Lüdenscheid. In rund 350 Bussen der Märkischen Verkehrsgesellschaft kann ab sofort komplett bargeldlos bezahlt werden. Möglich macht es eine Kooperation zwischen MVG und den Vereinigten Sparkassen im Märkischen Kreis.



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30.000 Euro Kleingeld

Rund 30.000 Euro, überwiegend in Münzgeld, sammeln die 350 Busse im Netz der MVG jeden Tag ein. Eine logistische Herausforderung. Um diese Menge an Kleingeld in Zukunft zu reduzieren oder gar zu ersetzen, hat die MVG in den vergangenen zwei Jahren gemeinsam mit den Vereinigten Sparkassen im Märkischen Kreis an der Einführung des neuen Systems „girogo“ gearbeitet.

An diesem Sensor wird die girogo-Karte angelegt. Foto: Parnemann
An diesem Sensor wird die girogo-Karte angelegt. Foto: Parnemann

Bargeldloses Bezahlen in 350 Bussen

EC-Karten mit diesem Symbol auf der Rückseite können den Service von girogo in Anspruch nehmen. Logo: girogo
EC-Karten mit diesem Symbol auf der Rückseite können den Service von girogo in Anspruch nehmen. Logo: girogo

Dabei soll „girogo“ den Bezahlvorgang in den rund 350 Bussen im Verkehrsnetz der MVG nahezu bargeldlos gestalten. Zum Zahlen benötigen die Fahrgäste dann nur noch ihre Sparkassenkarte. Vorausgesetzt, diese ist „girogo“ kompatibel. Um dann in Zukunft den Fahrschein bargeldlos bezahlen zu können, muss der Sparkassenkunde zuerst einen Betrag nach Wahl auf den „girogo“-Chip der eigenen EC-Karte buchen. Dies kann an den Geldautomaten der Sparkassen im MK erledigt werden. Anschließend ordert der Fahrgast in spe wie gewohnt seinen Fahrschein beim jeweiligen Busfahrer. Nun kommt das „girogo“-System zum Einsatz. Statt Bargeld, wird einfach die EC-Karte an einen Sensor am Fahrscheindrucker gehalten. Das Gerät bucht den Fahrpreis automatisch ab und gibt das Ticket aus.

Sicheres System

Nach Angaben von Sparkassenvorstand Markus Hacke, ist das System „absolut sicher“. Zwar wird zum Bezahlen weder eine PIN- noch TAN-Nummer benötigt, aber einen direkten Zugriff auf das Konto des Karteninhabers gibt es nicht. Beim Bezahlvorgang greift das System immer auf den hinterlegten „girogo“-Betrag zu. Zusätzlich ist immer nur die Bezahlung von einer einzigen Fahrkarte möglich. An dieser Stelle bremst die Sicherheit den Bezahlkomfort sogar aus. Denn wer mehr als einen Fahrschein benötigt, muss nun jeden Fahrschein einzeln bezahlen.

Thomas Meermann (Sparkasse) und Ralf Vedder (MVG) demonstrieren das neue System.
Thomas Meermann (Sparkasse) und Ralf Vedder (MVG) demonstrieren das neue System. Foto: Parnemann

Kleingeld-Probleme werden vermieden

Neben der Vermeidung von großen Kleingeldmengen, hat das Bezahlen mit „girogo“ noch weitere Vorteile. So werden zum Beispiel lange Schlangen am Einstieg schneller abgearbeitet, da niemand mehr nach dem passenden Kleingeld suchen muss. Zusätzlich erübrigt sich die Problematik mit großen Geldscheinen. Diese werden vom Fahrpersonal in den meisten Fällen nicht angenommen, da schlicht nicht genügend Wechselgeld zur Verfügung steht. Statt Wechselgeld gibt es dann meist einen Gutschein, der vom Fahrgast im nächsten Service-Center oder einer Vorverkaufsstelle gegen Bargeld eingetauscht werden muss.

Weitere Akzeptanzpunkte im Märkischen Kreis

Neben den rund 350 Bussen der MVG kann das Bargeldlose bezahlen mit „girogo“ auch an vielen anderen Punkten im Märksichen Kreis angewandt werden. Zum Beispiel im Supermarkt oder beim Bäcker. Welche Stellen diese Bezahlmethode akzeptieren, lässt sich auf www.girogo.de herausfinden. Die Sparkasse Lüdenscheid und auch die MVG informieren auf ihren Webseiten zudem sehr umfangreich über die neue Zahlungsmethode.

Infos der MVG // Infos der Sparkasse

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TACH! Herausgeber und Inhaber der Social Media und Digital-Agentur PARNEMANN MEDIA in Lüdenscheid. 30 Jahre alt und Visionär der Vision Lüdenscheid2020.

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