Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Vier Schülerinnen und Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums (ASG) waren am Donnerstag (30. März) zu Gast im benachbarten Kompetenzzentrum Berufsorientierung Plettenberg (KBOP). Anna, Susanne, Jannik und Marco aus dem Leistungskurs Geschichte der Jahrgangsstufe 12 und ihr Lehrer Dr. Peter Schmidtsiefer erzählten im Geschichtsunterricht der Klasse 10d von ihrem Besuch im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau.



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„Man hat die Hölle betreten.“ Diese Aussage des 95-jährigen KZ-Überlebenden Karol Tendera, den die ASG-Schüler/-innen in Krakau zum Gespräch trafen, ist den Jugendlichen im Gedächtnis haften geblieben. Auch heute noch ist in Auschwitz-Birkenau das Grauen erahnbar, dass in den Vernichtungslagern der deutschen Nationalsozialisten alltäglich war.

Eindrücklich schildern Gymnasiasten den nur wenig jüngeren Hauptschüler/-innen, wie menschen- und lebensverachtend die Zustände waren, die in den Konzentrationslagern herrschten. Sie erzählen nicht allein die schrecklichen Fakten, die ihnen in Auschwitz-Birkenau vor Augen geführt worden waren, sondern versuchen, ihre Empfindungen und Gefühle in Worte zu kleiden.

Foto: Bernhard Schlütter

Die KBOP-Klasse von Lehrerin Karin Gabriel hat sich im Unterricht ebenfalls mit dem Nationalsozialismus, der Hitler-Dikatur und dem Holocaust auseinandergesetzt. Die Erlebniserzählungen gehen den Jugendlichen unter die Haut. „Wie habt ihr euch gefühlt, als ihr das Lager betreten habt?“ – „Warum wurden den Leuten im Lager die Haare geschoren?“ – „Was passierte mit den Kindern im Lager?“ wollen sie wissen.

Einleitend trugen die Gymnasiasten Passagen aus dem Drama „Ermittlungen“ von Peter Weiss vor. Das Stück basiert auf den Verhörprotokollen der Beteiligten am Massenmord in Auschwitz. Die dokumentierten Schilderungen der Zeugen und die Sichtweisen der Täter enthüllen das Grauen von Auschwitz wirkungsvoller als es jede dramatische Erzählung erreichen könnte.

Foto: Bernhard Schlütter

Der Leistungskurs Geschichte hatte dieses Drama auch bei der Veranstaltung zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar im Ratssaal aufgeführt. Unter den Zuschauern war Fritz Schmitt-Waskowiak, pensionierter Lehrer der Zeppelinschule. Auf seine Initiative hin kam das Treffen der Gymnasiasten und Hauptschüler zustande.

 

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