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Bürgermeister Ulrich Schulte (links) und Peter Ruf (rechts) vom Arbeitgeberservice im Gespräch mit Stefanus Levermann. "Wir brauchen Auszubildende aus allen Schulformen", sagte der Seissenschmidt-Prokurist. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Ohne Ausbildung gibt’s keinen guten Job, mehr noch, eine betriebliche Ausbildung schützt vor Arbeitslosigkeit. Das ist die Botschaft, die die Agentur für Arbeit Iserlohn, Unternehmen, Landrat und Bürgermeister in der Woche der Ausbildung senden. An vielen Orten im Märkischen Kreis werden in diesen Tagen Firmen besucht, um öffentlichkeitswirksam für die Ausbildung in Industrie oder Handwerk zu werben, so auch heute (Mittwoch, 9. März) die Seissenschmidt GmbH in Plettenberg.

Schulnoten nicht das wichtigste Kriterium

Bürgermeister Ulrich Schulte, Peter Ruf vom Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Iserlohn und Berufsberaterin Monika Gawron trafen sich zur Gesprächsrunde mit Seissenschmidt-Prokurist Stefanus Levermann sowie Kathrin Groos und Torsten Neuhaus, die Ansprechpartner für Ausbildungssuchende und Auszubildende bei Seissenschmidt sind. Peter Ruf stellte fest, dass die Zahl der zur Verfügung stehenden Ausbildungsplätze in Plettenberg verhältnismäßig hoch sei und Seissenschmidt stehe dabei in erster Reihe.

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Foto: Bernhard Schlütter

„Wir brauchen Auszubildende, um für die Zukunft ausreichend Fachkräfte zu haben“, betonte Levermann. „Da in Plettenberg fast alle Unternehmen die gleichen Fachkräfte suchen, machen wir sehr viel, um uns als attraktiver Ausbildungsbetrieb zu präsentieren.“ Er stelle die erfreuliche Tendenz fest, dass zum Beispiel mehr Abiturienten hier bleiben möchten und eine Ausbildung und ein Verbundstudium anstrebten. „Wir brauchen Leute aus allen Schulformen“, sagte er mit Blick auf die 14 verschiedenen Ausbildungsberufe bei Seissenschmidt. „Die Schulnoten sind dabei nicht das wichtigste Kriterium“, stelle Seissenschmidt auch Jugendliche mit schwächeren Schulabschlüssen ein, die sich in einer für sie passenden Ausbildung weiter entwickeln könnten.

Kathrin Groos informierte, dass zum 1. September dieses Jahres bei Seissenschmidt 17 junge Leute mit der Ausbildung beginnen. „So viele wie noch nie.“ Insgesamt hat das Unternehmen am Standort Plettenberg dann 44 Auszubildende. Insgesamt zählt Seissenschmidt in Plettenberg rund 900 Mitarbeiter.

„Ein Blaumann-Beruf muss nicht schmutzig sein“

Ulrich Schulte hob die Vorzüge einer betrieblichen Ausbildung hervor. „Wenn andere junge Erwachsene mit dem Studium beginnen, kann eine Ausbildung bereits abgeschlossen sein und der junge Mensch sich im Betrieb hocharbeiten. Dadurch gewinnt er einen gewissen Lebensvorsprung.“ Monika Gawron berichtete, dass sie und ihre Kolleg/inn/en versuchten, in den Schulen Überzeugungsarbeit in Richtung Ausbildung zu verrichten.

Gegen das Imageproblem der Berufe in Industrie und Handwerk argumentiert Torsten Neuhaus: „Ein Blaumann-Beruf muss nicht schmutzig sein. Außerdem gibt es Wasser und Seife.“ Beim Gang durch die Seissenschmidt-Hallen stellt man fest: Schmutz ist hier tatsächlich wenig zu sehen.

Der Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit nimmt Ausbildungsstellen unter der kostenlosen Durchwahl 0800 4 5555 20 auf.

Ausbildungssuchende finden Informationen über Seissenschmidt und Ausbildung z.B. auf diesen Internetportalen:

http://seissenschmidt.com

http://deine-staerke.de

Agentur für Arbeit Iserlohn

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