Kreislauferkrankungen waren im vergangenen Jahr der häufigste Grund für einen Krankenhausaufenthalt in Westfalen-Lippe. ©Vincent Hazat

Märkischer Kreis. Kreislauferkrankungen waren im vergangenen Jahr der häufigste Grund für einen Krankenhausaufenthalt in Westfalen-Lippe. Mehr als 91.200 AOK-Versicherte mussten deshalb stationär behandelt werden. Dies teilt die AOK NordWest als größte Krankenkasse in Westfalen-Lippe auf Basis aktueller Auswertungen mit. Die Gesamtzahl der Krankenhauseinweisungen in 2014 ist im Vergleich zu 2013 nahezu konstant geblieben. Über 621.000 AOK-versicherte Patienten in Westfalen-Lippe wurden danach ins Krankenhaus eingewiesen, fast 41 Prozent (254.337) der Einweisungen betrafen Patientinnen und Patienten über 65 Jahre.

Probleme mit dem Verdauungsapparat

Hinter den Kreislauferkrankungen lagen als Ursache für einen Krankenhausaufenthalt an zweiter Stelle Krankheiten des Verdauungssystems (62.622), gefolgt von Krankheiten des Bewegungsapparates (56.350). Außerdem wurden Patienten wegen Neubildungen von Krebs (53.736), psychischen Störungen (50.023) sowie Verletzungen und Vergiftungen (48.733) im Krankenhaus aufgenommen.

Männer häufiger psychisch gestört

Auffällig ist, dass bei psychischen Störungen fast 34 Prozent mehr Männer (28.608) als Frauen (21.415) betroffen sind. Wegen Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems werden hingegen 41 Prozent mehr Frauen (32.978) als Männer (23.372) ins Krankenhaus eingewiesen.

Die durchschnittliche Verweildauer im Krankenhaus liegt bei 6,3 Tagen bei Krankheiten des Verdauungssystems, 7,6 Tagen bei Muskel-Skelett-Erkrankungen, 8 Tagen bei Verletzungen und Vergiftungen, 8,2 Tagen bei Krebsneubildungen bis hin zu 8,5 Tagen bei Kreislauferkrankungen. Patienten mit psychischen Erkrankungen bleiben allerdings durchschnittlich fast 19 Tage stationär. Im Vergleich zum Vorjahr sind diese Werte fast konstant geblieben.

 

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