Ausgangspunkt der Bergtour ist die Versetalsperre in Lüdenscheid, Luftbild: Hermey/Märkischer Kreis

Märkischer Kreis. Bernd Strotkemper gehört zu den Planern des „Radnetz Südwestfalen“, an dem fünf Kreise und 59 Kommunen beteiligt waren. In den letzten fünf Jahren wurde hier das Projekt „Radeln nach Zahlen“ entwickelt. Dafür wurde das Radnetz in Waben unterteilt und die Knotenpunkte durchnummeriert. Infotafeln zeigen regelmäßig den aktuellen Standort und die Zahl des nächstgelegenen Knotenpunktes an. Man muss sich also nur noch die Zahlen merken und der Beschilderung folgen.

577 Kilometer Radwege neu beschildert

Insgesamt 141.000 Euro wurden im Märkischen Kreis für die Planungen, Wegweiser und Hinweistafeln sowie für die Beteiligung an der „Radwerkstatt Sauerland – Siegerland-Wittgenstein“ ausgeben. Etwa die Hälfte der Gelder sind Fördermittel des Landes NRW. Allein im Märkischen galt es, 577 Kilometer Radwege neu zu beschildern.

Aus der Vielzahl der Kombinationsmöglichkeiten hat der Märkische Kreis sieben Radroutenempfehlungen zusammengestellt, die als Flyer erhältlich sind oder im Internet unter www.mk-tourismus.de heruntergeladen werden können.

Bergroute beginnt am Wanderparkplatz der Versetalsperre

Die Bergroute rund um Herscheid beginnt am Wanderparkplatz der Versetalsperre beim Knotenpunkt 10. Sie verläuft ausschließlich auf befestigten Wegen und Straßen. Daher ist sie auch für Rennradfahrer geeignet. Etwas weniger beschwerlich ist die Tour mit dem E-Bike zu bewältigen.

Die Bergtour bietet schöne Aussichten hier auf Pinie. Foto: Märkischer Kreis
Die Bergtour bietet schöne Aussichten hier auf Pinie. Foto: Märkischer Kreis

Vor dem ersten Aufstieg heißt es erst mal fünf Kilometer entlang des Sees locker warm radeln. Idyllisch gelegen zwischen den bewaldeten Bergen und Hügeln des märkischen Sauerlandes ist die Talsperre ein beliebtes Naherholungsgebiet für Wanderer, Inlineskater und natürlich Radler. Wassersport ist hier allerdings nicht erlaubt. Beim Knotenpunkt 13 angelangt, wird es anstrengend. Richtung Herscheid (12) reihen sich gleich drei Berggipfel hintereinander.

Höchster Punkt bei 510 Metern

In Ober-Holte erreichen die Sportler bei 510 Metern den höchsten Punkt der Tour. Dabei ziehen sie vorbei an Wäldern, Wiesen und Feldern längs des Bruchbachs, der im Naturschutzgebiet „Auf dem Roten Schlote“ entspringt.

Lohn der Anstrengung ist Herscheid, das mit zahlreichen Einkehrmöglichkeiten lockt. Auf den Rückweg (Richtung 11) sind wiederum zwei kleine Anhöhen zu überwinden. Auf dem Weg zum Silberg zeugen alte Bergbaustollen und ein Grubenlehrpfad von der Industriegeschichte der Region. Seit dem 16. Jahrhundert wurde dort Blei und Kupfer abgebaut, der sich durch einen hohen Silberanteil auszeichnete. Der Bergbau wurde nach dem Ersten Weltkrieg eingestellt. Die letzte Etappe führt zurück zur Versetalsperre zum Knotenpunkt 10.

Hinweis für E-Bike-Fahrer: Am Knotenpunkt 13 steht eine E-Bike Ladestation auf dem Parkplatz vom Cafe- Restaurant Vedder in Nieder- Holte zur Verfügung

Wegbeschreibung: 10, 13, 12, 11, 10.

Schwierigkeit: schwer
Strecke: 18,8 km
Fahrzeit: ca. 1:58 Std.
Aufstieg: 301 Meter

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