Der sorglose Umgang mit Smartphone und Co. beim Autofahren kann zum Blindflug führen. Bei mehreren Verstößen in kurzer Zeit drohen drastische Strafen bis hin zum Fahrverbot © HaywireMedia - Fotolia.com

Märkischer Kreis. Ablenkung hat in den vergangenen Jahren zu einer Zunahme von Verkehrsunfällen geführt. Schätzungen gehen davon aus, dass bei jedem zehnten Verkehrsunfall mit Personenschaden Unachtsamkeit der entscheidende Auslöser ist. Vor allem Smartphones und Navigationsgeräte lenken Autofahrer vom Verkehrsgeschehen ab. Aber auch Banalitäten wie Essen und Trinken können die Konzentration stören und gefährliche Situationen hervorrufen.

Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie, die der ADAC in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Automobilclub ÖAMTC bei den Instituten ISWF (Institut für Schlaf- & Wachforschung) und AIT (Austrian Institute of Technology).beauftragt hat:

Riskante Routine

Die Probanden der Studie gaben an, kleinere Tätigkeiten regelmäßig und ohne Bedenken beim Autofahren nebenbei zu erledigen. Inzwischen ist die geschätzte Zahl der Ablenkungsunfälle ähnlich hoch wie die bei Unfällen durch Alkohol am Steuer.

Bei der Untersuchung fuhren 66 Männer und Frauen mit einer Geschwindigkeit von 30 bis 50 Stundenkilometern und erhielten per Funk verschiedene Aufgaben: Eine Brille aus einem Etui entnehmen, aus einer Wasserflasche trinken, ein heruntergefallenes Kinderspielzeug aufheben und den Kinder-Dummy auf der Rückbank auf den Schoß legen, ein Handytelefonat entgegennehmen sowie eine Adresse in ein Navigationsgerät eintippen. Das Fahrverhalten wurde mittels Videoaufzeichnungen registriert, zudem wurden Herz- und Gehirnaktivität gemessen.

Folgen von Ablenkung werden unterschätzt

Am längsten ging bei der Navigationsaufgabe der Blick weg vom Geschehen auf der Straße, gefolgt vom Handytelefonieren und der Entnahme einer Brille aus dem Etui. Die Fahrer unterschätzten die negativen Auswirkungen, die ablenkende Tätigkeiten auf ihr Fahrverhalten haben. Drei Viertel der Probanden wären bei der Navigationsaufgabe auf ein plötzlich auftauchendes Hindernis aufgefahren.

Laut ADAC ist Autofahren für die große Mehrheit der Fahrzeuglenker Routine – insofern ist das Gefühl der Unterforderung nahe liegend, ebenso wie das Bedürfnis nach zusätzlicher Beschäftigung. Um stärker auf die Gefahr durch Ablenkung hinzuweisen plädiert der ADAC, das Thema „Ablenkung“ stärker als bisher in die Fahrausbildung zu integrieren. Hier die Studie zum Download: Ablenkung beim Autofahren, Studie  PDF, 798 KB

Hier der Blitzer-Report

Hier der wöchentliche Blitzer-Report mit den Planungen der Polizei und des Märkischen Kreises:

Montag, 13. Juli: Plettenberg und Kierspe.

Dienstag, 14. Juli: Meinerzhagen und Lüdenscheid (Stadtmitte).

Mittwoch, 15. Juli: Werdohl und Schalksmühle.

Donnerstag, 16. Juli: Halver und Lüdenscheid (südliches Stadtgebiet).

Freitag, 17. Juli: Lüdenscheid (Zentrum) und Herscheid.

Samstag, 18. Juli: Halver (außerhalb des Stadtgebietes) und Lüdenscheid.

Sonntag, 19. Juli: Meinerzhagen und Kierspe (jeweils Stadtgebiet).

Darüber hinaus müssen Autofahrer im gesamten Kreisgebiet mit kurzfristigen Kontrollen rechnen.

Hier die mobilen Messstellen des Märkischen Kreises:

13. Juli: Werdohl

  • Zentrum
  • B 236
  • L 655

14. Juli: Balve

  • B 229
  • Zentrum

15. Juli: Hemer

  • Zentrum
  • L 682

16. Juli: Menden

  • L 680
  • Zentrum
  • Bösperde

17. Juli: Altena

  • L 683
  • Zentrum
  • L 530

 

13. Juli: Plettenberg

  • Landemert
  • Eschen
  • Eiringhausen
  • Zentrum
  • Holthausen

14. Juli: Kierspe

  • L 528
  • Zentrum
  • B 54
  • Rönsahl

15. Juli: Lüdenscheid

  • L 561
  • Zentrum
  • Hellersen
  • L 530
  • Dickenberg

16. Juli: Meinerzhagen

  • L 323
  • Zentrum

17. Juli: Lüdenscheid

  • Dickenberg
  • Gevelndorf
  • Zentrum

 

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