Tlako Mokgadi, Ulrike Wagner und David Rempel rockten den Breakfastclub, eine Veranstaltung von STOCK und KultStädte e.V. Fotos: Kannenberg

Lüdenscheid. Der Breakfastclub, der jeden zweiten Sonntag im Monat in Zusammenarbeit von STOCK und KultStädte e.V. stattfindet, war an diesem Februarmorgen so gut besucht wie noch nie.
Um die 70 Gäste hatten an diesem Vormittag das Vergnügen, einem Live-Konzert von Tlako Mokgadi
(Gesang und Gitarre), seiner Lebensgefährtin Ulrike Wagner (Gesang) und dem Keyboarder David Rempel beizuwohnen, der bis 2011 bei „Luxuslärm“, einer sehr erfolgreichen deutschen Band aus Iserlohn gespielt hat. Die drei Musiker, nutzten dann auch den Rahmen des Breakfastclubs an diesem Morgen, um ein wirklich professionelles  Konzert zu geben.

Die Lüdenscheider waren auch schon früh und zahlreich im Breakfastclub erschienen. Alle mit großen Erwartungen an die Band und natürlich an das Büffet des STOCKS. Mit Autoteppich, beim Malen und der Spielecke hatten auch die kleinsten Besucher ihren Spaß.

Tlako in Action. Direkt unter dem Bild von Bob Marley. Passt!
Tlako in Action. Direkt unter dem Bild von Bob Marley. Passt!

Im Breakfastclub ist jedes Alter willkommen

Dabei ist es jedes Mal wieder erstaunlich, dass von 0 bis 99 Jahren wirklich jede Altersgruppe beim Breakfastclub vertreten ist und alle gut miteinander harmonieren. Es macht Spaß, dabei zuzusehen, wie ein kleiner Junge seinem Opa sehr ernsthaft erklärt, was am Büffet am besten schmeckt und wie man das Waffeleisen bedient, damit die Waffel nicht anbrennt. Oder eine ältere Dame ein kleines Mädchen tröstet, das auf seine Kniee gefallen ist und man dabei irgendwann mitbekommt, dass sich die zwei zwar vorher nicht kannten, nun aber auf dem besten Weg sind, Freunde zu werden.

Gemeinsam plünderten dann auch alle mehrfach das Büffet, tranken Unmengen von Saft und Kaffee und ließen es sich bei dem Live-Konzert von Tlako und seinen Mitstreitern gut gehen.

Band in Höchstform

Und die waren an diesem Sonntag in Höchstform. Den ganzen Vormittag über spielten die drei Musiker nur Selbstgetextetes und Selbstkomponiertes. Mit meist deutschen Texten. Sehr persönlich, mit einer starken Message und mit viel Herz. Die Gäste waren sichtlich gerührt von der Tiefe der Emotionen, die sich in den einzelnen Liedern widerspiegelten. Niemand konnte oder wollte sich dem entziehen. Alle waren irgendwie voll dabei.

Tlako Mokgadi und Ulrike Wagner beim Breakfastclub. Fotos: Kannenberg.
Tlako Mokgadi und Ulrike Wagner beim Breakfastclub. Fotos: Kannenberg.

Wer Tlako schon einmal bei einem Konzert erlebt hat, weiß, dass dies ein intensives Erlebnis ist. Tlako ist immer ganz da, eher brodelnder Vulkan als stilles Gewässer. Diesmal überraschte er jedoch mit einer anderen Seite von sich. Eher still und besinnlich. Er nahm sich Zeit, die Geschichten zu erzählen, die hinter seinen Liedern stecken.  Von denen er viele gar nicht selbst aufschreiben kann, weil ihn Erlebtes manchmal emotional so „weghaut“, dass er nur sitzen und verarbeiten kann. Das dann Ulrike aufschreibt und in Worte fasst. So wie das Lied „Nur sieben Minuten mit Dir“, das so richtig ans Herz geht. Oder das Lied „Meer“, in dem Tlako davon erzählte, wie es ist, von seiner Familie getrennt zu werden, weil man nicht erwünscht ist in einem Land. Weil man die falsche Hautfarbe hat. Oder die falsche Nationalität. Das ging unter die Haut.

Tlako Mokgadi.
Tlako Mokgadi.

Stetig wachsende Besucherzahlen

Während des Konzertes kamen immer wieder neue Gäste, zum Ende hin gab es dann auch keine Sitzplätze mehr, keinen Barhocker, keine Fensterbank, nichts, sondern man stand mit der Tasse in der Hand da, wo man gerade Platz finden konnte. Für Ulrike Wagner, die an diesem Tag Geburtstag hatte, sangen alle Gäste, Personal und Musiker dann auch noch ein gemeinsames Geburtstagsständchen. So einen Breakfastclub wie diesen, hat es sicher bis dahin noch nicht gegeben. Überhaupt verzeichnet das Frühstück mit Live-Musik im STOCK stetig wachsende Besucherzahlen. Mittlerweile gibt es viele Stammgäste, die immer anwesend sind und sich kein Konzert entgehen lassen. Kein Breakfastclub ist wie der andere, aber jeder für sich ist besonders und lohnenswert.

Team und Gäste hatten Spaß.
Team und Gäste hatten Spaß.

An diesem Sonntag leistete das Team des STOCK Schwerstarbeit. Trotz der vielen Menschen kam es nie zu Engpässen am Büffet, es gab immer Kaffee, Mengen von Brötchen und der Waffelteig ging auch nicht aus. Für alle Gäste des Clubs ein gelungener Vormittag. Und für alle, die jetzt neugierig geworden sind: Der nächste Breakfastclub findet am 8. März statt und heißt auch dann wieder alle Freunde gepflegter Live-Musik in Kombination mit einem gut gefüllten Büffet herzlich willkommen.

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