Massen von Zweirädern, Fußgängern, Kinderwagen und Skatern auf der B54 (hier in Brügge). Foto: Wolfgang Teipel

Märkischer Kreis. (pmk/wolf). Das war ein Start nach Maß für das Autofreie Volmetal. Bei strahlendem Sonnenschein ging der Tross der Radler, angeführt von Landrat Thomas Gemke, von Meinerzhagen aus auf die 21 Kilometer lange Strecke der für den Autoverkehr gesperrten Bundesstraße 54 bis Schalksmühle. Schätzungen gehen von rund 20.000 Besuchern aus. Bereits gegen 15 Uhr meldete der Märkische Kreis 17.500 Teilnehmer. Autofrei war am 9. Juli in.



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Start in Meinerzhagen: Kreisdirektorn Barbara Dienstel-Kümper gibt die Strecke frei. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

21 Kilometer lange Strecke

Die Radler konnten es am Vormittag kaum erwarten. Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper musste den Tross der Fahrradfahrer am offiziellen Startpunkt in Meinerzhagen zurückhalten. Die 21 Kilometer lange Strecke war noch nicht freigegeben. Sicherheit geht eben vor. Erst pünktlich um 11 Uhr wurden die Radler, Spaziergänger, Skater und Walker auf die Bundesstraße 54 gelassen, nachdem über Funk das Okay von der Polizei gekommen war.

Halvers Bürgermeister Michael Brosch und seine rollende Bürgersprechstunde in einer Rikscha. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

Landrat Thomas Gemke konnte schon zur offiziellen Begrüßung der inzwischen vierten Auflage auf dem Lidl-Parkplatz in Meinerzhagen mehrere Hundert Schaulustige willkommen heißen. Darunter die Bürgermeister der Volmetalgemeinden, Land- und Kreistagsabgeordnete, Vertreter von Vereinen, Parteien und Verbänden.

PS-Boliden und Pedalritter. Foto: Wolfgang Teipel

„Irgendwann muss es uns doch mal gelingen, die 21 Kilometer zu fahren, ohne nass zu werden“, wünschte Gemke allen aktiven Radlern und den vielen Helfern an den Ständen zwischen Schalksmühle und Meinerzhagen einen „sonnigen Tag“. Rund 120 Vereine und Organisationen präsentieren sich entlang der Bundestraße.

Gäste aus Frankreich

Jede Menge Stände an der B 54. Foto: Wolfgang Teipel

Meinerzhagens Bürgermeister Jan Nesselrath wünschte den Teilnehmern auf und entlang der Strecke „einen schönen Tag im Freien.“ Darunter auch einige Gäste aus Meinerzhagens französischer Partnerstadt St. Cyr sur Loire. Der Rathaus-Chef dankte auch stellvertretend für die Bürgermeister der Anrainer-Kommunen den vielen Helferinnen und Helfern, die diese Großveranstaltung erst möglich machen. Weit über 400 waren rund um die Veranstaltung „Autofreies Volmetal“ im Einsatz.

Schweißtropfen beim RAAM-Team 2019

Der Wunsch von Landrat Thomas Gemke ging in Erfüllung. Bis zum Ende Der Veranstaltung fiel kein einziger Regentropfen. Allenfalls Schweißtropfen waren angesagt. Davon konnte das RAAM-Team 2019 ein Liedchen singen. Die vier Radsportler, die in zwei Jahren am 4800 Kilometer langen Renne quer durch Amerika teilnehmen werden, kutschierten publikumswirksam Interessenten in einer Rikscha über die Strecke. Nahezu ununterbrochen saßen die Sportler im Sattel.

Autofrei und tausende von PS

Der Halveraner Bürgermeister Michael Brosch nutzte den Rikscha-Service als rollende Bürgersprechstunde. Er ließ sich von der Eröffnungsveranstaltung zum Stand der Oberbrügger Sänger karren – eine gute Gelegenheit, die Meinerzhagener Rikscha-Initiative zu unterstützen, die mithilfe des RAAM-Teams 2019 Geld für Hospizarbeit sammelte.

Eine Rast im Biergarten – einfach verlockend. Foto: Wolfgang Teipel

Autofrei und tausende von PS – wie geht das zusammen. PS-starke Boliden waren der Publikumsmagnet an der Aral-Station Brügge. Ferrari, Porsche, McLaren, Boliden von Mercedes und anderer Fabrikate ließen viele staunen, die lediglich mit Muskelkraft unterwegs waren.

Wehen pünktlich zum Start

Der große Familiensonntag auf der verkehrsfreien B 54 hat offenbar auch ganz spezielle Fans: Wie der Märkische Kreis mitteilt, setzten bei einer werdenden Mutter in Schalksmühle pünktlich zum Start der Veranstaltung um 11 Uhr die Wehen ein. Sie wurde mit dem Rettungswagen unter Polizeibegleitung in ein Hagener Krankenhaus gebracht.

180 Einsatzkräfte sorgen für Sicherheit

Organisation: Insgesamt waren die Hilfsorganisationen mit knapp 180 Einsatzkräften auf der Strecke. 36 vom Rettungsdienst, 62 vom Technischen Hilfswerk, 33 von der Polizei und dem Sicherheitsdienst. Im Meinerzhagener Rathaus versammelte sich ein 30-köpfiger Einsatzstab unter der Leitung des stellv. Kreisbrandmeisters Michael Kling. Im Lüdenscheider Kreishaus waren zusätzlich 18 Personen vorsorglich in Bereitschaft. Bis Mittag waren dem Einsatzstab im Meinerzhagener Rathaus einige wenige leichte Stürze gemeldet. Hautabschürfungen waren die Folge.

 

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