Das Leitungsduo im Neuenrader Jugendzentrum: Ann-Kristin Berg und Nadine Kaufmann (l.). Foto: tft

Neuenrade. Das hauptamtliche Leitungsduo des Jugendzentrums Neuenrade ist komplett. Bürgermeister Antonius Wiesemann informierte am Dienstag (30.5.2017) beim „Runden Tisch“ auf der Niederheide über die neue personelle Aufstellung. Im vergangenen November hat Sozialarbeiterin Ann-Kristin Berg ihren Dienst bei der Stadt Neuenrade angetreten. Zum 1. Mai kam Sozialpädagogin Nadine Kaufmann dazu. Damit stehen für die Arbeit auf der Niederheide zwei Vollzeitkräfte zur Verfügung.

Neues Konzept mit neuen Öffnungszeiten in Arbeit

Bürgermeister Antonius Wiesemann (r.) im Gespräch mit Jugendforums-Vorsitzendem Wolfgang Schulte (l.) und Hauptamtsleiter Dierk Rademacher. Foto: tft

Viel Arbeit wartet auf die beiden Jugendzentrumsverantwortlichen. Eine Aufgabe: Die Neuregelung der Öffnungszeiten – zurzeit donnerstags, freitags und samstags. Auf Nachfrage der Jugend- und Sozialausschuss-Vorsitzenden Ulrike Wolfinger berichtete Berg, dass sich die im Vorjahr eingeführten Samstag-Öffnungszeiten bewährt haben. Konkretes zu Künftigem teilte sie nicht mit. Da wolle man sich zurzeit noch bedeckt halten. „Wir sind bei der Konzeptentwicklung“, so Berg. Die Aktivitäten sollen ins neue Konzept des zuständigen Kreisjugendamtes passen. Darüber hinaus wies die Sozialarbeiterin auf die Mitwirkung der Jugendlichen vor Ort auf der Niederheide hin.

Beirat beteiligt Kinder und Jugendliche

SPD-Ratsfraktionsvorsitzender Thomas Wette im Gespräch mit dem Leitungsteam des Jugendzentrums Neuenrade. Foto: tft

SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Wette war dieser Punkt und der Hinweis auf die Rechtslage zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wichtig. Von der Art und Weise wie das in den Jahren vor 2016 gehandhabt wurde zeigte er sich wenig begeistert. Die Ankündigung von Ann-Kristin Berg hörte er gern: „Ein Beirat entsteht“.

Mitarbeiterkreis im Aufbau

Darüber hinaus auf der To-Do-Liste: Einen MitarbeiterInnenkreis weiter aufbauen, die Zusammenarbeit mit Projekten im Ort und darüber hinaus ausloten und ggf. umsetzen.

Vernetzung der Jugendarbeit in Neuenrade

Ein Beispiel für eine Vernetzungsinitiative alle derjeniger, die vor Ort in  unterschiedlichsten Gruppen und Organisationen haupt- und ehrenamtlich Jugendarbeit leisten, ist das vom Jugendforums-Vorsitzenden Wolfgang Schulte initiierte VIP Projekt.  Oft wüssten die Akteure in der Jugendarbeit nur wenig voneinander, so Wiesemann. Da soll Vernetzung künftig Verbesserungen für alle Beteiligten bringen.

Im Sommer: Neue Fassade auf der Niederheide

Nicht künftig sondern in Kürze gibt es ganz konkrete Verbesserungen auf der Niederheide selbst. Eine neue Fassadengestaltung steht in diesem Sommer an, kündigte der Bügermeister an. Ideen und Anregungen der Kinder und Jugendlichen seien willkommen.

Reparaturbedarf auf der Online-Baustelle

Die können zurzeit allerdings nicht über alle im Vorjahr eingerichteten Online-Kanäle des Jugendzentrums kommuniziert werden. Die Webseite ist aktuell eine digitale Baustelle: Altinfos aus 2016 und nicht funktionierende Links. „Da sind Reparaturen notwendig“, so Ann-Kristin Berg auf Tach!-Nachfrage. Aktuelles ist online auf der Facebook-Seite zu finden. Auch per Whatsapp sei man erreichbar, so die weitere Info.

Mädchenraum „neuestes Schmuckstück“

Ganz baustellenfrei ist der Eindruck im Jugendzentrum selbst. Das präsentierte sich am Dienstag so blitzeblank wie bei der Neueröffnung in den 1980ern. Neuestes Schmuckstück ist der Mädchenraum. „Der sieht jeden Tag anders aus“, freut sich das Leitungsteam über die Kreativität vor Ort. Und darüber, dass es gelungen ist, den Anteil an Besucherinnen wieder zu erhöhen. Das war eines der Ziele, das sich Ann-Kristin Berg Anfang des Jahres gesetzt hatte, berichtete come-on.de im Januar über die Aktivitäten auf der Niederheide. Die derzeitigen Besucherzahlen sieht Berg auf einem guten Weg. „40 bis 45 sind es im Schnitt pro Öffnungstag“, berichtet sie dem „Runden Tisch“.

Aufsuchende Jugendarbeit in Problembereichen bleibt ein Thema

Neuenrades Bürgermeister Antonius Wiesemann beim „Runden Tisch“ im Jugendzentrum Niederheide.

Der Bürgermeister ist mit den gefunden Personallösungen für das Jugendzentrum zufrieden: „Wir sind jetzt gut aufgestellt.“ Ganz erledigt seien die personellen Notwendigkeiten in Neuenrade allerdings noch nicht. Die sogenannte „aufsuchende Jugendarbeit“, die unter anderem im Bereich Wall über Jahre ein Thema war, werde auch künftig ein Thema sein, so Wiesemann und Hauptamtsleiter Dierk Rademacher. Eine „personelle Ergänzung“ sei da „zwingende Voraussetzung“, sagte Rademacher weiter. Ein Teil der ordnungsrechtlichen Probleme werde allerdings nicht durch Jugendliche verusacht, sondern Erwachsene, weist Antonius Wiesemann darauf hin, dass da das Ordnungsamt tätig werden müsse. Entsprechende ordnungsrechtliche Möglichkeiten hatte der Rat vor längerer Zeit geschaffen.
In Sachen Drogenproblematik habe man bereits Kontakt mit der Drogenberatung in Lüdenscheid aufgenommen, so Sozialarbeiterin Berg. Auch die Kontaktaufnahme mit der DroBs in Werdohl sei geplant.

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