Das Interesse an der Veranstaltung, zu der Jens Bräucker und Andreas Griehl geladen hatten war groß. Foto: Parnemann

Lüdenscheid. Am gestrigen Mittwoch, den 27. Mai 2015 fanden sich rund 100 Vertreter aus Politik und Wirtschaft in den Räumen der Stadtwerke Lüdenscheid an der Lennestraße ein um, zusammen mit IT-Fachmann und Vorstand der IT-Südwestfalen AG Jens Braeuker, NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin sowie Andreas Griehl, Geschäftsführer der „Telemark“, über den Ausbau des Breitband Internetnetzes in Lüdenscheid und Umgebung zu diskutieren.

Breitbandversorgung als Standortfaktor

Dass die Versorgung mit Breitbandinternet, also einem Internetzugang mit einer hohen Datenübertragungsrate und Geschwindigkeit, ein wichtiger Standortfaktor für heimische Unternehmen ist, mach Jens Braeuker in seiner eingehenden Präsentation deutlich. Er verdeutlichte die Nachteile, die eine langsame Internetverbindung für viele Unternehmen, grade in Hinblick auf die zunehmende Digitalisierung und die Umsetzung von „Industrie 4.0“ mit sich bringt. „Wenn wir zum Beispiel in der Fernwartung bis zu 8 Sekunden auf eine Antwort der Geräte warten müssen, ist das nicht praktikabel“, verdeutlichte Braeuker seinen Standpunkt. Zudem zählte er weitere Beispiele aus der Lüdenscheider Wirtschaft auf. Zum Beispiel das, eines namenhaften Autohauses, dass aufgrund des fehlenden Breitbandnetzes immer mehr in Bedrängnis gerät, wenn es um den Datenaustausch mit dem Mutterkonzern geht.
Nach den Vorträgen in der Eröffnung ging es in die Diskussion, moderiert von Gordan Dudas. Foto: Parnemann
Nach den Vorträgen in der Eröffnung ging es in die Diskussion, moderiert von Gordan Dudas. Foto: Parnemann

Datenvolumen wächst jedes Jahr um 20%

Andreas Griehl verwies in seinem Vortrag darauf, dass das Datenvolumen bei der Nutzung der vorhandenen Internetleitungen jedes Jahr um rund 20% steigen würde. Zudem machte er deutlich, dass nicht das Glasfaserkabel selbst das teuerste an der Umsetzung sei, sondern die Bauarbeiten, um dieses zu verlegen. Dies unterstrich auch Jens Braeuker der einen Auszug aus einem Angebot vorstellte, welches er sich für die Anbindung an das Breitbandnetz eingeholt hatte: „Da ich dringend auf mehr Bandbreite angewiesen bin, habe ich Anfang diesen Jahres aktuelle Angebote von zwei großen Anbietern eingeholt, die beide Kabel bei uns in der Straße liegen haben, das Ergebnis sehen Sie hier: Telekom, 55 Tausend Euro Baukostenzuschuss, bei monatlichen Kosten von über 1.000 Euro und bei Unitymedia sind die monatlichen Kosten zwar sehr günstig, bei einem Baukostenzuschuss von 88.000 Euro aber indiskutabel. Dafür lag dem Angebot ein SEPA Lastschriftmandat dabei.“

„Wir werden die Schippe nicht in die Hand nehmen“

NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin, der an diesem Abend ebenfalls als Redner zu Gast war, machte den politischen Standpunkt klar: „Wir werden die Schippe nicht in die Hand nehmen, um die Kabel in die Erde zu legen. Da können Sie sich sicher sein. Aber wir werden ganz sicher keinen Förderantrag ablehnen.“ Damit machte Duin deutlich, dass vor allem das Engagement der ansässigen Firmen und der Kommunalpolitik notwendig sei, um den Ausbau zum flächendeckenden Breitbandnetz voranzutreiben. Bis 2018, so betone Ministier Duin, wolle man den flächendeckenden Ausbau des Breitbandnetzes vorantreiben.

Unterstütze uns auf Steady
Ich bin 31 Jahre jung und gehöre zur viel besprochenen Generation Y. Seit 1999 nutze ich digitale Kommunikationswege und seit 2012 bin ich Online-Unternehmer und berate und betreue Unternehmen als Social Media Experte.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here