"Living Gospel" gab ein gut besuchtes Benefizkonzert in Schalksmühle. Fotos: Kannenberg

Schalksmühle. Die FeG Schalksmühle feierte ihr 150-jähriges Bestehen mit einem Festwochenende, das es in sich hatte. Die Gemeinde im Schalksmühler Reeswinkel wurde 1865 gegründet und hat heute über 200 feste Mitglieder. Die FeG, die das Schalksmühler Leben nachhaltig prägte und prägt begann ihr Festwochenende mit einem öffentlichen Benefizkonzert ihres weit über das Sauerland hinaus bekannten Chores „Living Gospel“ und dem „Fun-Orchester“ der Musikschule Volmetal, einer Big-Band, die es ebenfalls in sich hat.

„Living Gospel“ und das „Fun-Orchester“ gemeinsam auf der Bühne.

Der Chor gemeinsam mit dem "Fun-Orchester" der Musikschule Volmetal. Let´s JAZZ!!
Der Chor gemeinsam mit dem „Fun-Orchester“ der Musikschule Volmetal. Let´s JAZZ!!

Erstmals standen die mehr als 70 Sänger und Sängerinnen dazu mit dem „Fun-Orchester“ für ein gemeinsames Lied auf der Bühne. Dazu hatten beide – Chor und Orchester – extra den bekannten Jazzstandard „Fever“ eingeübt. „Fever“ gehört normalerweise nicht zum Repertoire eines Gospelchores. Nichts desto trotz hatte man den Eindruck, Chor und Orchester hätten schon öfter einmal gemeinsam auf der Bühne gestanden, so professionell und mit viel Spaß wurde das Ganze vorgetragen.

„Fever“ war Programm

„Fever“ war dann auch an diesem Tag wirklich „Programm“. Es war heiß. Sehr, sehr heiß. Nicht nur die Stimmung an sich, sondern generell die Temperaturen dieses Tages, die auf über 30 Grad anstiegen. Da das Konzert in einem großen Zelt auf dem Schnurreplatz mitten in Schalksmühle stattfand, kann man sich leicht ausmalen, dass die Temperaturen im Inneren des Zeltes noch einmal ordentlich zulegten. So fiel auch der Schlagzeuger von „Living Gospel“ der Hitze zum Opfer und kippte erst einmal um, konnte sich aber bis zum Konzert glücklicherweise wieder erholen und brachte seinen Part so bravourös über die Bühne, als sei nichts gewesen. Respekt!

Ebenso, wie der restliche Chor, der trotz der Hitze in Kutte auftrat. So erzählte der Chorleiter Hans Werner Scharnowski auch während des Konzertes dem Publikum, das eines der besonderen Merkmale seines Chores dessen Leidensfähigkeit sei. Es hatten wohl trotz seines Angebotes, auf die Kutte zu verzichten, nur fünf Chormitglieder dafür gestimmt. Alle anderen waren sich einig, ihre „Berufskleidung“ der Hitze zum Trotz jetzt erst recht zu tragen. 65 gegen 5. Das Ergebnis war eindeutig. Und sie gaben ein richtig gutes Konzert, obwohl sich viele Chormitglieder an ihrem Wärme-Limit fühlten, wie sie nach dem Konzert dann auch offen zugaben. Davon war jedoch nichts zu merken, die 70 waren auf dem Punkt da und begeisterten ihr Publikum mit vielen bekannten und weniger bekannten Gospelliedern und Songs aus solchen Klassikern dem „König der Löwen“ oder Händels „Messias“.

Zahlreiches Publikum trotz Hitze

Die Schalksmühler waren zahlreich zur 150-Jahr Feier erschienen.
Die Schalksmühler waren zahlreich zur 150-Jahr Feier erschienen.

Und das Publikum war zahlreich erschienen. Trotz der hohen Temperaturen waren ab 17 Uhr jung und alt auf den Beinen. Das große Zelt war komplett voll, sowohl bei dem  Konzert der „Fun-Band“, deren Mitglieder ebenfalls alles gaben und den Temperaturen die Stirn boten, als auch bei „Living Gospel“. Kalte Getränke flossen derweil draußen vor dem Zelt in Strömen, es gab irgendwann kein einziges sauberes Glas mehr. Während des Konzertes wurde großzügig gespendet und so kam viel Geld für den eigentlichen Zweck des Benefizkonzertes zusammen. Nämlich die Vereine „Tschernobyl Hilfe e.V.“ und „Partnerschaft Sahelzone e.V.“ tatkräftig zu unterstützen.

Nach dem Konzert saßen die Besucher gemeinsam mit den Chormitgliedern dann noch unterm Sternenhimmel und bei lauen 22 Grad draußen vor dem Zelt, der Grill wurde noch einmal angeschmissen und die mittlerweile wieder in Reih und Glied sauber aufgestellten und gespülten Gläser noch einmal gefüllt. Die sehr lebendige FeG feierte am Samstag und Sonntag weiter mit Kinderprogramm, Bluesband und Familiengottesdienst. Auf die nächsten 150 Jahre.

Fotostrecke

Fotos: Iris Kannenberg

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