(PMK) – Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Besucherzahlen in den drei Museumsstandorten leicht um 1,6 Prozent (plus 1.179 Besuche). Bedingt durch den langen Winter und die Dauerbaustelle für den Burgaufzug erlitt die Burg Altena allerdings einen Besuchereinbruch von 4,2 Prozent. Die Steigerung der Besucherzahlen im Deutschen Drahtmuseum und in der Luisenhütte konnte diesen Verlust aber mehr als kompensieren. Museumspädagogisch betreut wurden 15.830 Personen, was einer Quote von 20,7 Prozent entspricht. Das sind 1.483 betreute Gäste oder 8,6 Prozent weniger als 2012.

„Dass der Besucherrückgang in den Museen Burg Altena nicht stärker ausfiel, lag vor allem an der sehr gut vom Publikum angenommenen Sonderausstellung „Große Welt in Klein – Puppen-stuben und Kaufläden aus der Sammlung Ott“, die ganzjährig lief“, erklärt Stephan Sensen. Trotz der kritischen Begleitumstände im letzten Jahr zählten die Museen der Burg Altena 57.895 Besuche in 2013, das sind 2.533 weniger als im Vorjahr. Auffällig ist, dass der insbesondere für Schulklassen interessante Gruppentarif nur noch 7.737 Mal gebucht wurde – 2012 war es noch 9.567 Mal. Der geringere Besuch von Schulklassen schlägt sich auch in einer geringeren Nachfrage der museumspädagogischen Programme und Führungen der Museen Burg Altena nieder. In den Museen Burg Altena fanden 1.012 Führungen mit 13.594 Personen statt – das sind 13,7 Prozent bzw. 11,6 Prozent weniger als 2012. Der Anteil der museumspädagogisch betreuten Besuche lag mit 23,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau von 25,5 Prozent. Nach wie vor zählen die museumspädagogischen Programme der Museen Burg Altena aber zu den am intensivsten nachgefragten Angeboten aller Museen in Westfalen.

Obwohl das Drahtmuseum hauptsächlich über die Kombikarte an die Museen Burg Altena angebunden ist, entwickelten sich dort die Besuchszahlen deutlich besser. Mit 13.444 Besuchen hatte es 2.485 bzw. 22,7 Prozent Besuche mehr als 2012 zu verzeichnen. Gegenüber 1996 lagen die Besuchszahlen 2009 sogar um 79,7 Prozent höher. Der positive Jahrestrend machte sich auch bei der Nachfrage der museumspädagogischen Programme und Führungen des Deutschen Drahtmuseums bemerkbar. Es fanden 174 Führungen mit 2.236 Personen statt, 13 Prozent mehr Führungen bzw. 16 Prozent mehr geführte Personen als 2012. Der Anteil der museumspädagogisch betreuten Besuche sank ein wenig auf 16,6 Prozent gegenüber 17,6 Prozent im Vorjahr.

Die Besuchszahlen der Luisenhütte Wocklum stiegen 2013 ebenfalls. 5.028 Gäste wurden gezählt; das sind 1.227 oder 32,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies lag vor allem an den erfolgreichen Kulturveranstaltungen an der Luisenhütte: 2013 spielte das Wetter beim Industriekultur-Festival „Luise heizt ein“ mit und bescherte der Veranstaltung rund 800 Teilnehmer mehr als im Vorjahr. Darüber hinaus wurde auch die Veranstaltung zur Saisoneröffnung im Mai 2013 sehr gut vom Publikum angenommen. 2013 fanden 78 Führungen mit insgesamt 1.244 Personen statt. Das waren 15,2 Prozent weniger Führungen bzw. 22,2 Prozent weniger geführte Personen als 2012. Der Anteil der museumspädagogisch betreuten Besuche fiel von 42 Prozent auf 24,7 Prozent. Dies hänge, so Stephan Sensen, einerseits mit dem mittlerweile hohen Prozentsatz von Besuchen an Veranstaltungstagen zusammen, an denen kaum oder gar keine Führungen stattfinden. In diesem Ergebnis spiegele sich aber auch der demografische Wandel und die Veränderungen des Schulsystems wieder: „Es gibt weniger Schulklassen; außerdem bleibt bei Turboabitur und Ganztagsschulen wenig Zeit für den Besuch außerschulischer Lernorte“, vermutet der Museumsleiter.

Foto: Waldheim/Märkischer Kreis

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