Andreas Koch
Andreas Koch spielt meisterhafte Klänge auf spektakulären Gitarren. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Spektakuläre Gitarren, meisterliche Klänge: Am Silvesterabend verzaubert Andreas Koch sein Publikum in der Erlöserkirche. Wenn der Kiersper Konzertgitarrist zu einem seiner beeindruckenden Instrumente greift, wird es schnell mucksmäuschenstill. Vor und nach dem Vortrag. Koch selbst spürt seinen Stücken selbst immer gern eine Weile nach, scheint gefangen vom Zauber der Musik. Das fühlt das Publikum, lässt die Klänge nachhallen und spendet erst nach einer respektvollen Pause den Applaus.

Dreizehnsaitige Altgitarre

Andreas Koch nahm die Zuhörer mit auf eine Reise durch die Musik des Barock und der Romantik. Für die elf- beziehungsweise dreizehnsaitigen Altgitarren des schwedischen Gitarrenbauers Georg Bolin braucht Koch keine Verstärker. Er spielt unplugged, wie es neudeutsch heißt. Das macht die einzigartige Atmosphäre seiner Auftritte aus.

Bei ihm klingt nahezu alles, wie exakt für Gitarre geschrieben. Beispielsweise der Gospelsong „Your raise me up“ des Norwegers Rolf Lovland, den Koch auf einer elfseitigen Gitarre spielte.

Einstimmung auf den Jahreswechsel

Vor dem mächtigen Weihnachtsbaum im Altarraum der Kirche erklangen Stücke des spanischen Komponisten und Gitarristen Fernando Sor, der sich große Verdienste um die Musik seiner Heimat Andalusien erworben hat und Auszüge aus der „Suite for Lovers“ von Maria Linnemann.

Zum Schluss stimmte Koch sein Publikum auf einen beschwingten Jahreswechsel ein. Auf einer seiner historischen Gitarren erklang die „Annen-Polka“ von Johann Strauss in einer Bearbeitung für Gitarre von Johann Caspar Merz. Das Faible Kochs für die Gitarren, die oftmals so alt sind, wie die Stücke, die er spielt, macht aus Sicht des Künstlers Sinn. Andreas Koch ist davon überzeugt. dass auf diesen Instrumenten die originale Gestalt der Musik überzeugender umzusetzen ist, als auf der herkömmlichen Konzertgitarre.

 

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