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Altena/Hagen/Lüdenscheid. Am 3. Oktober wurde auf dem Dachboden eines Hauses in Altena, in dem eine syrische Familie untergebracht wurde, ein Feuer auf dem Dachboden gelegt. Zusätzlich zerstörten die Täter die Telefonleitung an der Außenwand des Gebäudes. Heute lud die Staatsanwaltschaft Hagen zur Pressekonferenz in Hagen, um Ermittlungserfolge mitzuteilen.

Ein Täter Mitglied der Lüdenscheider Feuerwehr

Verantwortlich für die Tat sind nach den Ermittlungsergebnissen der Staatsanwaltschaft Hagen zwei junge Männer aus Altena. Ein 23- und ein 25-jähriger die selbst aus dem Wohnumfeld des Tatortes stammen sollen. Das Makabere: Der 25-jährige Täter war selbst hauptamtlich bei der Feuerwehr in Lüdenscheid beschäftigt. Nachdem seine Beteiligung an der Tat bekannt wurde, wurde er umgehend suspendiert.

Tat soll keinen rechtsextremistischen Hintergrund haben

Laut Staatsanwaltschaft soll es bei der Tat keinen rechtsextremistischen Hintergrund geben. Viel mehr haben die beiden Täter aus „Angst“ gehandelt. Laut Staatsanwaltschaft wollten die Täter die Flüchtlinge mit der Tat aus dem eigenen Wohnumfeld vertreiben. Vor diesem Hintergrund wirkt die Tat aber eben genau deswegen faschistisch. „Ja wir haben Angst deshalb wollen wir Menschen anzünden. Das ist eindeutig rechtsextremistisch. Naja so schönt man eben die Statistiken zu rechter Gewalt“, kommentiert zum Beispiel Dominik Hass, Mitglied der Jusos Lüdenscheid, die Tat.

Bis zu 15 Jahre Haft möglich – Hinweise aus der Bevölkerung

Die beiden Täter müssen nun mit einer Anklage wegen Brandstiftung rechnen. Diese kann mit bis zu 15 Jahren Haft geahndet werden. Aktuell befinden sich die beiden Männer aus Altena auf freiem Fuß, da in den Augen der Ermittler keine Fluchtgefahr besteht. Ermittelt wurden die beiden Männer durch Hinweise aus der Bevölkerung. Diese führten dazu, dass der 23-jährige Täter sich bei der Polizei stellte. Der Zweite Täter wurde dann in seiner Wohnung in Altena verhaftet.

Hintergrund

Am 3. Oktober wurde auf dem Dachboden eines Hauses in Altena, in dem eine syrische Flüchtlingsfamilie untergebracht war, ein Feuer auf dem Dachboden gelegt. Dieses wurde mit Brandbeschleunigern entzündet, ist aber wieder erloschen. Danach entwickelte sich ein Schwelbrand, der die Feuerwehr auf den Plan rief. Im Anschluss an die Löscharbeiten wurde dann festgestellt, dass nicht nur das Feuer auf dem Dachboden gelegt wurde, sondern auch die Telefonverbindung des Gebäudes zerstört wurde. Offenbar wollten die Täter damit sichergehen, dass die Feuerwehr nicht aus dem Gebäude selbst alarmiert werden konnte.

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