BINYO und seine "Friends". Ein Konzert der Extraklasse mit vielen künstlerischen Höhepunkten. Fotos: Iris Kannenberg und Daniel Scharf

Halver. BINYO & Friends im Anne-Frank-Gymnasium in Halver: Das war ein gelungenes Heimspiel für den charismatischen Robin Brunsmeier und seine nicht weniger charismatischen „Friends“. Was Robin gemeinsam mit Teresa Schabo und den vielen Helfern rund um die Halveraner Soundbäckerei da auf die Beine gestellt hat, konnte sich wirklich sehen und hören lassen. BINYO stand dabei an diesem Abend wie gewohnt nicht alleine, sondern mit Rudolf F. Nauhauser (Saxofon), Steven Stegnitz (Bass), Christian Lauermann (Schlagzeug) und Christopher Hans (Klavier) gemeinsam und sehr eindrucksvoll auf der Bühne.

Opener „Und wieder Oktober“

"Und wieder Oktober" machten den Opener das Abends.
„Und wieder Oktober“ machten den Opener das Abends.

Opener waren jedoch nicht BINYO, wie viele anfangs dachten, sondern die Kölner Newcomer-Band „Und wieder Oktober“, die mit ihrem Erfolgssong „Könige der Stadt“ punktete und damit einen beeindruckenden Einstieg in den Abend hinlegte.

Marc French (Gesang), Leona Püschel (Cello) und Sarah Kulawik (Piano), die eigentlich zu sechst auftreten, sangen gefühlvolle Songs von großer Ausstrahlung und fast epischer Kraft. Schön, sie in Halver zu haben und ganz sicher nicht das letzte Mal, dass man sie im Sauerland gesehen hat.

Gänsehaut pur

Nicolas Leitgeb und BINYO performen gemeinsam
Nicolas Leitgeb und BINYO performen gemeinsam „Fühlst Du es auch“.

Dazu holte BINYO sich nach und nach noch weitere „Friends“ hinzu: Berührend der Song „Fühlst Du es auch“, den er mit Nicolas Leitgeb (Sound of Centuries) an der Trompete und als zweiter Sänger performte. Das war schon Gänsehaut pur und ließ sicher niemanden im Saal kalt.

Wunderbar auch der Einsatz von Marian Heuser, der als Rapper „Peter Panish“ zur Melodie von „Jeremy Pascal“ und einem eigenen Text, Kindheitsträume und deren Konfrontation mit der Realität des Erwachsenwerdens in Szene setzte.

Marian Heuser, der „Meister des Wortes“

Marian Heuser bewies an diesem Abend, dass er nicht nur ein großer Poet ist, sondern auch ein genialer Musiker.
Marian Heuser bewies an diesem Abend, dass er nicht nur ein großer Poet ist, sondern auch ein genialer Musiker.

Marian legte dann noch ordentlich drauf, indem er zwei eigene Texte las, die das Konsumdenken der Gesellschafft auf die Schippe nahmen und die Herzlosigkeit in unserer Welt anschaulich darstellten. Wie immer bei Marians Texten, weiß man im Endeffekt nicht, ob man weinen oder lachen soll. Beides ist wohl gleichermaßen angesagt und das dann immer im Wechsel.

Er ist und bleibt ein „Meister des Wortes“, der es versteht, auch den gleichgültigsten Zuhörer an seiner „Herzenswurzel“ zu packen und einmal gründlich durchzurütteln.

HAZEFELD war einer der musikalischen Höhepunkte

HAZEFELD gemeinsam mit Hannah Kramer, Rudolf F. Nauhauser, DJ
HAZEFELD gemeinsam mit Hannah Kramer, Rudolf F. Nauhauser, DJ Nachtfalke (Gerit Nicolas Rüter) und die HipHop-Gruppe „Devotion“.

Einer der absoluten Höhepunkte des Konzertes, das vor ca. 200 Zuhörern statt-
fand, war dann schlußendlich auch und im besonderen der Auftritt von „HAZEFELD“.

