"Familie Schaumann & Co" präsentierte biblische Kriminalfalle. Foto: Rolf Scholten
Dr. Arnhild Scholten griff in der Reha-Klinik zum Buch. Foto: Rolf Scholten
Dr. Arnhild Scholten griff in der Reha-Klinik zum Buch. Foto: Rolf Scholten

Lüdenscheid. Dr. Arnhild Scholten ging einmal nicht zum Training, sondern zum Vorlesen die Reha-Klinik. Unter anderem war ein Text von Kishon zu hören, „Die Medikamenten-Stafette“, der die Nebenwirkungen von Arzneien und die unbedachte Verschreibung kritisiert. Aber auch andere Lüdenscheider waren am bundesweiten Vorlesetag fleißig.

Biblische Kriminalfälle

„Familie Schaumann & Co“ nannte sich das Quartett, das gleich in einer der ersten Veranstaltungen der Lüdenscheider Vorlesetage in der Johanneskirche zu hören war. Die Zuhörer an den gut besetzten Tischen amüsierten sich köstlich über die biblischen Kriminalfälle, die unter dem Titel „Im Himmel ist die Hölle los“ von Bettine Reichelt niedergeschrieben wurden.

Texte in Braille-Schrift

Im Blinden- und Sehbehindertenverein trafen sich ebenfalls Bürger, um aus verschiedenen Büchern und Textsammlungen vorzulesen. Foto: Rolf Scholten
Im Blinden- und Sehbehindertenverein trafen sich ebenfalls Bürger, um aus verschiedenen Büchern und Textsammlungen vorzulesen. Foto: Rolf Scholten

Im Blinden- und Sehbehindertenverein trafen sich ebenfalls Bürger, um aus verschiedenen Büchern und Textsammlungen vorzulesen. Das Besondere: Es lasen ein gutes Dutzend Anwesende vor, darunter auch einige Blinde, deren Texte in Blindenschrift (Brailleschrift) „gedruckt“ waren.

„Lebenskünstler“ im ADRAshop

Thomas Fischer las im ADRAshop aus dem Buch von Titus Müller „Lebenskünstler“.  Der ADRAshop verkauft gespendete Waren, vor allem Kleidung, und spendet die Erträge für Projekte der Katastrophenhilfe und Entwicklungsarbeit. Alle Mitarbeiter arbeiten ehrenamtlich.

Thomas Fischer las im ADRAshop aus dem Buch von Titus Müller „Lebenskünstler“. Foto: Rolf Scholten
Thomas Fischer las im ADRAshop aus dem Buch von Titus Müller „Lebenskünstler“. Foto: Rolf Scholten

Flüchtlinge lesen im Bistro „BarOmeter“

Die Vorleseaktion im Bistro "BarOmeter" war sehr gut besucht. Foto: Rolf Scholten
Die Vorleseaktion im Bistro „BarOmeter“ war sehr gut besucht. Foto: Rolf Scholten

Eine gut besuchte Vorleseaktion gleich in fünf Sprachen fand im Bistro „BarOmeter“ beim Rosengarten statt. Das Besondere daran: Es lasen Flüchtlinge, die gerade erst Deutsch lernen, in ihrer Muttersprache zusammen mit deutschen Betreuerinnen: Nuri (acht Jahre alt) und Nur aus Syrien (arabisch), Kebron aus Eritrea (amharisch), Jashar aus Kurdistan im Irak (kurdisch), Resa aus Afghanistan (dari) sowie Anne Altrogge und Petra Wartenberg (deutsch). Organisiert hatten die Aktion Anne Altrogge und Johannes Broxtermann, der an dem Abend allerdings durch Krankheit verhindert war.

Unter anderem lasen Flüchtlinge, die gerade erst Deutsch lernen. Foto: Rolf Scholten
Unter anderem lasen Flüchtlinge, die gerade erst Deutsch lernen. Foto: Rolf Scholten

Die Aktion, bei der Lüdenscheid zur Lesehauptstadt werden möchte, läuft noch bis zum 30. November. Bis dahin können sich Vorleser, die mitmachen wollen auf der Internetseite www.vorlesetag.de für die Aktion anmelden. Bisher sind 219 Aktionen eingetragen.

Alle Termine vom 22. November

Hier die nächsten Termine am Dienstag, 22. November, für alle, die einfach nur zuhören möchten:

9.20 Uhr: Manfred Henke, Kindergarten Kindertraum e.V., Wilhelm-Kattwinkel-Straße 7, 58509 Lüdenscheid: Ich nehme am Bundesweiten Vorlesetag teil, weil… Vorlesen für Kinder eine (versteckte) Belohnung darstellt, denn sie hören gerne zu.

13 Uhr: Annette Moldenhauer, Stadtbücherei Lüdenscheid, Graf-Engelbert-Platz 6, 58511 Lüdenscheid: Ich nehme am Bundesweiten Vorlesetag teil, weil… ich die Vorleseaktionen unterstützen möchte.

17 Uhr: Altstadt- Lüdenscheid e. V., Café „Der Kleine Prinz“, Luisenstraße 15, 58511 Lüdenscheid

17 Uhr: Bernd Sondermann, Buberts Barbershop, Bahnhofsallee 1, 58507 Lüdenscheid: Ich nehme am Bundesweiten Vorlesetag teil, weil… das Vorlesen und Zuhören Freude machen. Bei Gedichten, kurz und knapp, sind ganz schnell die Haare ab. – Bernd Sondermann liest eigene Kurzgedichte – meist heiter, gerne auch mit schwarzem Humor, mal hintersinnig, mal unsinnig und absurd.

17 Uhr: Ev. Kirchengemeinde Oberrahmede, Kirchenhaus der Kirche Oberrahmede, Im Grund 6, 58513 Lüdenscheid

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