Nach wie vor ein brisantes Thema. Warum musste Martin Luther King sterben. Hier als spannende und bewegende Aufführung im Kulturhaus Lüdenscheid. Foto: Paul Stebbings.

Lüdenscheid. Am Mittwoch, den 4.3.2015 um 19.30 Uhr gastiert die „The American Drama Group Europe“ und TNT Theatre Britain“ mit einem Schauspiel über das Leben und Wirken von Martin Luther King in englischer Sprache im Kulturhaus Lüdenscheid.

Martin Luther Kings Leben und Sterben. Brisantes und Beleuchtendes aus dem Leben eines großen Mannes.
Martin Luther Kings Leben und Sterben. Brisantes und Beleuchtendes aus dem Leben eines großen Mannes. Foto: Paul Stebbings

Fünf aufreibende Jahre ist es her, seit die Worte „I have a dream“ – „Ich habe einen Traum“ – Washington und die Welt in ihren Grundfesten erschütterten. Erschöpft und von Sorgen geplagt steht Martin Luther King auf dem Balkon eines Hotels in Memphis. Seine liberalen Verbündeten in der Regierung haben sich auf Grund seiner ablehnenden Haltung gegenüber dem Vietnamkrieg von ihm abgewandt; seine Rolle als Anführer der Bürgerrechtsbewegung wird von radikalen Malcolm X-Anhängern angefochten, die ihm vorwerfen, sich beim weißen Establishment anzubiedern; seine eigenen Leute befürchten, er habe seinen Weg aus den Augen verloren, da er seine Ziele im Alleingang um das Thema Armut erweitert hat. Als ob das nicht genug wäre, wird sein Credo der Gewaltlosigkeit von Extremisten und Menschen, die es schlicht als Kapitulation ansehen, verspottet und verachtet. Zeitgleich ist der intrigante FBI-Mitarbeiter Edgar Hoover im Besitz eines Dossiers über Kings Privatleben, das er jederzeit an die Presse und den Präsidenten weiterleiten könnte – die Folgen für den Ruf des Menschenrechtlers sind unabschätzbar. Und warum unterstützt er in Memphis einen kleinen Streik, wenn er in Washington seine landesweite Kampagne gegen Armut koordinieren sollte? Nur Sekunden, nachdem er auf den Balkon tritt, um frische Luft zu schnappen, fällt ein Schuss. Martin Luther fällt und stirbt in den Armen seiner Freunde. Der größte politische Visionär des 20. Jahrhunderts ist tot.

Das neues Stück des Ensembles beleuchtet einige Schlüsselszenen aus Kings Leben, um alle Ereignisse besser begreifbar zu machen. Martin Luther King träumte von einer Welt, in der alle Menschen gleich sind. Ein Großteil dieses Traumes ging in Erfüllung, doch seine Vorstellungen von Frieden und einem Ende der Armut in der reichsten Nation der Welt wurden noch immer nicht in Angriff genommen, geschweige denn verwirklicht. In diesem neuen Werk werden die Widersprüche und der Mythos der USA als Land der unbegrenzten Möglichkeiten in Frage gestellt und von einem dramatischen Blickpunkt aus betrachtet.

Für mehr Informationen: www.kulturhaus-luedenscheid.de

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