Wünsche
Auf den Oll Ups sind die Gesichter von 16 jungen Menschen aus neun Nationen zu sehen, daneben jeweils ein Zitat. foto: Wolfgang Teipel

Halver. Familie, Arbeit, Gesundheit, Ausbildung: Die Wünsche der Jugendlichen aus der Jahrgangsstufe 8 des Halveraner Anne-Frank-Gymnasiums unterscheiden sich offenbar kaum von den Wünschen Jugendlicher aus aller Welt. Sie besuchten am Dienstag eine von der Projektgruppe „Hand in Hand“ (Evangelische Studierendengemeinde Siegen) konzipierte Roll Up-Ausstellung im Rathaus. Zentrales Thema: Welche Wünsche haben junge Menschen für ihre Zukunft?



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Michael Brosch: Aus Wünschen werden Ziele

„Aus Wünschen werden Ziele“, sagte Bürgermeister Michael Brosch, bevor die jungen Leute kleine weiße Kugeln in die im Ratssaal aufgestellten Voting-Boxen warfen. Deshalb sei es wichtig, sich über seine Wünsche klar zu werden. Die Ausstellung ist noch bis zum 28. April zu sehen. Sie ist von Meinerzhagen, Kierspe und Schalksmühle nach Halver gewandert.

Alle haben die gleichen Alltagsprobleme

Im Rahmen der internationalen Woche gegen Rassismus, thematisiert die Ausstellung Vorurteile. Gleichzeitig demonstriert sie, wie alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft die gleichen Alltagsprobleme beschäftigen. Die Ausstellung zeigt einerseits die Gesichter von jungen Erwachsenen unterschiedlicher Herkunft, die in Deutschland leben. Am Ende werden die Besucher der Ausstellung zu einer Umfrage aufgefordert, welche Wünsche sie an erster Stelle setzen.

Mit Hilfe kleiner weißer Kugeln und den Voting-Boxen im Ratssaal äußersten die Jugendlichen ihre drei wichtigsten Wünsche für die Zukunft. Foto: Wolfgang Teipel

Dazu zählen Begriffe, wie „Familie“, „Arbeit“, „Reisen“, „Geld“ u.a. Dazu nutzen die Besucher eine „Voting-Box“ – mit kleinen Kugeln stimmen sie ab, welche Begriffe ihnen am wichtigsten sind. Aufgelöst wird am Schluss, wie viele Stimmen die Begriffe von den Personen bekommen haben, die ausgestellt werden. In der Regel gibt es ähnliche Ergebnisse.

„Ich wünsche mir, dass Menschen mehr über die Konsequenzen ihres eigenen Konsumverhaltens und ihrer Bequemlichkeit nachdenken.“

An erster Stelle an Wünschen steht „Familie“, danach folgen „Ausbildung/Arbeit“ und „Gesundheit“. Mit Abstand folgen dann „Eigentum“, „Reisen“, sowie „eine friedlichere Welt“. Ganz unten auf der Skala stehen „bessere Politik“, „mehr Geld“, „bessere Bildung“ sowie „Klima- und Umweltschutz“.

Von Studierenden und jungen Geflüchteten konzipiert

Die Ausstellung wurde von Studierenden und jungen geflüchteten Erwachsenen an der Universität Siegen konzipiert. Gefördert wurde sie von der Stadt Siegen sowie dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Entstanden war die Idee, die Wanderausstellung zu nutzen, als diese im letzten Jahr von der evangelischen Studentengemeinde der Uni Siegen im Facharbeitskreis der Offenen Kinder- und Jugendarbeit im Märkischen Kreis vorgestellt worden ist.

Die Jugendförderung des Märkischen Kreises hat die Ausleihe für dieses Jahr organisiert. Institutionen, die die Ausstellung nutzen möchten, können sich an Manuela Behle, Märkischer Kreis, Tel. 02351/966-6608 wenden. Sie vermittelt an die Ansprechpartner der Uni Siegen.

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