André Westermann, Yvonne Schubert und Heike Müller begutachten die Baustelle der Fußgängerbrücke. Foto: Parnemann

Lüdenscheid. Der Bau der Fußgängerbrücke von der Phänomenta über die Gleise am Lüdenscheider Bahnhof nimmt nun Formen an. Am gestrigen Mittwoch wurde mit den Bohrungen für die insgesamt acht Stützpfeiler begonnen. Dafür rückte extra ein spezielles Bohrgerät an.

Schweres Gerät wurde zur Baustelle geschafft um 8 Meter in den Fels zu bohren. Foto: Parnemann
Schweres Gerät wurde zur Baustelle geschafft um 8 Meter in den Fels zu bohren. Foto: Parnemann

Bis zu 8 Meter tief

Die 8 Betonpfeiler werden bis zu 8 Meter tief in den Boden eingelassen. Dafür werden seit gestern Nachmittag nun die benötigten Löcher gebohrt. Dabei geht es nach circa einem Meter direkt in den Fels. In gut 3 Wochen sollen diese Arbeiten dann beendet sein. Nach Fertigstellung der Brücke sollen die Pfeiler aber nicht mehr zu sehen sein versicherte Yvonne Schubert von der STL. Auf der Seite des Brückenplatzes werden die Stützen fast vollständig in den Boden eingelassen. Auf der Seite der Phänomenta hingegen werden die Stützen hinter der Stützmauer verschwinden, die aktuell geöffnet ist. Nach Fertigstellung der Brücke wird diese aber wieder aufgebaut.

So in etwa soll es aussehen. Grafik:  (DKFS Dirk Krolikowski Falko Schmitt)
So in etwa soll es aussehen. Grafik: (DKFS Dirk Krolikowski Falko Schmitt)

Freitragend

Die Lauffläche der Brücke wird am Ende keine tragende Funktion haben. Diese wird von den seitlich angebrachten Bögen übernommen. Hier wird die Lauffläche lediglich eingehängt. Darum werden auch die Pfeiler 8 Meter im Erdreich versenkt, da auf die Stützen vor allem auch eine Zuglast wirkt, die dann auf den Fels abgeleitet werden muss. Auch der seitlich angebaute Aufzug wird am Ende keine tragende Wirkung haben.

Anhebung der Gustav-Adolf-Straße

Im Zuge des Brückenbaus wird auch die Gustav-Adolf-Straße, die direkt auf die Brücke zuführt, um 1-1,5 Meter angehoben. Da das Gefälle zum Brückenaufgang ansonsten zu hoch ist, ist dieser Schritt notwendig, um auch den Regelungen zur Barrierefreiheit zu entsprechen. Aktuell wurden die Lichtschächte der anliegenden Gebäude an das neue Straßenniveau angepasst. Danach erfolgt eine Aufschüttung und die abschließende Asphaltirrung.

Anhebung der Gustav-Adolf-Straße. Foto:Parnemann
Anhebung der Gustav-Adolf-Straße. Foto:Parnemann

Blick auf die Baustelle

Interessierte können die Baustelle in Echtzeit über eine Webcam beobachten die über der Baustelle angebracht wurde. Einen Link zur Webcam gibt es auf der Webseite der Denkfabrik. Wer sich lieber persönlich ein Bild vom Bau machen möchte, kann dies am kommenden Sonntag, den 29. Juni von 11 bis 18 Uhr machen. In dieser Zeit bietet die Phänomenta Lüdenscheid „Baustellenführungen für jedermann“ an.

 

 

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