Referentin Annette Hanisch und Teilnehmerinnen des Kurses. Foto: Andrea Kleff

Lüdenscheid. Brustkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen. Je früher die Krankheit diagnostiziert wird, desto größer sind die Heilungschancen. Eine gute Methode zur Früherkennung ist das Abtasten der Brust, denn viele Veränderungen werden von Frauen selbst entdeckt.

Einen Kurs zur Selbstanleitung gab es im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Dienstags in den Märkischen Kliniken“. Annette Hanisch, Brustschwester im Märkischen Brustzentrum des Klinikums Lüdenscheid, gab den interessierten Teilnehmerinnen anhand von realistischen Modellen wichtige Anleitungen und Tipps.

Mutter und Freundin überzeugt

„Ich finde das Thema Prävention ganz wichtig und deshalb sind wir hier“, sagte eine junge Teilnehmerin. Sie hatte sowohl ihre Mutter als auch eine Freundin überzeugt, den Kurs mit ihr zusammen zu besuchen.

„Durch die gemeinsamen Übungen wird das Gefühl für den eigenen Körper gestärkt und im persönlichen Gespräch oder Erfahrungsaustausch eventuelle Ängste oder Scheu genommen“, weiß die Brustschwester. Außerdem gab es auch positive Nachrichten: Vier von fünf aller gefühlten Knoten sind gutartig. Und im Frühstadium entdeckter Krebs ist zu 80 Prozent heilbar, wenn keine weiteren Absiedlungen im Körper sind.

Selbstuntersuchung besitzt hohen Stellenwert

„Neben den Vorsorgeuntersuchungen nimmt die Selbstuntersuchung der Brust deshalb einen hohen Stellenwert ein“, so Annette Hanisch.

Veränderungen der Brust können in jedem Alter auftreten, daher ist die Selbstuntersuchung für Frauen jeder Altersgruppe wichtig. Einmal im Monat sollte jede Frau ihre Brüste aufmerksam im Spiegel anschauen und in aller Ruhe abtasten. Vor den Wechseljahren liegt der beste Zeitpunkt dafür nach der Menstruation, denn dann ist die Brust besonders weich. Mit drei Fingern sollte jeder Zentimeter der Brust abgetastet werden – nicht zu vergessen der Rand des Brustmuskels in Richtung Achselhöhle und die Achselhöhle selbst.

Auch Männer können betroffen sein

Wenn Rötungen, Vorwölbung, Vertiefungen oder Orangenhaut an der Brust entdeckt werden, sollte man dringend den Frauenarzt um Abklärung bitten. „Auch Männer können betroffen sein“, warnt die Expertin. Sie sollten sich ebenso wie Frauen nicht scheuen, nach Entdeckung einer Auffälligkeit den Arzt aufzusuchen.
Aufgrund des regen Interesses an der Veranstaltung wird der Brusttastkurs übrigens am 12. Juli um 17 Uhr wiederholt. Da auch hier die Teilnehmerzahl auf max. 10 bis 12 begrenzt ist, wird um Voranmeldung bei Annette Hanisch unter der Telefonnummer 02351 46-3245 oder per Mail an annette.hanisch@klinikum-luedenscheid.de gebeten. Die Teilnahme ist kostenfrei.

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