In Meinerzhagen startete der Promi-Tross. Viele gingen erst später auf die Strecke. Foto: Rüdiger Kahlke

Volmetal. Grauer Himmel, aber entspannte Atmosphäre gegen 11 Uhr am Start in Meinerzhagen. Fröhliche Gesichter. Nach Grußworten auf dem Lidl-Parkplatz strampelte der Promi-Tross mit einigen Begleitern los. Gut eine Stunde später, wir passierten gerade die Freie Schule in Erlen, lachte auch die Sonne. Der 3. autofreie Sonntag im Volmetal war gerettet.

Staatssekretär verlässlicher Wetterprophet

Noch vor dem Start hatte es besorgte Blicke gen Himmel gegeben. Wieder Regen zum Mega-Event im Volmetal? Staatssekretär im NRW-Verkehrsministerium Horst Becker bilanzierte schon vor dem Start: „Die letzten Jahre war noch schlechteres Wetter.“ Er sollte recht behalten. Gute Laue – gutes Wetter. Tausende freuten sich darüber. Die Standbetreiber offenbar auch. Gegen 15 Uhr fragten in Meinerzhagen schon einige nach: „Wo gibt es denn noch was zu essen?“. Die Bestände waren da teilweise schon geschrumpft. Wer einen „süßen Zahn“ hatte, hatte allerdings noch etwas Auswahl.

Region zeigt ihre Stärken

Die Region präsentierte sich auch mit eigenen Produkten. Foto: Rüdiger Kahlke
Die Region präsentierte sich auch mit eigenen Produkten.
Foto: Rüdiger Kahlke

Das Angebot auf den 22 Kilometern Strecke war vielfältig. Firmen, Vereine, Organisationen hatten Info- und Verpflegungsstände aufgebaut. Überalle gab es Möglichkeiten, Rast zu machen, Spezialitäten zu probieren. Die Region zeigte sich nicht nur von ihrer schönsten Seite, auch regionale Produkte konnten verkostet werden. Allen voran Rönsahler Landbier. Aber auch Hamburger aus heimischem Wildbret.

Sehen, informieren, ausprobieren, vor allem Spaß haben. Darum ging es den Besuchern, darunter vielen Auswärtigen, beim autofreien Sonntag. Mark-E hatte sich darauf eingestellt und und E-Bikes in Meinerzhagen konzentriert. Viele nutzten die Möglichkeit, das Radeln mit Motor zu testen. Das Team um Dirk Kattwinkel schaffte angesichts der Nachfrage noch zusätzlich ein Rad ran, damit auch Damen, die mit den großen Herrenrahmen Probleme hatten, die Tour durchs Volmetal genießen konnten. Spaß machte auch die Testfahrt mit dem Segway durch einen Parcours am Mark-E-Stand. „Bleiben Sie bitte hier“, musste Kattwinkel einen Tester „zurückpfeifen“. Der wollte doch nur „mal die 25 Stundenkilometer ausprobieren“, die das Gerät drauf hat.

„Unser Lünsche“ in Hieroglyphen

Fady Salam am Stand des Flüchtlings-Arbeitskreises schrieb auch „Unser Lünsche“ in Hieroglyphen. Foto: Rüdiger Kahlke

Die Flüchtlingsarbeitskreise aus Meinerzhagen und Kierspe boten Hilfe bei Pannen an. „Wir haben gut zu tun“, bilanzierte Hennig Christiansen von den „Kümmerlingen“ in Kierspe am frühen Nachmittag. Oft fehlte es an Luft in den Reifen oder die Schaltung hakte. Fady Salama aus Ägypten bot am Stand in Meinerzhagen an, den eigenen Namen auf hieroglyphisch zu schreiben. Auch „Unser Lüsche“ setzte er in die Bildsprache um.

Gäste aus dem Elbe-Elster-Kreis, Partnerkreis des Märkischen Kreises, warben in Meinerzhagen für ihre Region und punkteten mit der Nähe zu Berlin und Dresden „falls es mal einen Regentag gibt“.  Der BUND stellte seine Arbeit in Bollwerk vor. Eine riesige Wildkatze machte auf den Stand aufmerksam.

Engagement vieler Helfer

Landrat Thomas Gemke hatte schon bei der Begrüßung ein positives Fazit gezogen. Die Teilnehmerzahl zeige , dass die Aktion autofreies Volmetal bereits beim dritten Mal fest im Bewusstsein der Bürger verwurzelt ist. Und Staatssekretär Horst Becker fand „klasse, was sie hier machen. Weiter so.“ Das war denn auch der Tenor unter den Teilnehmern, die die B 54 rauf und runter radelten, joggen oder mit Skates abfuhren. Möglich wurde der 3. autofreie Sonntag nur durch das Engagement vieler Helferinnen und Helfer, die für Sicherheit sorgten, Absperrungen einrichteten und überwachten oder dafür sorgten, dass Grills qualmten, Waffeln gebacken und Getränke gereicht werden konnten.

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