„Beckmanns Gesang auf dem Cello ist von unvergleichlicher Schönheit. Sein warmer Ton ist zutiefst berührend. Seine orchestrale Klangfülle ist einzigartig. Er bewegt sich auf dem Instrument mit faszinierender Geschmeidigkeit und hat eine neue sehr eigene Art gefunden, das Cello zu spielen. Er bahnt unserem Instrument den Weg in die Zukunft.“ (Pierre Fournier)



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„Wir alle – das haben Sie gemerkt – haben ganz ergriffen dem warmen Klang und der großen Tonfülle des Cellos gelauscht (…) Wenn Sie spielen, so ist das etwas ganz Besonderes!“ (Papst Benedikt XVI.)

Start in der evangelischen Kirche Oberrahmede

Beckmann stammt aus einer Musik liebenden Düsseldorfer Familie. Am 28. Januar startet er seine Tournee im Kampf gegen Obdachlosigkeit in der evangelischen Kirche Oberrahmede (Beginn 19.30 Uhr). Sein Urgroßvater war Militärtrompeter und erhielt vom Kaiser für sein schönes Spiel eine silberne Trompete. Sein älterer Bruder Hannes ist Komponist und Professor für Jazzgeige. Er unterrichtet in Belgrad und München.

Außergewöhnliche Begabung

Schon während des Musikstudiums fiel Beckmann durch seine außergewöhnliche Begabung auf und wurde noch als Student zum Solocellisten in verschiedene Berufsorchester verpflichtet. Im Jahre 1980 wurde er Meister-Schüler von Pierre Fournier, der zu den bedeutendsten Cellisten des Jahrhunderts zählte. Fournier vermachte seinem Lieblingsschüler seine umfangreiche Notenbibliothek. Sie ist nicht nur ein Kleinod aufgrund ihres bibliographischen Wertes, sondern insbesondere wegen der darin enthaltenen handschriftlichen Anmerkungen des Altmeisters. Die bedeutende Sammlung steht heute in Beckmanns Zuhause an nicht weniger repräsentativem Orte im Regal: Beckmann lebt in der Wohnung von Clara und Robert Schumann in der Düsseldorfer Altstadt, die ihm die Stadt Düsseldorf mit Ratsbeschluss ehrenhalber zur Verfügung gestellt hat.

Klassische Werke und Stücke von Chalie Chaplin

Nach Fourniers Tode im Jahre 1986 trat Beckmann in größerem Maße öffentlich auf. Er unternahm eine Tournee unter dem Namen „Oh! That Cello“, auf der er klassische Sonaten mit kleinen Werken und Stücken Charlie Chaplins kombinierte. Vorausgegangen war eine gleichnamige Platte, die Miniaturen Chaplins für Violoncello erstmalig veröffentlichte.

Beckmann spielte fünf CDs ein. Bislang haben alle seine CDs die Hitparaden der Celloliteratur erstürmt: „Oh! That Cello“ und „Short Pieces for the Cello“ wurden in kürzester Zeit in über 50 Ländern zur erfolgreichsten Celloplatte. „Oh! That Cello“ wurde mit dem „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“ ausgezeichnet. „Beckmann spielt Cello (Vol I & II)“ sind Live-Mitschnitte der Abschlusskonzerte der Benefiztourneen 2000 und 2006 aus der Berliner Philharmonie.

Programmhefte werden zu Konfetti

Von 1986 bis 1991 unternahm Beckmann ausgedehnte Tourneen und trat in zahlreichen großen Konzerten auf. Höhepunkt war das Jahr 1989, in dem er 207 Konzerte bestritt, ein gewaltiges Pensum, darunter eine umjubelte Tour durch die damalige Sowjetunion. Das letzte Konzert im Moskauer Kulturpalast beschrieb die „Moskow Press“ wie folgt: „Viele waren so gerührt, dass sie weinten. Nach der letzten Zugabe ‚Elegie‘ verwandelte sich der Kulturpalast in einen wahren Hexenkessel. Das Publikum sprang auf die Sitze und zerriss das Programm zu Konfetti.“

Schwerer Autounfall

In Paris trat Beckmann im Dezember 1995 gemeinsam mit seiner Frau, der Pianistin Kayoko Matsushita, im Pariser „Theatre Mac Mahon“ am Champs Elysee auf. Das Konzert war so erfolgreich, dass es zwei Wochen lang mit je zwei Vorstellungen pro Tag wiederholt werden musste. Nach der Rückfahrt von Paris erlitten die Künstler zum Jahreswechsel einen schweren Autounfall. Nicht nur das Auto, sondern auch das wertvolle Guadagnini-Cello („Il Mendicante“) gingen zu Bruch. Beckmann bezeichnet dieses Ereignis als Schlüsselerlebnis, das den Ausschlag dafür gab, das Düsseldorfer Obdachlosen-Hilfsprojekt bundesweit auszudehnen.

Bisher 500 Benefizkonzerte

„Il Mendicante“ entfaltet seine orchestrale Klangfülle und sein bis in den letzten Winkel tragendes Pianissimo in den größten Kirchen und Konzertsälen Deutschlands. 1996 gründete Beckmann den Obdachlosenhilfeverein GEMEINSAM GEGEN KÄLTE. Für diese gute Sache gab Beckmann rund 500 Benefizkonzerte zugunsten armer und obdachloser Menschen bei denen er die Solosuiten von J.S. Bach spielte. Diese Werke gelten sowohl technisch wie auch musikalisch als Gipfel der Celloliteratur und nehmen in Bachs Schaffen eine Sonderstellung ein. Wegen ihres klaren konstruktiven Aufbaus werden sie auch „Kathedralen aus Klang“ genannt. Ihr meist einstimmiger Gesang führt ein Königreich an Harmonien im Gefolge, auf deren verborgener Grundlage sich ihre großartige Architektur aufbaut.

Vielen Menschen ist das Cello als Soloinstrument noch immer kaum geläufig. Dabei hat sein faszinierender warmer Klang ein großes Publikum verdient: Das Violoncello ist mit seinem fünf Oktaven umspannenden Klangregister eines der vielfältigsten und farbigsten Instrumente. Beckmann lässt sein Cello zugunsten obdachloser Menschen erklingen: „Chaplin setzte dem Vagabunden ein Denkmal. Bach stellte seine Musik in den Dienst Gottes. Nun dient seine Musik und das Cello den Ärmsten der Armen.“

Thomas Beckmann ist für sein musikalisches und soziales Wirken vielfach geehrt worden. Unter den Auszeichnungen finden sich neben dem Europäischen Sozialpreis, der unter anderem das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, der Verdienstorden des Landes NRW, der Preis der Deutschen Schallplattenkritik sowie der 1. Bürgerpreis der deutschen Zeitungen „Bürger des Jahres 2010“, die Ehrenmedaille des Landschaftsverbandes Rheinland und die Jacob-Faasen-Medaille.

www.thomas-beckmann.com

www.gemeinsam-gegen-kaelte.de

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