Als Einzelhändler oder Gastronom in der Lüdenscheider Altstadt einen Betrieb gründen? Das überlegen sich Existenzgründer sicher doppelt und dreifach. Doch auch die, die schon in der Altstadt angesiedelt sind haben es nicht leicht. Kopfsteinpflaster, fehlende Attraktivität, nicht kinderfreundlich, schlecht beleuchtet und seit neuestem auch noch ein absolutes Taxiverbot – den Altstädtern stinkts, und zwar gewaltig.



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Luft machen konnte man sich am gestrigen Mittwoch in der Trattoria Il-Mio. Hier kamen Anwohner, Gastronomen und Geschäftsleute zusammen um über Ihren Frust zu sprechen und erste Ideen zu entwickeln was sich ändern müsste um die Altstadt interessanter zu machen.

Natürlich kamen dabei auch die oben genannten Themen zur Sprache.

Kopfsteinpflaster

So konnte man sich im Bezug auf das Kopfsteinpflaster eine Auffüllung der Fugen vorstellen. In der Form, dass sich ein ca. 1,5m breiter „Gehweg“ bildet der durch die Gassen und Straßen der Altstadt führt. Denn Fugen und Kanten von bis zu 6cm Breite und Tiefe machen es für gehbehinderte, Kinderwagen und Frauen in Stöckelschuhen zu einer gefährlichen Tortur zum Einkaufen oder Essen in die Altstadt zu kommen.

Nicht Kinderfreundlich

Der „Spielplatz“ in der Luisenstraße ist in den Augen der Anwesenden nicht Kinderfreundlich genug. Und da er der einzige Ort in der Altstadt ist an dem Kinder die Chance haben sich etwas zu beschäftigen leidet darunter ebenfalls die gesamte Altstadt. Gastwirtin Claudia Colonna meint hierzu: „Da müssten neue Spielgeräte hin, oder wenigstens ein Sandkasten und eine Schaukel.“

Taxiverbot

Dass seit einigen Monaten nun auch keine Taxis mehr in die Altstadt fahren dürfen ist für Anwohner, Gastronomen und Geschäftsleute ein Ärgernis. Grade die Gastronomen haben hier das Nachsehen. „Viele Gäste kommen eben nicht mit dem Auto wenn sie hier essen wollen. Denn dabei möchte man ja auch mal ein Bier oder Wein trinken.“  und „Die Problematik mit rasenden Taxifahrern in der Altstadt ist allen bewusst, aber dennoch sollte man zusehen ob nicht eine andere Lösung gefunden werden kann.“ so Claudia Colonna.

Fehlende Attraktivität

Ein Punkt in dem sich ebenfalls alle Anwesenden einig sind ist, dass die Altstadt zu unattraktiv für Lüdenscheider generell aber im Besonderen für Junge Leute ist. Hier müssten mehr Angebote geschaffen werden die für ein breites Publikum interessant seien. Doch auch dies ist nicht so einfach wie es klingt. So bekam man notwendige Genehmigungen für Straßenfeste von der Stadt erst am Tag der Veranstaltung – obwohl diese bereits über ein halbes Jahr im Voraus gestellt wurden. „Wir wünschen uns von der Stadt eine bessere Zusammenarbeit und Unterstützung bei unseren Vorhaben“ wurde einstimmig erläutert.

Punkte wie die Aufbereitung der Bodenbeläge oder die Erneuerung der Spielgeräte sollten zwar durchaus von der Stadt getragen werden. Man ist sich aber durchaus bewusst und einig dass man auch selbst aktiv(er) werden muss. Und so kamen am Mittwoch viele, zum Teil sehr interessante, Ideen auf den Tisch die für eine bessere Wahrnehmung der Altstadt sorgen sollen. Zu diesen Themen wird es weitere Gespräche geben zu denen man auch gerne Vertreter der Stadt einladen würde. (sp)

 

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