Kierspe. Jazzpool NRW“ nennt sich die Formation. Pool, das heißt: da sammelt sich etwas. Dieses Etwas waren sechs Musiker und eine Sängerin, die vom ersten Takt an überzeugten. Die Besucher in der Alten Brennerei in Rönsahl erlebten am späten Sonntagnachmittag einmal mehr ein Jazz-Konzert der Extra-Klasse.

Gute Laune von ersten Takt an

Vesna Pisarovic brachte folklorischte Elemente des balkan ein. Foto: Rüdiger Kahlke
Vesna Pisarovic brachte folklorischte Elemente des Balkan ein.
Foto: Rüdiger Kahlke

KuK-Vorsitzender Fritz Schmid hatte die Band 2014 gesehen – und war begeistert. Was lag näher als den Jazz Pool nach Rönsahl zu holen? . D a s Jazz-Mekka in der Region. Für Band-Leiter Wolfgang Schmidtke, ein ehemaliger Kiersper, war es ein Heimspiel. Für seine Musiker-Kollegen offenbar auch eine Location und ein Publikum nach ihrem Geschmack. Gute Laune allerseits vom ersten Takt an. Druckvoll, dynamisch, munter, aber auch mal verträumte leise Töne. Gleich im ersteen Stück konnten sich die Könner mit ausgiebigen Soli präsentieren. Neben Schmidtke (Saxophon) waren dies Frederik Köster (Trompete), der später ein melodisches Zweigespräch mit Sängerin Vesna Pisarovic führte, Philipp van Endert, der seine Gitarre zwischendurch singen ließ, Martin Sasse (Keyboard), Matthias Akeo Novak (Kontrabass) und Peter Weiss (Schlagzeug).

Bühne für internationalen Jazz

Der Jazzpool NRW gastierte in den vergangenen Jahren u.a. in Moskau, London,

Gefiel mit variantenreicher Stimme: Vesna Pisarovic  Foto: Rüdiger Kahlke
Gefiel mit variantenreicher Stimme: Vesna Pisarovic
Foto: Rüdiger Kahlke

Berlin, Paris, Krakau, Lissabon, Glasgow. Gastsolistin Vesna Pisarovic ist in Bosnien geboren, in Kroatien aufgewachsen und lebt heute in Berlin. In Kroatien ist sie ein Megastar. Die kleine Bühne in der Brennerei wurde für gut zwei Stunden zur Plattform internationaler Jazz-Musik. Die kleine Vesna Pisarovic präsentierte sich mit großer Stimme. Sie hatte vor zehn Jahren ihr Land beim Eurovision Song Contest vertreten, sang früher Punkrock und ist inzwischen auch in der improvisierten Musik zuhause. Sie brachte mit ihren Liedern folkloristische Elemente des Balkans ein.

Rosen gab es zum Abschluss vom KuK-Vorsitzenden, stürmischen Beifall von den Besuchern. Diesmal weitaus weniger als bei Jazz-Terminen üblich. Die, die nicht da waren, haben ein Highlight verpasst. Der KuK-Verein bietet Konzerte, die mit Angeboten in Metropolen mithalten können – auch ohne Kulturentwicklungskonzept.

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