Märkischer Kreis. Acht Schulen aus dem Märkischen Kreis erhalten am Freitag, 8. Mai, das Zertifikat „Schule der Zukunft“. Sie werden ausgezeichnet für ihre erfolgreiche Teilnahme an der Landeskampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“. Sie alle erhalten im Rahmen einer festlichen Auszeichnungsfeier von Landrat Thomas Gemke, Annette Meyer von der Bezirksregierung Arnsberg und von Christian Eikmeier vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz Urkunde, Hausschild und Fahne über die erreichte Zertifizierung. Damit können sich die Schulen künftig in der Öffentlichkeit mit dem Gütesiegel „Schule der Zukunft“ präsentieren. Das Engagement erhält so öffentliche Anerkennung, der Austausch untereinander wird gefördert und das Profil gestärkt.

Die acht Schulen haben in den vergangenen drei Jahren Projekte im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung erarbeitet und in Unterricht und Schulalltag umgesetzt. Die Ergebnisse stellen sie beim Markt der Möglichkeiten während der Feier vor.

Die Landeskampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ ist eines der fünf Leitprojekte der nordrhein-westfälischen Landesregierung zur Umsetzung der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005 – 2014“, die die Prinzipien nachhaltiger Entwicklung weltweit in die nationalen Bildungssysteme integrieren möchte.

Folgende Schulen werden ausgezeichnet:
Schule Am Drescheider Berg, Altena: Hier geht es um das Projekt E.R.B.S.E.N. = Ernährung Rückenschule Bewegung Schülerfirma mit Engagement Natur entdecken Das Projekt wird fortgesetzt und durch „Die Natur entdecken“, erweitert. Kräuter, Blumen, Gräser und Früchte in der heimischen Natur erkennen, bestimmen und nutzen. Die Schüler können Tees, Bonbons, Badezusätze, Marmeladen und vieles mehr zubereiten. Alte Hausmittel werden neu entdeckt und ausprobiert.

Hans-Prinzhorn-Realschule, Hemer: Mit der Anlage und Pflege einer Friedenstaube im Rahmen der Landesgartenschau und der Gestaltung und Durchführung von Gedenkstunden haben die Schüler Zeichen gegen das Vergessen gesetzt. Die Anlage und Betreuung einer Benjeshecke ist ein Zeichen für machbaren Naturschutz. Zudem erhalten die Schüler die Möglichkeit, die Biologie dieser Hecke kennen zu lernen. Im Zeichen der naturnahen Gestaltung des Schulgeländes stehen unterschiedliche Projekte (Weidenobjekte, Beete, Samenbomben, Schulgarten).

Märkisches Gymnasium Iserlohn: „Werte – was bedeuten uns eigentlich Werte“? Unter diesem Motto haben die Schülerinnen und Schüler der Stufe 10 in den Jahren 2013 und 2014 zahlreiche Projekte durchgeführt und der Öffentlichkeit vorgestellt. Zusätzlich wurde 2013 ein noch größeres Schulprojekt gestartet, die Aufführung der Schüleroper „Das Geheimnis der schwarzen Spinne“ im Dortmunder Opernhaus. Der WDR hat am 1. Juli 2014 dazu eine Fernsehsendung in der Lokalzeit ausgestrahlt.

Städtische Gesamtschule Iserlohn: Im Kampagnenzeitraum lag ein Schwerpunkt der Aktivitäten im Bereich der Netzwerkarbeit. Im Rahmen der initiative iserlohn hat die Gesamtschule sich an der Gestaltung und Durchführung von zwei Kreativwettbewerben zum Klimaschutz beteiligt. Im Bereich „Gesunde Schule“ wurden Fortbildungen zur Lehrergesundheit durchgeführt, ein Ruhe- und ein Kraftraum eingerichtet, die SuS betreiben eine eigene fair-trade-Firma.

Friedensschule Lüdenscheid: Friedensschule hält weiter an der Bildung für Nachhaltigkeit fest Sie arbeitete beständig an den im Schulprogramm verankerten Zielen. Die umweltgerechte Abfallentsorgung durch Mülltrennung und Recycling wurde in allen Klassen praktiziert. Zudem liegt den Schülern die Schulhofgestaltung am Herzen.

Astrid-Lindgren-Schule, Lüdenscheid: Gesundheitsförderung und Prävention Gesund, stark und selbstbewusst – so sollen Kinder aufwachsen. Dabei unterstützt sie Klasse 2000, das Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltvorbeugung. Mit Klasse2000 erfahren die Kinder, was sie selbst tun können, damit es ihnen gut geht und sie sich wohlfühlen.

Das gertrud-Bäumer-Kolleg beschäftigte sich mit Umwelt- und Ressourcenschutz.
Das Gertrud-Bäumer-Kolleg beschäftigte sich mit Umwelt- und Ressourcenschutz.

Gertrud-Bäumer-Berufskolleg, Lüdenscheid: Die 50:50 AG ist eine Arbeitsgemeinschaft, die interessierten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bietet, sich den Themenfeldern des Ressourcen- und Umweltschutzes, ergänzt um den Bereich Ernährung und zu nähern und diese unter alltags- sowie berufsrelevanten Aspekten zu erkunden.

Städtische Gesamtschule Menden: Die AG „Globales Lernen“ der Gesamtschule Menden in Kooperation mit der VHS Menden bildet einen Einstieg in den Themenkomplex „Bildung zur Nachhaltigkeit.“ Unter dem Motto „Erleben mit allen Sinnen“ erforschten die Schüler diverse europäische und außereuropäische Kulturen und Religionen.

Netzwerk/e initiative Iserlohn, Lüdenscheid: Diese Initiative hat es sich zur Aufgabe gemacht, Schulen sowie Kinder- und Jugendeinrichtungen in ihrer Arbeit zu unterstützen. Dabei geht es um den Klimawandel, seine Ursachen, Folgen und Handlungsmöglichkeiten.

 

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