Stellvertretender Verbandsvorsteher Thomas Gemke, Bürgermeister Dieter Dzewas und Mitglieder des Bau- und Verkehrsausschusses trafen sich am Bahnhof Brügge zum symbolischen Spatenstich. Foto: Wolfgang Teipel

Brügge. Wer den öffentlichen Nahverkehr nutzt, will Qualität. „Er braucht nicht nur Busse und Züge, sondern attraktive Umsteigemöglichkeiten in einem vernünftigen Umfeld“, sagt Landrat Thomas Gemke in seiner Eigenschaft als stellvertretender Vorsteher des Nahverkehrsverbandes Westfalen-Lippe (NWL). Diesen Ansprüchen soll der neue Verknüpfungspunkt am Bahnhof Brügge künftig genügen. Am Montag traf sich Thomas Gemke mit Bürgermeister Dieter Dzewas und Mitgliedern des Bau- und Verkehrsausschusses zum symbolischen ersten Spatenstich.

Wichtig für die Mobilität in der Region

„Der Übergang besitzt große Bedeutung für die Mobilität in der Region“, unterstrich der Lüdenscheider Rathaus-Chef.  Zugfahrten von hier aus ins benachbarte Rheinland seien schon bald keine Zukunftsmusik. Ab Dezember 2017 sollen die Wagen rollen. Dieter Dzewas setzt darauf, dass die Verbindung keine Einbahnstraße von Brügge in den Kölner Raum sein wird. „Ich hoffe, dass sie unter anderem auch von Berufstätigen zum Ein- und Auspendeln genutzt wird.“

Kosten betragen 1,6 Mio. Euro

Der Neubau des ÖPNV-Verknüpfungspunktes ist Teil eines Gesamtkonzeptes zur Umgestaltung des Bahnhofs Brügge und seines Umfeldes. Die Fördermaßnahme kostet unter dem Strich rund 1,6 Millionen Euro. Sie umfasst den Bau einer Park&Ride- sowie die Errichtung einer Bike&Ride-Anlage, die Umgestaltung des Busbahnhofs und der Warteflächen.

Vier Wartehallen und WC-Anlage

Die Busspur verläuft parallel zu den Gleisen. Gegenüber werden die 84 Stellplätze gebaut. Foto: Wolfgang Teipel

Der Busbahnhof Brügge wird derzeit von sechs Buslinien angefahren. Noch entspricht die Haltestellenanlage nicht den Erfordernissen einer modernen Umsteigeanlage. Zudem ist die nicht barrierefrei. Der neue Busbahnhof sieht einen ebenerdigen Umsteigeplatz für vier Busse vor. Die Haltestellen können künftig parallel zu den Gleisen verlaufend angefahren werden. So werden die Umsteigewege verkürzt. Im Einfahrtsbereich des Busbahnhofs sind zwei Busbereitstellungs- bzw. Warteplätze vorgesehen. Zur Ausstattung gehören als Wetterschutz vier große Buswartehallen und eine Fahrgastinformationsanzeige. Dazu kommt eine WC-Anlage. Weiter werden 84 Stellplätze und zwei Behindertenparkplätze gebaut. Außerdem sind Abstellmöglichkeiten für 16 Fahrräder vorgesehen.

Insgesamt erstrecken sich die Busbahnhofsanlage und die Park- und Fahrradanlage auf einer Fläche von 4550 Quadratmetern, mit einer Länge von 130 Metern und einer Breite von 35 Metern. Foto: Wolfgang Teipel

„Die Fördergelder für Lüdenscheid sind gut angelegt“, sagte Stellvertretender Verbandsvorsteher Thomas Gemke am Montag. Sie sicherten der Region wichtige Verbindungen im öffentlichen Nahverkehr. „Da dürfen wir uns nicht abhängen lassen.“ Er hoffe, dass diejenigen, die nach mehr Qualität im ÖPNV riefen, künftig die verbesserten Möglichkeiten nutzten.

 

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