Die Band "Portmeirion" unter der Leitung von Markus Scheidtweiler hielt, was sie versprach und spielte ein grandioses Konzert im ausverkauften Bühnensaal des Lüdenscheider Kulturhauses. Fotos: Daniel Scharf

Lüdenscheid. Ausverkauft war am Sonntagabend der Bühnensaal des Kulturhaus Lüdenscheid. Zu Recht, wie sich spätestens nach den ersten Klängen des Konzertes der Band „Portmeirion“ herausstellte. Die „Folkpack“-Hausband mit Bandleader Markus Scheidtweiler an der Spitze zeigte, dass sie auch nach zwei Jahren Pause nichts von ihrer Virtuosität verloren hat. Diese außergewöhnlichen Konzertreihe, die der Kulturverein „KALLE e.V.“ gemeinsam mit dem Kulturhaus schon seit Jahren veranstaltet, verfügt über eine sehr treue und stetig wachsende Fangemeinde, die auch diesmal spürbar dem Konzert entgegenfieberte. 20 Prozent mehr verkaufte Karten als vor zwei Jahren sprechen eben auch eine eindeutige Sprache.

Ungewöhnliche Wege

Bandleader und Gründer der Band, Markus Scheidtweiler, führte durchs Programm.

Abwechslungsreich und mit einer großen Prise Humor moderierte Markus Scheidtweiler durch das Programm. Seit mehr als zwanzig Jahren begeistern er und seine Musiker nunmehr ihr Publikum mit immer neuen Reisen quer durch ihre so ganz eigenständig ausgewählten und interpretierten „Perlen“ anglo-amerikanischer Songwriter-Kunst.

In die sich an diesem Abend auch heiße Rhythmen des Balkans sowie Reggae- und Funk-Elemente mischten. „Portmeirion“ machten ihrem Namen alle Ehre. Sie haben niemals Angst, ungewöhnliche Wege zu gehen und begannen diesen Abenden mit einer Ballade von Rhiannon Giddens (Angels City) ganz ruhig, um sich dann kontinuierlich und sehr rasant von Songs zu Song zu steigern. Viele neue Songs z.B. „Michigan“ von den Milk Carton Boys oder „Fading Fast“ von Iain Matthews, wechselten sich ab mit altbekannten Songs wie „Get Lucky“ von Mark Knopfler oder „Time“ von Tom Waits.

Große Stimmen

Große Stimmen. Barbara Scheidtweiler hier mit Volker Becker.

Wunderbar der bis zu fünfstimmige Gesang der Band, in dem Barbara Scheidtweiler als einziges „Mädchen“ mit ihrer Stimmfarbe, die an Joan Baez erinnert, den Ton angab. Barbara Scheidtweiler besitzt jedoch nicht nur eine ähnlich große Stimme, sondern versteht diese auch mit mindestens genausoviel Anmut und Charme wie das große Vorbild, direkt in die Herzen der Zuschauer zu transplantieren.

Unverwechselbar

Bereicherung: Niko Förster an der Trompete.

Überhaupt verknüpften Barbara Scheidtweiler (Gesang, Gitarre, Ukulele), Sibbi Zborowski (Akkordeon, Klavier), Markus Scheidtweiler (Gitarren, Banjo, Mandoline), Rainer Wilkes (Kontrabass und E-Bass) und Mirko Wohlfahrt (Drums, Percussion) als Vollblutmusiker auf charmante Art, Überliefertes und Zeitgenössisches zu eben dieser ganz eigenen, unverwechselbaren und mitreißenden Musik, die diese Band ausmacht. Und die ihr auch nach 20 Jahren immer neue Fans garantiert.

Musikalischer Höhepunkt

Familiär wurde es bei „Keep on the sunny side“.

Zu dem Traditional „Soldier, Soldier“ holte man Niko Förster auf die Bühne, der – diesmal mit einer Trompete ausgerüstet – dem Stück einen ganz besonderen und einzigartigen „Drive“ gab. Und auch sonst perfekt in die Band passte. Dass er außer fast jedem beliebigen Instrument spielen auch noch singen kann, bewies er spätestens beim musikalischen Höhepunkt des Konzertes, dem Song „Nantes“ der Gruppe „Beirut“.

Keep on the sunny side

Volker Becker passte gut in die Band.

Hier holte man sich zudem als zusätzliche Bereicherung den Sänger und Gitarristen Volker Becker auf die Bühne, der bis dahin ganz bescheiden im Publikum gesessen hatte. Zum abschließenden mit dem Publikum gemeinsam gesungenen „Keep on the sunny side“, setzte sich die Gruppe geschlossen an den Bühnenrand und war so sehr mittendrin, dass man sich als Zuhörer als echter Teil der Band fühlen durfte.

Verdient: Standing Ovations

Mit „Standing Ovations“ verabschiedeten die Fans ihre Band sehr ungern und erst nach der dritten Zugabe.

„Standing Ovations“ waren der verdiente Lohn eines gelungenen und sehr kurzweiligen Konzertes, das fast wie im Fluge verging und der Hoffnung Anlass gab, dass die vielen Fans von „Portmeirion“ nicht wieder zwei Jahre auf das nächste Konzert ihrer Band warten müssen.

Der Verein „Kalle e.V.“ lädt im Rahmen seiner „Folkpack“-Reihe bereits jetzt zu seinem nächsten Highlight ein.

Am 24. September werden dann die fünf Musikerinnen von „Daphne´s Flight“ im Lüdenscheider „Kulturtempel“ zu hören sein. Freuen darf man sich auf einige der besten Singer-/Songwriterinnen Englands, die bei ihrem einzigen Deutschlandkonzert während ihrer Europa-Tournee, dann mit fünfstimmigem Harmoniegesang das Kulturhaus rocken werden! Für mehr Informationen: www.folkpack.de

 

 

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