In der Klinik für Strahlentheraphie: Die Schüler/Praktikanten mit Sabine Thiessies, Chefsekretärin in der Klinik für Strahlentherapie und Mitorganisatorin (links) und Dr. Dieter Schnalke, Leitender Ärztlicher Direktor und Direktor der Klinik für Strahlentherapie (rechts). Foto: Andrea Kleff/Klinikum

Lüdenscheid.  Krankenhaus ist besser als klassische Literatur“, findet Sophie Krüger nach einigen Schnupper-Tagen im Klinikum Lüdenscheid. Sie und ihre 16 Mitschülerinnen und Mitschüler aus den 10. Klassen der drei Lüdenscheider Gymnasien absolvieren ihr dreiwöchiges Praktikum im ärztlichen Dienst. Die 15jährige ist sich bereits sicher: „Ich will Ärztin werden“.  Am liebsten möchte sie sich statt Gedichte zu interpretieren schon vor dem Abitur der Medizin widmen. Dieses Interesse scheint ganz in der Familie zu liegen – Sophies Eltern sind Ärzte und auch ihre große Schwester strebt ein Medizin-Studium an.

„Besser als klassische Literatur“

Dr. Dieter Schnalke, Leitender Ärztlicher Direktor und für die Organisation des Praktikums zuständig, ist es ein Anliegen, den Schülern den Arztberuf näher zu bringen, aber auch die Realitäten nicht zu vergessen. „Wer sich für ein Medizin-Studium entscheidet, sollte auch über eine gute Sozialkompetenz und Einfühlungsvermögen verfügen. Ärzte müssen immer ein offenes Ohr für die Patienten haben“, erklärt er. Außerdem sei ihm die Teamarbeit wichtig, Ärzte seien keine Einzelkämpfer, betont er.

Wichtig: Offenes Ohr für Patienten

Vor Beginn des Praktikums erhielten die Praktikanten wichtige Infos über Weisungsbefugnis, Schweigepflicht, Datenschutz, Hygiene oder Strahlenschutz. Anschließend wurde ihnen ein Mentor aus der Klinik zur Seite gestellt, die sie sich für ihren Einsatz selbst ausgesucht haben. Sophie hat die Kinderklinik gewählt und dort gefällt es ihr sehr gut. Immer mit Einwilligung des betroffenen Patienten bzw. der Eltern durfte sie bereits bei der Visite dabei sein, bei Blutabnahmen oder beim Ultraschall über die Schulter der Ärzte schauen.

Bei der Visite dabei

So auch Nadine Waimann. In der Klinik für Allgemeine Innere Medizin, Gastroenterologie und Endokrinologie hat sie gelernt, auf Ultraschallbildern mehr als nur ein Nirwana zu erkennen: „Ich weiß schon genau, wo die Leber oder die Bauchspeicheldrüse liegt“, freut sie sich. Für eine Diagnosestellung wird es zwar nicht reichen, aber für weiterführende Erklärungen steht ihr der Mentor und Oberarzt Dr. Frank Schiller stets zur Seite. Nadine weiß noch nicht, ob sie Medizin studieren möchte, aber im Alter von 15 Jahren sie hat ja auch noch Zeit, bis eine Entscheidung ansteht.

 

 

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