Neue Mitte
Bürgermeister Uwe Schmalenbach erläuterte in der Sitzung Einzelheiten zum Architektenwettbewerb, zum Auswahlverfahren und Details zu einzelnen Planungen. Foto: Wolfgang Teipel

Herscheid. Schon als Jugendlicher hat Thomas Fenner das Herscheider Zentrum gesucht. Damals noch mit dem Moped. Bis heute hat er es nicht gefunden. Als Landschaftsarchitekt des Düsseldorfer Ingenieurbüros FSWLA erhält der gebürtige Lüdenscheider jetzt die Gelegenheit, die neue Mitte der Ebbegemeinde nach seinen Vorstellungen zu gestalten. FSWLA hat den Architektenwettbewerb für den Umbau der Ortsmitte gewonnen. Die Pläne der Düsseldorfer Landschaftsarchitekten und die Entwürfe weiterer Büros sind noch bis zum 24. Juni im Bürgersaal des Rathauses zu sehen.

950.000 Euro sind bewilligt

Lange soll es nicht mehr dauern, bis mit den ersten Veränderungen begonnen wird. „Für die Umsetzung der Maßnahme neue Mitte sind bereits 950.000 Euro Fördergelder bewilligt“, kündigte Bürgermeister Uwe Schmalenbach in der jüngsten Sitzung des Planungs-, Bau- und Umweltausschusses an. 330.000 Euro könnten noch in diesem Jahr abgerufen werden. Das Geld werde in die Ausbauplanung fließen. Mit den Arbeiten solle aber 2017 begonnen werden. Zuvor hatte der Rathaus-Chef Einzelheiten zum Architektenwettbewerb, zum anonymen Auswahlverfahren und zu den Vorschlägen einiger Büros erläutert.

„Ein neues Herz für den Ort schaffen“

So könnte der Alte Schulplatz nach dem Umbau der Ortsmitte aussehen.
So könnte der Alte Schulplatz nach dem Umbau der Ortsmitte aussehen.

Thomas Fenner, geschäftsführender Mitgesellschafter von FSWLA und im Nebenberuf noch Professor für Freiraum und Landschaft an der Hochschule Düsseldorf, will die Öffnung und Belebung des Alten Schulplatzes zu seiner „Herzensangelegenheit“ machen. „Wir wollen ein neues Herz für den Ort schaffen“, bekräftigte er. „Wir wollen die Plätze mit ihrem angestaubten Image aus der zweiten Reihe als Visitenkarte ganz nach vorn holen.“ Zentrale Bedeutung misst er dem Erwerb des leerstehenden Gebäudes Am Markt (Elektro Losch) bei. Wenn dieses Haus abgerissen werden könne, eröffneten sich völlig neue Perspektiven. Ebenso bedeutsam in seiner Planung sei ein Neubau auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes. „Das wäre ein hervorragender Abschluss.“

Einheitliche Pflasterung, hohe Bäume zur Akzentuierung zählen ebenso zum Konzept von FSWLA wie eine Treppenanlage zum Neuer Weg, Spielgeräte und wenn eben möglich auch Außengastronomie.

 

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5 KOMMENTARE

  1. Da steht er nun, unser Bürgermeister. Leidensmiene weil der Gemeindehaushalt nicht ausgeglichen ist und er Steuererhöhungen für uns Bürger nicht ausschließen möchte. Und dann steht er da und schmeißt das nicht vorhandene Geld für Projekte aus dem Fenster, die im Moment so nötig sind wie ein Dauerregen im Überschmemmungsgebiet. Das Ärgerliche daran ist das es so dargestellt wird als würde das alles durch Zuschüsse finanziert. Die Kosten die für die Gemeinde anfallen werden nicht benannt und unser Bürgermeister steht wieder da mit der Leidensmiene und schließt Steuererhöhungen nicht aus.

  2. Wenn ein neues Wort fürs miss machen und schlechte Laune neu erfunden werden müsste, wird es wohl – dickeln- heißen .

  3. Das „neue“ Rathaus in Herscheid wurde auch genau auf diese Weise mit sehr viel Geld aus dem Boden gestampft. Jetzt noch dieses neue teure Projekt. Wie kann man als kleine Gemeinde so hoch Pokern?

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