Fritz Schmidt und David Babin zeigen Bilder aus den Malworkshops. Sabine Kramer präsentiert ihr Werk, das am 15. November versteigert werden soll.

Kierspe. Lichtblicke im von der UNSCO ausgerufenen Internationalen Jahr des Lichts 2015: Der Kiersper Verein „Menschen helfen“ hat mit Sabine Cramer und Christophe Bossu zwei Kiersper Künstler mit Flüchtlingen aus Syrien, Eritrea, Ghana und dem Irak zusammengebracht. In drei Workshops sind dabei Bilder zum Thema „ „Lichtblicke, Rays of Hope, Lueurs d’espoir “ entstanden. „ Bilder voller Fantasie und Sehnsucht“, sagt Fritz Schmid, Vorsitzender des Kiersper Vereins „Menschen helfen“.

Ganz besondere Erfahrung

Auch Wochen nach den Malworkshops zeigt sich Sabine Kramer noch stark beeindruckt. „Das war für mich eine ganz besondere Erfahrung.“ Für die Menschen, von denen die meisten keine gemeinsame Sprache treffen, wurde die Malerei zum gemeinsamen Ausdrucksmittel.

Ausstellung am 15. und 22. November

Die Bilder werden am Sonntag, 15. November (14 bis 19 Uhr) und am Sonntag, 22. November (14 bis 19 Uhr) im Kreativzentrum an der Kölner Straße 65 gezeigt. Dazu kommen Werke heimischer Künstler. Mit dabei sind neben Sabine Kramer und Christophe Bossu Ilka Albrecht (Fotografie), Silvia Baukloh (Skulpturen) und Annette Gonserowski (Lyrik). Um 15 Uhr wird zu einer Führung durch die Ausstellung eingeladen.

Albaner Ilir Mammuthai spielt Akkordeon

Musik kommt von einem albanischen Musiker. Ilir Mammuthai singt und spielt albanische Folklore auf dem Akkordeon. Ab 16.30 Uhr wird ein Bild versteigert, das Sabine Kramer für die Ausstellung gemalt hat. Es heißt „Lichtblicke“. Der Erlös fließt an den Verein „Menschen helfen“.

Vortrag zur Zuwanderungpolitik

Am 22. November lädt der Verein während der Ausstellung um 16.30 Uhr zu einem Vortrag ein. Birgit Ladwig-Tils, Mitglied im Rednerdienst der EU-Kommission, spricht zum Thema „Wie lässt sich eine neue Zuwanderungspolitik in Europa installieren?“ Die Zuwanderungspolitik oder Migration ist eine der zehn Prioritäten der neuen EU-Kommission für die nächsten fünf Jahre. Kommissionspräsident Juncker hat als ersten Schritt einen eigens für Migration zuständigen Kommissar ernannt. Aber dabei sollte es nicht bleiben. Wie gehen wir zukünftig mit legaler und illegaler Zuwanderung um? Gibt es ein einheitliches Vorgehen der 28 EU-Staaten? Welche Maßnahmen sind angedacht? In welche Richtung weisen sie? In dem Vortrag soll der momentane Stand der europäischen Politik im Bereich Migration aufgezeigt, sowie Fragen zu den Möglichkeiten und Grenzen einer „neuen Zuwanderungspolitik in Europa“ nachgegangen werden.

Neue Blickrichtungen entdecken

Die Workshops im Sommer und die beiden Ausstellungstage sollen dazu beitragen, neue Blickrichtungen zu entdecken. „Für uns ist die Aktion auch eine große Chance, Kiersper Neubürger mit etablierten Künstlern und eingesessenen Kierspern in Kontakt zu bringen“, sagt Fritz Schmid. Dieser Aufgabe widmet sich der Verein mit dem Einrichtungen von Wohnungen, mit Betreuung, Deutschunterricht, einer Fahrradwerkstatt, Hilfe bei den Behörden und vielem mehr.

Integrative künstlerische Zusammenarbeit erweitert

Bei einem ersten Kulturtreffen im vergangenen Jahr für neue und alte Bürger im Kreativzentrum Kierspe und dem gemeinsamen Auftritt der heimischen Jazz-Gruppe „Stressless“ und der Musiker Yazdashar Mahmmud und Dalil Muhamed aus Syrien wurdet die Idee geboren, diese integrative künstlerische Zusammenarbeit zu erweitern.

Die Aktivitäten im Kreativzentrum werden vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen und der Region „Oben an der Volme“ unterstützt.

 

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