Märischer Kreis. (pmk). Begleitetes Fahren ab 17 Jahren  stößt auf großes Interesse. Das geht aus den Zahlen hervor, die der Märkische Kreis jetzt vorlegt. Die Mitarbeiter in der Straßenverkehrsbehörde haben 2014 insgesamt 12.850 Führerscheinanträge bearbeitet.

Gefragt waren unter anderem das erstmalige Ausstellen einer Fahrerlaubnis, der Umtausch älterer Führerscheinmodelle in den EU-Kartenführerschein oder Verlängerungen für die Berechtigung, Lastkraftwagen lenken zu dürfen. Weiterer „Renner“ war das begleitete Fahren ab 17 Jahren: 2720 Mal wurde diese Erlaubnis erteilt, 325 Mal mehr als 2013 – ein Anstieg von mehr als zehn Prozent. Damit nutzt inzwischen jeder zweite Fahranfänger die Möglichkeit zum frühzeitigen Griff ans Lenkrad.

Probezeiten häufig verlängert

Allerdings musste bei 607 (im Vorjahr 536) jungen Fahrern die Probezeit um zwei Jahre verlängert werden. Sie wurden aufgefordert, an einem Aufbauseminar teilzunehmen oder verwarnt. Wegen wiederholter Verkehrsauffälligkeiten wurde 12 Fahranfängern nach Verwarnung die Fahrerlaubnis entzogen.

Junge Fahrer häufiger unter Drogen

Allerdings wurden auch 571 erfahrene Fahrer von den Gerichten beziehungsweise von der Verwaltung gezwungen, ihren Führerschein wegen Fehlverhaltens abzugeben. Zusätzlich verzichteten 153 Personen auf ihren Führerschein, bevor es zu Maßnahmen der Verwaltung kam. In zwei von drei Fällen ahndeten Gerichte Fahrten unter Alkoholeinfluss mit dem Führerscheinentzug, gefolgt von Unfallflucht. Bei den Entscheidungen der Straßenverkehrsbehörde lagen Fahrten unter Drogeneinfluss und/oder Drogenmissbrauch mit Abstand (zwei Drittel) an erster Stelle gefolgt von wiederholten, im Verkehrszentralregister in Flensburg registrierten, Verkehrsauffälligkeiten, sowie Alkoholdelikten und/oder Alkoholmissbrauch. Bei den insgesamt 273 Verwaltungsverfahren wegen Fahrten unter Drogeneinfluss fiel vor allem die hohe Zahl der jungen Fahrer auf.

Insgesamt 313 (253 im Vorjahr) Personen mussten sich im Märkischen Kreis einer Medizinisch Psychologischen Untersuchung bei ein er amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung unterziehen.

215-mal Fahrtauglichkeit überprüft

Bei den Senioren waren es dagegen eher altersbedingter Ausfallerscheinungen oder Erkrankungen, die in 215 Fällen eine Überprüfung der Fahrtauglichkeit notwendig machten. Tendenz steigend. Dabei gingen die Verwaltungsmitarbeiter Hinweisen der Polizei sowie von Familienangehörigen, gelegentlich auch von Nachbarn oder Ärzten nach.

Beim Märkischen Kreis sind im vergangenen Jahr 712 Anträge auf Neuerteilung der Fahrerlaubnis eingereicht worden. Davon konnten 461 (Vorjahr: 409) positiv beschieden werden. 98 Anträge (Vorjahr: 64) mussten abgelehnt werden und 153 (Vorjahr: 147) wurden wegen der fehlenden Erfolgsaussicht zurückgezogen und ggfls. nach einem gewissen Zeitablauf erneut eingereicht.

 

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