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Beim 9. Blitzmarathon wurden im Märkischen Kreis 5174 Fahrzeuge kontrolliert. Die Beamten ahndeten 89 Verstöße. © Picture-Factory - Fotolia.com

Märkischer Kreis. (ots/wolf) Beim 9. Blitzmarathon wurden am Donnerstag, 21. April, im Märkischen Kreis insgesamt 5174 Fahrzeuge kontrolliert.

Wie die Polizei mitteilt, wurden insgesamt 89 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Die höchste Überschreitung war – wie schon in der Zwischenbilanz veröffentlicht- 28 km/h in Lüdenscheid auf der Altenaer Straße am Donnerstagmorgen.

An den zuvor veröffentlichen Messstellen gab es folgende Ergebnisse:

Altena: 1253 Fahrzeuge kontrolliert, 10 Verstöße, die höchste Überschreitung: 18 km/h.

Balve: 341 Fahrzeuge kontrolliert, 28 Verstöße, die höchste Überschreitung: 19 km/h.

Hemer: 1571 Fahrzeuge kontrolliert, 9 Verstöße, die höchste Überschreitung: 23 km/h.

Iserlohn: 205 Fahrzeuge kontrolliert, 2 Verstöße, die höchste Überschreitung: 15 km/h.

Kierspe: 300 Fahrzeuge kontrolliert, 20 Verstöße, die höchste Überschreitung: 22 Km/h.

Lüdenscheid: 576 Fahrzeuge kontrolliert, 10 Verstöße, High Score der KPB des Märkischen Kreises: Überschreitung um 28 km/h.

Menden: 822 Fahrzeuge kontrolliert, 5 Verstöße, die höchste Überschreitung: 16 km/h.

Werdohl: 106 Fahrzeuge kontrolliert, 5 Verstöße, die höchste Überschreitung: 14 km/h.

Immer wieder Kritik an der Aktion

Kritiker bezweifeln die Nachhaltigkeit der Aktionen und werfen dem verantwortlichen NRW-Innenminister Ralf Jäger vor, er ziehe eine PR-Show ab. Der CDU-Politiker und Mitglied des Innenausschusses, Gregor Golland, meldete sich schon bei der Ankündigung des 9. Blitzmarathons in NRW im Dezember 2015 zu Wort. „Die Polizeibeamten in NRW sind aufgrund der aktuellen Bedrohungslage jetzt schon am Limit ihrer Leistungsfähigkeit angelangt. Ein Blitzmarathon würde zusätzlich noch einmal enorme Kräfte bündeln. Das steht in keinem Verhältnis zum Ertrag der Aktion“, sagte er damals.

Auch die Polizeigewerkschaften sind skeptisch. Sie weisen zum einen auf die angespannte Personallage bei der Polizei hin. Zudem seien die bisher vorgelegten Studien zu den Aktionen dünn. Bei einen angeblich nachgewiesen Effekt von zwei Wochen, in denen sich Autofahrer nach einem Blitzmarathon diszipliniert verhalten würden, können nicht von einem nachhaltigen Effekt gesprochen werden, sagt Stefan Hegger, Sprecher der NRW-Landesgruppe der Gewerkschaft der Polizei.

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