Überraschende Wahrnehmungen am Duftstrauß.

Lüdenscheid. Das Stern-Center Lüdenscheid bietet seit Donnerstag ein fest für die Sinne. Durch unsere Sinne nehmen wir die Welt wahr. Sie bestimmen unser Erleben. Die Erfahrungsstationen in der Ausstellung „Sinnstationen“ laden im Stern-Center Lüdenscheid alle ein, die eigenen Sinne aktiv zu entdecken und zu erleben. Bis zum 6. September 2015 können die Besucherinnen und Besucher des Stern-Centers ausprobieren, staunen, genießen, erleben. Es gibt weder „richtig“ noch „falsch“ – einzig die persönliche Wahrnehmung und die Freude am Ausprobieren zählt.

Sinneseindrücke sind die Grundlagen des Lebens

„Der Besucher erfährt, wie das Auge sieht, das Ohr hört, die Nase riecht, die Haut fühlt, die Finger tasten, der Fuß (ver-)steht, die Hand (be-)greift, das Gehirn denkt, die Lunge atmet, das Blut pulst, der Körper schwingt. Die Wahrnehmung der Gesetze der eigenen Natur befähigt den Menschen, in den Erscheinungen der äußeren Natur die gleiche Gesetzlichkeit wahrzunehmen als auch zu wahren.“ (Hugo Kükelhaus)

Sinneseindrücke sind die Grundlage des Lebens. Mit ihnen erleben, beurteilen und gestalten wir unsere Umwelt. Immer schnelllebigere Produkte, wechselnde Moden und die ganz alltägliche Hektik machen eine neue Auseinandersetzung mit Qualitäten und Gestaltung notwendig.

Wacher Umgang mit den Sinnen

Der wache Umgang mit den Sinnen lässt uns unsere Umwelt tiefer erleben. Jeder einzelne muss dabei für sich entscheiden, wie dies aussehen kann. Voraussetzung dafür sind Neugierde und Offenheit, nur dann kann man (sich) neu wahrnehmen.

Der wache Umgang mit den Sinnen lässt uns unsere Umwelt tiefer erleben.
Der wache Umgang mit den Sinnen lässt uns unsere Umwelt tiefer erleben.

Um Selbstwahrnehmung ging es auch Hugo Kükelhaus (1900-1984), dem Begründer des „Erfahrungsfeld(es) zur Entfaltung der Sinne“, das viele Menschen begeistert hat. Sein Anliegen war es, durch die von ihm entwickelten Spielobjekte, die Sinneswahrnehmung zu fördern und so die Menschen als kreativ wahrnehmende und fühlende Wesen zu unterstützen. Sinne, die nicht benutzt werden, können sich nicht entfalten, sondern entwickeln sich zurück. Dem wollte er entgegenwirken.

Die Sinns(t)ationen nehmen die Idee des Erfahrungsfeldes auf und bieten dem Besucher die Möglichkeit, sich spielerisch mit der Wahrnehmung, aber auch mit darüber hinausgehenden Fragen auseinanderzusetzen. Die Bandbreite geht von einfachen Fragen (Wie reagiere ich auf Farben und Klänge?) bis hin zu komplexen Themen (Was passiert eigentlich ohne Worte zwischen meiner Umwelt und mir?).

„Erfahrungsfeld der Sinne“

Inhaltlicher Partner der Sinns(t)ationen ist das „Erfahrungsfeld der Sinne“ auf der Zeche Zollverein in Essen. Die Ausstellung bietet jedem Besucher zahlreiche Denkanstöße und Gesprächsanlässe, die auch nach dem Rundgang weiterwirken können. Somit kann jeder Besucher das für sich entdecken oder mitnehmen, was er braucht.

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