eine offene, bunte, vielfältige und tolerante Gesellschaft auf. Die Veranstaltung findet am Montag, 26. Januar, ab 18 Uhr auf dem Rathausplatz statt.
„Wir wollen auf keinen Fall, dass sich irgendwann auch in Lüdenscheid ein Pegida-Ableger gründet“, heißt es in einem Aufruf des Bündnis gegen Rechts.

Friedliche Demonstration

„Stattdessen aber eine offene, bunte, vielfältige und tolerante Gesellschaft in unserer Stadt.
Dies alles möchten wir im Rahmen einer großen Demo friedlich, laut und sehr deutlich zeigen. Wir werden dazu über den Sternplatz, das Sauerfeld, die Altstadt, die Wilhelmstraße und wieder zum Sternplatz zurück marschieren. Alle Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Initiativen, soziale, kirchliche, gewerkschaftliche und caritative Organisatoren die unsere Ziele ebenfalls teilen sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Selbstverständlich betrifft dies auch ausländische MitbürgerInnen und Gruppen. Redebeiträge, Transparente, Trillerpfeifen, etc. sind ausdrücklich erwünscht. Wir wollen einen vollen Sternplatz – und das wird auch klappen!“

Rassistische Vorurteile

Weiter heißt es: „Seit knapp zwei Monaten geistert die PEGIDA durch die Medien, die sozialen Netzwerke und durch die Straßen einiger deutscher Städte. Diese selbsternannten „patriotischen Europäer“ warnen mit ihren Aufmärschen vor einer angeblichen „Islamisierung des Abendlandes“. Es geht den PEGIDA-Anhängern aber nicht etwa um islamistische Fundamentalisten, sondern schlichtweg darum, gegen den Islam an sich sowie Asylbewerber und Flüchtlinge im Allgemeinen zu hetzen, indem irrationale Ängste geschürt werden. Dass sich die Demonstranten dabei auf rassistische Vorurteile und Stereotypen stützen, ist insbesondere anhand eines Beitrags des TV-Nachrichtenmagazins „Panorama“ deutlich geworden, dass Interviews mit PEGIDA-Unterstützern ungekürzt veröffentlicht hatte.

Der Zusammenschluss aus Normalbürgern, Verschwörungstheoretikern, Rechtspopulisten und Rechtsextremen hat in Dresden seinen Ursprung. In den letzten Wochen sind aber bundesweit weitere PEGIDA-Ableger in Erscheinung getreten. Jetzt hat sich auch in Hagen eine solche Gruppe gegründet. Starkes und entschlossenes politisches und zivilgesellschaftliches Engagement haben dort gezeigt, dass weder für offenen noch für versteckten Rassismus kein Platz ist.

Bündnis wirbt für friedliches Nebeneinander

Das gilt auch für Lüdenscheid: Bevor sich hier ein PEGIDA-Ableger gründet hat und gegen Menschen anderer Herkunft hetzt, möchten wir, das Lüdenscheider Bündnis gegen Rechts, mit einer Demonstration unter dem Motto „Vielfalt statt Einfalt: Lüdenscheid Gegen PEGIDA“ für eine tolerante Gesellschaft und ein gemeinsames, friedliches Miteinander von Nationalitäten und Religionen, sprich: von Menschen, werben. Daher rufen wir euch dazu auf, sich unserer Demonstration am Montag, 26. Januar, anzuschließen. Los geht´s um 18 Uhr auf dem Rathausplatz.“

Das Bündnis gegen Rechts in Lüdenscheid setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern einzelner Parteien, Vereinen, Jugendorganisationen, selbstverwaltender Gruppen, als auch Einzelpersonen. Dazu zählen unter anderem Alternatives Jugend- und Kulturzentrum Lüdenscheid Jusos Lüdenscheid DKP Lüdenscheid DIE LINKE Lüdenscheid Antifaschistische Aktion Lüdenscheid

Neu gegründet in 2013 verfolgt das Bündnis das Ziel, mit kreativen und vielfältigen Aktionen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit vorzugehen und die Bevölkerung über Neonaziaktivitäten aufzuklären.

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