Etliche Infostände boten den Ehrenamtlichen einen Markt der Möglichkeiten. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Helferinnen und Helfer in der Flüchtlingshilfe waren am heutigen Freitag in den Ratssaal eingeladen. Die Veranstaltung sollte zum einen einfach mal ein Dankeschön für die geleistete Arbeit sein, zum anderen Informationen und Hilfestellungen bieten, erklärte Sozialamtsleiterin Christiane Wilk.

Foto: Bernhard Schlütter
Foto: Bernhard Schlütter

„Gemeinsam unterwegs“ – so lautete das Motto des Nachmittags, denn das sind Asylbewerber und Ehrenamtliche in Plettenberg. Sie sind auf einem guten Weg, bestätigte Bürgermeister Ulrich Schulte zur Begrüßung. „Aber die Arbeit ist noch lange nicht getan.“ Weiteres Erlernen der Sprache, Arbeitsplätze finden nannte Ulrich Schulte als Ziele, die gemeinsam erreicht werden können. „Dafür brauchen wir noch weitere neue Helfer“, appellierte der Bürgermeister. Wenn jemand alle zwei Wochen zwei Stunden Zeit hätte und diese in den Einsatz für die Flüchtlingshilfe investierte, wären das wieder zwei Stunden mehr Arbeit für die Integration.

„Wer nicht dem Beispiel des Samariters aus der Bibel folgt, braucht mir nicht zu sagen, wie das Christliche Abendland zu retten ist.“

Ulrich Schulte betonte erneut, dass die Flüchtlingswelle, die 2015 auch Plettenberg überrollte, ohne die Ehrenamtlichen nicht hätte bewältigt werden können. An diejenigen gerichtet, die diese Helfer als ‚Gutmenschen‘ und ‚Bahnhofsklatscher‘ verunglimpften, stellte Schulte fest: „Wer nicht dem Beispiel des Samariters aus der Bibel folgt, braucht mir nicht zu sagen, wie das Christliche Abendland zu retten ist.“

Sprache ist der Schlüssel

In Gesprächsrunden wurden Freud und Leid im Ehrenamt und das Asylbewerberleistungsgesetz thematisiert. Zu einem Sprach-Abenteuer luden Huda Altarsha und Sarae Jehou ein. Sie brachten Interessierten die arabische Sprache näher. „Es ist ein wunderschönes Erlebnis, eine Sprache zu lernen, ein wunderbarer Moment, wenn man sich in einem neuen Land verstanden fühlt“, berichtete Huda Altarsha aus eigenem Erfahren. „Die Sprache ist der Schlüssel für den Neuanfang in einem neuen Land“, ergänzte Sarae Jehou.

Es war auch viel Zeit für ungezwungene Gespräche, z.B. bei einer Tasse Tee und leckerem Gebäck vom marokkanischen Sport- und Kulturverein oder beim abschließenden Imbiss in der Rathauscafeteria. Mit neuen Impulsen, neuen Erfahrungen und vielleicht auch neuen Freunden gingen die Teilnehmer nach Hause.

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