HAZEFELD – das ist das Duo von BINYO und seinem besten Freund Sebastian Kreinberg (BassTea), die nicht nur zusammen aufgewachsen sind, sondern sich auch auf der Bühne bewegen und fühlen wie „ein Mann“. Die zwei sind gemeinsam als HipHopper unterwegs.

HAZEFELD ist ein kreatives Feuerwerk, geballte Kraft und dabei so sympathisch, dass man die beiden Bandleader, ohne mit der Wimper zu zucken in jedes Haus einlassen würde, ständen sie denn ungefragt vor der Tür. Die zwei bestechen nicht nur durch ihre durchaus frechen Texte und die Ohrwurm-Musik, sondern sie bringen auch immer ganz großes Kino mit auf die Bühne.

Ganz großes Kino

Rappen, bis die Schuhe blinken. "Devotion" machte es vor.
Rappen, bis die Schuhe blinken. „Devotion“ machte es vor.

Diesmal in Form von Saxofonist Rudolf F. Nauhauser und Hannah Kramer, einer wirklichen Ausnahmesängerin, die trotz Kreuzbandriss und Ganz-Bein-Schiene alle an die Wand sang. Dazu legte DJ Nachtfalke (Gerit Nicolas Rüter) sehr rasant auf und die Hip-Hop-Gruppe „Devotion“ der Tanzschule S aus Lüdenscheid tanzte, was das Zeug hielt.

Es hielt dann auch niemanden mehr auf den Plätzen, das Saalpublikum tobte und feierte ausgelassen mit.

Hannah auch als Solokünstlerin

Hannah Kramer hat eine beeindruckende Stimme.
Hannah Kramer hat eine beeindruckende Stimme.

Hannah sang dann noch ganz allein einen Song auf der Bühne. Nur sie und ihr Publikum. Auch das funktionierte und hatte etwas sehr Poetisches, das alle Anwesenden ganz ruhig werden ließ.

Dieser Abend, bei dem auch im Publikum viele großartige Künstler saßen und BINYO & seine „Friends“ mit Daumendrücken und guten Wünschen unterstützten, hatte durchaus Suchtcharakter.

Ein Wechselbad der Gefühle, durch das die beiden Moderatoren Teresa Schabo und Robin Brunsmeier ihr Publikum gekonnt professionell und mit viel Herzenswärme hindurchführten.

Halveraner Sängerin gewann den Studiotag

Viel Publikum und darunter viele bekannte Gesichter: Die Fotografin Anna-Lisa Konrad, Singer- / Songwriter Daniel Scharf und Markus Schulte, Vertreter des Gospel Chores The Albert Singers, der Jouralist Jakob Salzmann und viele andere mehr.
Viel Publikum und darunter viele bekannte Gesichter: Die Fotografin Anna-Lisa Konrad, Singer- / Songwriter Daniel Scharf und Markus Schulte, Vertreter des Gospel Chores The Albert Singers, der Journalist Jakob Salzmann und viele andere mehr.
Alle guten Dinge sind drei. Drei Mal wurde das Los gezogen, ehe ein echter HALVERANER dabei war.
Alle guten Dinge sind drei. Drei Mal wurde das Los gezogen, ehe ein echter HALVERANER dabei war.

Die beiden hatten alles im Griff, auch als bei der Verlosung des Tonstudiotages bei „Sound of Centuries“ kurzzeitig mal etwas aus dem Ruder lief.

Ausdrücklich an Halveraner Musiker gerichtet, hatten auch diesmal einige eifrige Mitmacher nicht zugehört und so zog man ausgerechnet die beiden Zettel nacheinander aus dem Hut, auf denen die Namen derjenigen standen, die nicht aus Halver kamen.

Dafür erntete man großes Gelächter im Publikum und ratlose Gesichter bei den beiden Moderatoren. Als dann endlich beim dritten Mal tatsächlich eine Halveraner Sängerin gezogen wurde, sah man Teresa und Robin die Erleichterung darüber durchaus an.

Alles in allem ein Konzert der Extraklasse, mit vielen Höhepunkten, tollen Künstlern und auch im Publikum dem Gefühl von „Family“. Ein Konzert, das besser nicht hätte laufen können.

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