Arche
"Oskar und die Dame in Rosa": Das Stück ist berührend, heiter und tröstlich zugleich.

Lüdenscheid. Die Arche Lüdenscheid lädt anlässlich des Welthospiztages am 28. Oktober zu einer Theatervorstellung ins Kulturhaus ein. Gespielt wird das Stück „Oscar und die Dame in Rosa“. Die Vorstellung beginnt um 19.30 Uhr. Karten gibt es an der Kulturhauskasse oder bei der Arche, Telefon 0 23 51 90 52 80.

Begleitung von Kranken und Sterbenden

Die Arche berät und begleitet Schwerstkranke, Sterbende und ihre Angehörigen auf ihrem Weg des Abschieds. Die Mitarbeiter gehen Trauerwege in Seminaren, Gruppen und Einzelberatungen mit. Außerdem bereitet sie vor auf die haupt- und ehrenamtliche Mitarbeit in der Trauerbegleitung, Hospizarbeit und Palliative Care.
Die Arbeit des Vereins geschieht auf der Grundlage eines ökumenisch-christlichen Glaubensverständnisses und Menschenbildes.

Beides drückt auch das Stück „Oskar und die Dame in Rosa“ nach einer Erzählung des französischen Autors  Eric-Emmanuel Schmitt aus.

Keine Aussicht auf Heilung

Zum Inhalt: „Entweder ist Gott böse, oder er ist eine Flasche!“ sagt der zehnjährige Oskar. Er hat Leukämie. Durch einen Zufall hat er erfahren, dass es keine Aussicht auf Heilung mehr gibt. Aber niemand spricht mit ihm darüber. Auch seine Eltern nicht. Das macht ihn wütend. Auf den Doktor, auf seine Kumpels im Krankenhaus, am meisten auf die Eltern.

Lebnsstationen in der Fantasie

Nur eine alte Dame im rosa Kittel der Ehrenamtlichen hat den Mut, die Wahrheit mit ihm zu teilen. Sie erfindet für ihn eine Fantasie, in der er alle Stadien eines langen Lebens durchlebt: Jugend, erste Liebe, Midlifecrisis, Alter – obwohl er sie nicht mehr erleben wird. Sich selbst erfindet sie als ehemalige Catcherin, deren Siege Oskar Mut machen, wenn er sich jämmerlich fühlt. Wenn die skurrilen Einfälle der alten Dame auf Oskars tapferen, coolen Witz treffen, ist das oft unwiderstehlich komisch.

Am Ende müde aber versöhnt

Sie eröffnet ihm auch eine ganz persönliche Beziehung zu Gott, an den seine Eltern nicht glauben, und dem er in Briefen seine Gedanken und täglichen Erlebnisse erzählt. Und, sie verhilft ihm dazu, seinen Eltern zu verzeihen. Am Ende ist er nur sehr müde, aber versöhnt. Und bereit, zu gehen.

Die Rolle der Dame in Rosa übernimmt die Schauspielerin Anita Keller. Sie hat als Hospiz-Helferin viele Menschen am Ende des Lebens begleitet. Virtuos schlüpft sie in alle Personen des Stückes und zeigt, wie das gelingen kann. Durch die Glaubwürdigkeit ihrer Darstellung wird jede Vorstellung berührend, heiter und tröstlich.

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