Die rund 80 Demonstraten zogen durch die Knapper Straße zur Abschlusskundgebung im Rosengarten.

Lüdenscheid. Friedlich und laut: Rund 80 Frauen, Männer und Jugendlich haben sich am Samstag an der Demonstration beteiligt, zu der das Lüdenscheider „Bündnis gegen rechts“ aufgerufen hatte. Im Mittelpunkt standen die Solidarität mit den Flüchtlingen und der Kampf gegen die Ursachen, die weltweit Menschen antreiben, ihre Heimatländer zu verlassen.

Start am Graf-Engelbert-Platz

Die Demonstranten versammelten sich zunächst am Graf-Engelbert-Platz und zogen dann von Streifenwagen und Polizisten zu Fuß über das Sauerfeld zum Sternplatz. Bei einer ersten Kundgebung am ehemaligen Sinn-Leffers-Gebäude rief eine Sprecherin zum Gedenken an die rund 185 Millionen Toten auf, die bisher weltweit in Kriegen ihr Leben lassen mussten.

Gedenken an die 185 Millionen Menschen, die bisher weltweit in Kriegen ihr Leben verloren haben.
Gedenken an die 185 Millionen Menschen, die bisher weltweit in Kriegen ihr Leben verloren haben.

Eine Sprecherin der Lüdenscheider alevitischen Gemeinde listete Terrorakte des sogenannten Islamischen Staates (IS) auf und forderte dazu auf, die Geldgeber der Terrorgruppe und die vielfach versteckt operierenden IS-Mitglieder zu enttarnen.

Abschluss im Rosengarten

Danach setzte sich der Protestzug über den Sternplatz Richtung Bahnhofstraße in Bewegung und zog schließlich über die Knapper Straße und den Sternplatz zur Abschlusskundgebung zum Rosengarten. Danach löste sich die Demonstration auf.

Auch die Partei "Die Linke" beteiligt sich am Lüdenscheider "Bündnis gegen Rechts".
Auch die Partei „Die Linke“ beteiligt sich am Lüdenscheider „Bündnis gegen Rechts“.

Rund sechzig Millionen Menschen seien zurzeit auf der Flucht, hieß es bei der Aktion am Samstag. Als wesentliche Ursachen dafür zählt das Bündnis Hunger, Krieg (z.B. aktuell in Afghanistan, Syrien, Sudan und Mali, Armut, Ausbeutung, Diskriminierung, Rassismus, religiöser Fundamentalismus und das Versagen der herrschenden Politik auf.

Die Demonstranten forderten unter anderem lautstark ein Verbot von Waffenexporten aus Deutschland und den Kampf gegen Faschismus und Nationalismus.

„Bündnis gegen Rechts“ 2013 neu gegründet

Das „Bündnis gegen Rechts“ in Lüdenscheid ist ein loser Zusammenschluss und setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern einzelner Parteien, Vereinen, Jugendorganisationen, selbstverwaltender Gruppen und Einzelpersonen zusammen. Neu gegründet in 2013 verfolgt es das Ziel, mit kreativen und vielfältigen Aktionen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit vorzugehen und die Bevölkerung über Neonazi-Aktivitäten aufzuklären. Folgende Gruppierungen haben sich dem Bündnis gegen rechts angeschlossen:

Alternatives Jugend- und Kulturzentrum Lüdenscheid

DKP Lüdenscheid

DIE LINKE Lüdenscheid

Antifaschistische Aktion Lüdenscheid

 

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