Phoenix Feinbau
Begleiteten Dr. Matthias Heider und Karin Käppel durch das Betriebsgebäude an der Wefelshohler Straße: Marc Fischbach, Dr. Jens Heidenreich und Manuel Müller von Phoenix Feinbau.

Lüdenscheid. Marc Fischbach, Personalleiter der Lüdenscheider Phoenix Feinbau GmbH hat rund 300 Bewerbungen gesichtet. Fehlanzeige in Sachen Oberflächenbeschichter. „Wir suchen dringend Nachwuchs“, sagt er. Eine geeignete junge Frau oder junger Mann könne schon zum Ausbildungsjahr 2015/16 bei Phoenix Feinbau anfangen.

Bei Phoenix Feinbau ist das ein Job mit Zukunft. Oberflächenbeschichter veredeln mit verschiedensten Technik Metall- und Kunststoffoberflächen. „Leider haben viele junge Leute falsche Vorstellungen von Ausbildungsberufen in der Industrie“, berichtete Marc Fischbach beim Besuch von CDU-MdB Dr. Matthias Heider und Karin Käppel, Chefin der Iserlohner Arbeitsagentur im Unternehmen an der Wefelshohler Straße.

Viele Ausbildungsberufe nicht bekannt genug

Viele Ausbildungsberufe seien auch einfach nicht bekannt genug. Kreisweit kann die Agentur für Arbeit zurzeit sechs Ausbildungsstellen zum Oberflächenbeschichter anbieten. Industriemechaniker (11), Maschinen- und Anlagenführer (22), Metallbauer-Konstruktionstechnik (10), Stanz- und Umformmechaniker (36) – all diese und noch mehr Ausbildungsstellen sind zum Ausbildungsbeginn August 2015 noch zu vergeben.

Karin Käppel: „Gute Zeiten für Bewerber“

„Gute Zeiten für Bewerber“, sagt Karin Käppel. Immer weniger junge Leute verlassen die allgemeinbildenden Schulen. 2013 waren es noch 6077, in diesem Jahr sind es 4699, 2020 werden es aller Voraussicht nur noch rund 3900 sein. „Das stellt die Unternehmen vor drastische Herausforderungen bei der Fachkräftesicherung“, erläuterte die Agenturchefin in Gespräch mit Dr. Matthias Heider, Dr. Jens Heidenreich, Geschäftsführer von Phoenix-Feinbau und Marc Fischbach. Abzulesen sei das unter anderem auch daran, dass im vergangenen Jahr nur noch 1,03 Bewerber auf einen Ausbildungsplatz kamen. 2009 waren es nach Unterlagen der Agentur für Arbeit immerhin noch 1,59.

Anforderungen der Unternehmen steigen

Tatsache ist: Die Industrie hat Probleme geeignete Azubis zu finden. Tatsache ist aber auch: Schulabgänger scheitern inzwischen immer öfter bei den Eignungstests. „Das Niveau der Bewerber sinkt von Jahr zu Jahr“, bestätigte Phoenix-Personalleiter Marc Fischbach. Allerdings räumt er auch ein: „Die Anforderungen der Unternehmen steigen.“

Fähige Fachfräfte auch ohne Bestnoten

Karin Käppel möchte möglichst vielen jungen Leute eine qualifizierte Berufsausbildung ermöglichen. „Bewerber können auf den zweiten Blick erste Wahl darstellen; viele Jugendliche sind schulmüde und werden auch ohne Bestnoten in der Schule zu fähigen Fachkräften, wenn sie im Berufsleben angekommen sind“, appelliert sich an die märkischen Unternehmer. Zudem weist sie auf ein kostenloses Nachhilfeprogramm der Bundesagentur für Arbeit hin, das notenschwache Auszubildende beim erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung unterstützen kann.

Galvanik-Technologiezentrum für die gesamte Phoenix-Gruppe

Phoenix Feinbau ist stolz auf die Abschlussquote von 100 Prozent. 60 Jahre Ausbildungserfahrung und drei Ausbilder sorgen dafür, dass hier noch nie jemand durch die Prüfung gerasselt ist.

Und sollte sich jemand finden, der eine Ausbildung zum Oberflächenbeschichter starten möchte, bei Phoenix Feinbau hätte er oder sie gute Aussichten. Lüdenscheid ist in Sachen Galvanik das Technologiezentrum der Phoenix Contact Gruppe mit weltweit rund 13.000 Beschäftigten. „Wir sind der ‚Know how‘-Träger für die gesamte Gruppe“, sagt Geschäftsführer Dr. Jens Heidenreich.

 

 

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