Mitglieder der AG Sucht werben für ihren Infostand (v.l.): Ingrid Liefke (AWO), Friedrich Schmidt (Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz), Henning Ebbinghaus (Bethel.regional) sowie Tanja List und Christian Look (Blaues Kreuz). Foto Stadt Hagen

Hagen. Jeder Hagener trinkt pro Jahr im Schnitt eine randvoll gefüllte Badewanne mit Alkohol leer. Das entspricht 9,6 Liter reinem Alkohol. Doch es gibt noch mehr erschreckende Zahlen, auf die im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche „Kein Alkohol unterwegs!“ vom 13. bis 21. Mai hingewiesen wird. Die AG Sucht in Hagen beteiligt sich am Donnerstag, 18. Mai, von 12 bis 18 Uhr in der Elberfelder Straße mit einem Infostand.

Infostand mit Rauschbrillenparcours

Zu finden sind dort insbesondere Materialien zum Alkoholkonsum im Straßenverkehr (zum Beispiel junge Fahrer oder MPU), aber auch ein so genannter Rauschbrillenparcour oder ein Alkoholtester.
Rund 7,3 Millionen Menschen in Deutschland trinken regelmäßig zu viel Alkohol – und riskieren Organschäden bis hin zu Krebs. Die Aktionswoche Alkohol will sie nachdenklich machen, denn die wenigsten machen es sich klar: Alkohol ist ein Zellgift, das immer wirkt. Mag der Rausch auch ausbleiben, weil man an Alkohol gewöhnt ist – der Körper verzeiht das Gift nicht.

Körper verzeiht das Gift nicht

Insgesamt ist Alkohol mitverantwortlich für über 200 verschiedene Krankheiten. Er schädigt Organe, allen voran Leber und Bauchspeicheldrüse, aber auch Magen und Darm. Er zählt zu den „Top Ten“ der Stoffe, die Krebs auslösen, besonders häufig im Rachenraum, Dickdarm und in der Brust. Und er greift Zellen im Gehirn, im Nervensystem und im Herzkreislauf-System an. Grund genug, sich über den eigenen Konsum Gedanken zu machen.

Anregung zum Nachdenken

Organisiert wird die Aktionswoche Alkohol von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Bereits zum sechsten Mal setzt sie mit dieser Präventionskampagne auf breites bürgerschaftliches Engagement. Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, ist Schirmherrin der Aktionswoche Alkohol. Bei einer Vielzahl von Veranstaltungen sollen alle, die Alkohol trinken – also 90 Prozent der Bevölkerung – angeregt werden, über den eigenen Alkoholkonsum nachzudenken.

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