Hannah Krumm begeisterte das Publikum mit ihrem Spiel auf dem Marimbafon. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Nein, das Blasohrchester der Musikschule Lüdenscheid hat bei seiner letzten Freizeit in Bad Fredeburg nicht nur Minigolf gespielt. Mindestens ebenso intensiv haben sich die Musiker ihren Instrumenten und dem Repertoire gewidmet. Das war vom Sommerkonzert am Freitag, 3. Juni, deutlich zu hören. Das Publikum im Bürgerzentrum des Rathauses dankte den Musikern mit kräftigem Applaus, so dass sie gern die zwei vorbereiteten Zugaben spielten.

Sommerlaunen

Starker Sopran-Gesang bei "Loves never dies": Mona Schulte-Huermann. Foto: Wolfgang Teipel
Starker Sopran-Gesang bei „Love never dies“: Mona Schulte-Huermann. Foto: Wolfgang Teipel

Draußen nicht ganz ungetrübte sommerliche Launen, drinnen aber „Sommerlaunen“ von Rock bis Musical, von Marsch bis Pop. Franz-Schulte-Huermann und Matthias Hirth hatten das Ensemble optimal eingestellt. Die Leiter sparten nicht mit Lob. „Es gibt nichts, was das Orchester nicht kann.“

Neben unterhaltsamen Stücken wie „Canterville Ghost“ von Markus Götz oder „Children of Sanchez“ von Chuck Magione in einem Arrangement von Naohiro Iwai stand auch ein Klassiker auf dem Programm: Bei der Filmmusik zu „Star Wars“, geschrieben von John Williams, zog das Blasohrchester in dem von Robert W. Smith arrangierten Werk alles Register seines Könnens.

Solisten konnten glänzen

Joscha Glörfeld spielte bei "Nexus" die Solotrompete. Foto: Wolfgang Teipel
Joscha Glörfeld spielte bei „Nexus“ die Solotrompete. Foto: Wolfgang Teipel

Franz Schulte-Huermann und Michael Hirth ließen auch die solistischen Talente des Ensembles glänzen. Mona Schulte-Huermann (Sopran) sang einfühlsam „Love never dies“, ein Stück aus dem Nachfolge-Musical „Phantom der Oper“ von Andrew Lloyd-Webber.

In diesem Jahr werden drei Stücke gespielt, in denen sich Mitglieder des Orchesters als Solisten präsentieren. „Nexus“ lautet der Titel eines Stücks für Trompete und Blasorchester von James Curnow, bei dem Joscha Glörfeld die Solotrompete spielte. „Eine deutsche Uraufführung meines Wissens. Das habe ich dem Orchester gar nicht gesagt“, schmunzelte Franz Schulte-Huermann.

Marimbafon-Konzert von Alfred Reed

Vielseitig: Hannah Krumm bediente unter anderem auch die Pauken. Foto: Wolfgang Teipel
Vielseitig: Hannah Krumm bediente unter anderem auch die Pauken. Foto: Wolfgang Teipel

Schließlich griff das Orchester ein Stück aus dem erfolgreichen Konzert Anfang des Jahres in der Christuskirche auf: Das Marimbafon-Konzert von Alfred Reed wurde erneut von der Solistin Hannah Krumm interpretiert. Matthias Hirth ernannte sie kurzerhand zur „Marimbafon-Spielerin des Jahres“. Da wollte das Publikum nicht widersprechen.

Als Zugabe spielte das Blasohrchester einen der berühmtesten Märsche, den „Florentiner Marsch“ des tschechischen Komponisten und Kapellmeister Julius Fucik.

Mit dem gospelhaften Evergreen „You raise me up“ entließen die Musiker das Publikum schließlich ins Wochenende.

Blasohrchester
Die Tubisten sorgten für die tiefen Töne. Foto: Wolfgang Teipel

 

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