Präsentieren den Förderbescheid: Dirk Aengeneyndt, Dieter Roter Bürgermeister Dieter Dzewas, Harald Metzger und Tilo Deckert. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Die Breitbandversorgung im Stadtgebiet soll sich verbessern. In den nächsten Wochen beginnt die Telekom in Zusammenarbeit mit der Stadt Lüdenscheid mit der Optimierung in acht Ausbaugebieten. Außerdem sollen Versorgungslücken auf der Datenautobahn erfasst und wenn möglich geschlossen werden. Für entsprechende Planungs- und Beratungsleistungen hat Infrastrukturminister Alexander Dobrindt der Stadt Lüdenscheid 50.000 Euro zur Verfügung gestellt. Tilo Deckert, Projektleiter der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen für den Märkischen Kreis, hat den Förderbescheid in Berlin abgeholt und überreichte ihn jetzt Bürgermeister Dieter Dzewas.

Lüdenscheid ist übrigens nicht die einzige Kommune im Märkischen Kreis, die gefördert werden. Alle MK-Städte und –Gemeinden erhalten diesen Betrag aus dem Bundesförderprogramm. Ziel ist es, den Ausbau hochleistungsfähiger Breitbandnetze in unterversorgten Gebieten zu unterstützen, in denen in den kommenden drei Jahren kein privatwirtschaftlicher Netzausbau zu erwarten ist. Der unterstützte Ausbau erfolgt technologieneutral, um Bandbreiten von mindestens 50 Mbit/s (Upload und Download) bis 2018 bereitzustellen.

Zentraler Produktionsfaktor

Die Telekom rüstet in den nächsten Wochen und Monaten 100 Kabelverzweiger im Stadtgebiet auf. Sie werden durch leistungsfähigere Multifunktionsgehäuse ersetzt.
Die Telekom rüstet in den nächsten Wochen und Monaten 100 Kabelverzweiger im Stadtgebiet auf. Sie werden durch leistungsfähigere Multifunktionsgehäuse ersetzt.

„Bei den Planungen für unsere Wohn- und Gewerbegebiete hat die Telekommunikation in der Vergangenheit eine eher untergeordnete Rolle gespielt“, sagte Bürgermeister Dieter Dzewas. Ein Telefonanschluss habe meist gereicht. Aber: „Durch den rasenden technischen Fortschritt hat sich Telekommunikation bis heute zu einem zentralen Produktionsfaktor entwickelt.“ Vor diesem Hintergrund sei die Förderung des Bundes ein wichtiger Beitrag zur flächendeckenden Versorgung mit schnellem Internet. Damit hapere es eben in den Rand- und Außenbereichen der Stadt, räumte der Rathauschef ein.

Bald doppelte Datenmenge im Kupferkabel

Die Telekom will in Zusammenarbeit mit der Stadt Abhilfe schaffen. In acht Ausbaugebieten sollen in den nächsten Wochen und Monaten rund 100 Kabelverzweiger gegen leistungsfähigere Multifunktionsgehäuse ausgetauscht werden. Dann können die Kupferkabel im sogenannten Vectoring-Verfahren die doppelte Datenmenge durchsetzen. Haken bei der Sache: „Nach ungefähr 800 Meter Kabellänge nimmt dieser Effekt ab“, erläuterte Dieter Rotter, Fachdienstleiter vom Bauservice der Stadt.

Die Stadt sei ständig mit den drei Anbietern Telekom, Unitymedia und Telemark im Gespräch, zum Verbesserungen zu bewirken, versicherte der Bürgermeister. Er rechnet allerdings damit, dass der gewünschte Versorgungsstandard nicht überall zu erreichen es. „Es gibt eben Bereiche, in denen die Anbieter nicht wirtschaftlich arbeiten können.“ Ein Beispiel sei der Vogelberg. Hier werde es wohl bei einer Art „digitaler Spaltung“ bleiben, befürchtet Wirtschaftsförderer Dirk Aengeneyndt.

 

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