Abgeschlossen ist inzwischen die Betonsanierung am Berufskolleg des Kreises in Halver-Ostendorf. Foto: Gabriele Neuhaus/Märkischer Kreis

Märkischer Kreis. (pmk). Um einen insgesamt zweistelligen Millionenbetrag ging es bei den Etat-Beratungen in der jüngsten Sitzung des Bau- und Straßenausschusses.
Das Gebäudemanagement des Märkischen Kreises möchte im kommenden Jahr gut 2,8 Millionen Euro in die verschiedenen Kreisgebäude und in die Kreisstraßen investieren. Das schlug die Verwaltung den Mitgliedern des Bau- und Straßenausschusses in deren jüngster Sitzung vor. Insgesamt umfasst der Etat einen Zuschussbedarf in Höhe von knapp 18,7 Millionen Euro. Die Haushaltsansätze wurden einstimmig beschlossen.

Die Beratung der Ansätze war inhaltlich der einzige Tagesordnungspunkt der Sitzung. Den nutzten Vorsitzender Dieter Grafe (UWG) und Vertreter anderer Fraktionen zu grundsätzlichen Aus-sagen. „Den Kommunen, die jetzt eine Resolution zum Entwurf des Kreishaushaltes verfasst haben, muss man mal sagen, die Schuldigen für die knappe Finanzausstattung der Kreise sitzen in Berlin und in Düsseldorf“, machte Grafe den „Schwarzen Peter“ bei der Bundes- sowie Landesregierung aus.

Bernd Schildknecht stellte für die Sozialdemokraten fest: „Wir haben doch hier nur noch eine Mangelverwaltung. Es ist lediglich den Fachleuten hier im Haus zu verdanken, dass wir die Enden überhaupt noch zusammen bekommen.“ Und Hubertus Schulte-Filthaut (CDU) stieß mit seiner Bemerkung in dasselbe Horn: „Der vorliegende Entwurf ist der aktuellen Haushaltslage angepasst.“

Gebäudemanager Michael Brosch machte in seinen Haushaltvorschlägen deutlich, dass kein finanzieller Spielraum mehr für Sonderwünsche vorhanden ist, ganz im Gegenteil. Einige Baumaßnahmen mussten verschoben werden – beispielsweise beim Kreisstraßenbau. Gegenüber dem geplanten Ansatz im Haushaltsplanentwurf in Höhe von 1,4 Millionen Euro mussten 200.000 Euro gestrichen werden. Davon betroffen sind die Deckenerneuerungen im Zuge der K 04 bei Meinerzhagen-Hardenberg, die K 28 bei Affelner Mühle sowie die K 31 bei Neuenrade-Blintrop. Es ist beabsichtigt, die drei Maßnahmen 2016 nachzuholen.

Aber auch bei der baulichen Instandhaltung sowie der Installation neuer Technik musste das Gebäudemanagement Abstriche machen. Vom ursprünglichen Haushaltsansatz in Höhe von 2,696 Millionen Euro wurden 406.200 Euro gestrichen. Dennoch sind investive Maßnahmen im kommenden Jahr geplant – beispielsweise für einen verbesserten Sonnenschutz im Berufskolleg des Kreises an der Hansaallee in Iserlohn, die Errichtung eines Blockheizkraftwerks am Berufskolleg in Lüdenscheid, einen Wärmetauscher im Schwimmbad der Schule an der Höh in Lüdenscheid und ein Blockheizkraftwerk im Kreishaus Altena. Auch an den Kreisstraßen wird 2015 weiter gearbeitet – unter anderem bei der Brückenerneuerung in Meinerzhagen-Vorderhagen, am Hüttenweg in Neuenrade und der Ortsumgehung Balve-Garbeck.

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