Hagen-Remberg. „Ruhestörungen gehören zum täglichen Einsatzgeschehen dazu wie der leichte Blechschaden im Straßenverkehr“ – so sieht es die Polizei in ihrem Presseportal. Ein Vorfall vom Sonntagvormittag (29. Mai) fiel allerdings deutlich aus dem Rahmen:

Gegen 10 Uhr hatten Anwohner der Rembergstraße die Polizei gerufen, weil aus einer Wohnung laute Musik die Ruhe störte. Bei ihrem Eintreffen schrie ein Bewohner lauthals Beleidigungen aus dem Fenster in Richtung der Beamten. Als sie an seiner Tür waren, hatte er sich allerdings in eine Nachbarwohnung zurückgezogen. Schließlich kam es zur Auseinandersetzung mit diesem 26 Jahre alten Nachbarn und dem 36-jährigen Auslöser der polizeilichen Maßnahmen.

Sechs Polizisten griffen durch

Weiter heißt es im Polizeibericht: „Im Zuge der weiteren Ermittlungen schaltete sich ungebeten ein weiterer, ebenfalls 26 Jahre alter Bewohner des Hauses ein. Da er durchgehend beleidigte und provozierte, erhielt er einen Platzverweis, dem er zunächst zögerlich folgte. Als er dann in Angriffshaltung zurückkam, sollte er zur Durchsetzung der Maßnahme in das Polizeigewahrsam gebracht werden. Dabei leistete der Mann so massiven Widerstand, dass sechs Beamte nötig waren, um ihn zu bändigen und Hand- sowie Fußfesseln anzulegen.

Insgesamt sechs Polizisten zogen sich durch seine Schläge, Tritte und Ellenbogenstößen leichte Verletzungen zu, konnten jedoch allesamt ihren Dienst fortsetzen. Ein später durchgeführter Alkoholtest bei dem Mann ergab einen Wert über 2,5 Promille.“

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