Die Band "Replay" der städtischen Musikschule gab ein gelungenes Konzert im Rahmen der "Freiräume für Dich"-Veranstaltung im Rosengarten. Fotos: Iris Kannenberg

Lüdenscheid. „Freiräume Für Dich“ hieß es das zweite Mal in Lüdenscheid am 29. Juni. Ab 14 Uhr hatten Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit, an Veranstaltungen von Vereinen, privaten und öffentlichen Trägern kostenfrei teilzunehmen oder einfach schulfreie Zeit anderweitig für sich zu nutzen. Aufgerufen dazu hatten, wie auch schon im Jahr davor, der Stadtjugendring und das Jugendkulturbüro.

Viele Schüler in der Stadt unterwegs

Sie führten eine Tanzperformance vor. Gut gemacht!
Sie führten eine Tanzperformance vor. Gut gemacht!

Eine schöne Idee, die von vielen Schülern gut angenommen wurde, allein, die Ausführung war dann doch leider eher laienhaft.

Es besteht ein besonderer Bedarf an solch einem Tag, was man auch in diesem Jahr daran sehen konnte, dass sich viele junge Menschen auf den Weg gemacht hatten, um das eine oder andere Angebot für sich zu testen.

35 interessante Workshops

Leider war es nicht so voll, wie man es sich als Befürworter dieses besonderen Tages gewünscht hätte.
Leider war es nicht so voll, wie man es sich als Befürworter dieses besonderen Tages gewünscht hätte.

Denn: 35 interessante Workshops standen an diesem Tag zur Auswahl.

Man konnte „Geocoachen“, Rollenspielen, Fahnenschwingen und Songs selbst komponieren, Schminke herstellen, bei den Johannitern vorbeischauen, Badminton spielen, Zumba-Tanzen und vieles mehr. Ein schöner Tag und auch das Wetter spielte ab 14 Uhr – wie bestellt – ausnahmsweise einmal mit.

Mehr Werbung wäre gut

Das Publikum hätte mehr sein können ---
Das Publikum hätte mehr sein können —

Jedoch: Leider hatten es die Veranstalter versäumt, ihr Programmheft rechtzeitig „unter die Schüler“ zu bringen und auch für die besagte abendliche Veranstaltung gab es weder ein Plakat noch sonstige Werbung, was sich dann leider auch in einer sehr niedrigen Beteiligung an der Abschlussveranstaltung niederschlug.

Gerade einmal ca. 50 Personen fanden sich im Rosengarten ein, um die Veranstaltung gemeinsam Revue passieren zu lassen.

Zudem waren einige sehr interessante Angebote weniger gut besucht als erwartet, einfach, weil zu wenig Schüler rechtzeitig darüber informiert worden waren. Auch die versprochenen Fotografen waren bei vielen Veranstaltungen nicht zur Stelle und so vermisste man einige gelungene Events des Tages bei der abschließenden Präsentation komplett.

Interviews auf der „roten Couch“

Die Intervies auf der "roten Couch" waren engagiert, verpufften jedoch leider mangels Publikum.
Die Intervies auf der „roten Couch“ waren engagiert, verpufften jedoch leider mangels Publikum.

Im Rosengarten wurden an diesem Abend Interviews auf der „roten Couch“ geführt, bei der der eine oder andere Beteiligte zu Worte kam, aber kaum wahr genommen wurde.

Zudem waren selbst die Verantwortlichen der Technik nicht wirklich informiert. Das führte schließlich selbst bei diesen absolut zuverlässigen Profis zu der einen oder anderen kleinen Panne.

Musikschulband „Replay“ und Fahnenschwinger

ahnenschwingen!
Fast schon echte Akrobatik und schön anzusehen: das Fahnenschwingen!

Zu sehen war z.B. die Musikschulband „Replay“ der Lüdenscheider Musikschule, die definitiv mehr Publikum verdient hätte. Sie waren nämlich echt klasse!

Ergänzt wurde sie durch eine Tanzformation und einen noch ganz jungen Mann, der gemeinsam mit einem Coach sehr gekonnt das Fahnenschwingen vorführte.

Engagierte Interviews

Bei der Präsentation der Events fehlten leider so einige.
Bei der Präsentation der Events fehlten leider so einige.

Dazu gab es dann eben auch das eine oder andere Interview, das zwar mit viel Engagement geführt wurde, jedoch mangels Publikum fast ungehört verpuffte.

Sehr schade, haben die Organisatoren doch mit „Freiräume für Dich“ eine wirklich gute Idee und dazu eine echte Innovation geschaffen, die es allemal verdient hat, auch landesweit Schule zu machen. Ein Tag, der soviel Potenzial hat, dass er einiges bewegen könnte, selbst auch im politischen Geschehen eines ganzen Landes.

Gab es Response aus der Politik?

Gewünscht hätte man sich daher, viel mehr darüber zu hören, was und ob „Freiräume für Dich 2015“ etwas verändert hat in der Jugendkulturlandschaft von NRW. Gab es Response aus der Politik? Gab es Nachahmer? Konnte man diese gute Idee auch in anderen Städten implementieren? Leider hörte man dazu keinen wirklich gelungenen Kommentar.

Früher die Werbetrommel schlagen

Die engagierten Mitarbeiter des Jugendkulturbüros. Ihnen sah man allen an, dass der Tag viel Kraft gekostet hatte.
Die engagierten Mitarbeiter des Jugendkulturbüros. Ihnen sah man allen an, dass der Tag viel Kraft gekostet hatte.

Man kann den Veranstaltern im Nachhinein deshalb nur dazu raten, bei dem hoffentlich auch 2017 stattfindenden Event im Vorfeld viel früher und viel gezielter, die Werbetrommel zu schlagen und die teilnehmenden Anbieter viel mehr in das Geschehen mit einzubeziehen.

Solch eine Veranstaltung lebt aus dem Engagement der Vereine und sonstigen Anbieter und ihrem „Output“. Man sollte sie mehr und rechtzeitig „mit ins Boot“ holen.

Mehr Aufmerksamkeit verdient

Ein tolles Konzept, das ganz allgemein auch mehr Unterstützung durch die Politik verdient hätte!
Ein tolles Konzept, das ganz allgemein auch mehr Unterstützung durch die Politik verdient hätte.

So ein wegweisendes Projekt mit einer wirklich engagierten Mannschaft dahinter, sollte die Aufmerksamkeit bekommen, die es verdient.

Vor allem auch durch die innerstädtische Politik, die sich zum Bedauern vieler, an diesem Tag eher weniger hat blicken lassen.

Eine gute Sache, die, mit den richtigen Befürwortern und Unterstützern an ihrer Seite, ausbaufähig ist zu etwas, das eine Bewegung schaffen und weit über Lüdenscheids Grenzen hinausgehen könnte!

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