Die Bahnstrecke von Meinerzhagen über Brügge nach Lüdenscheid wird ab Sonntag, 10. Dezember wieder planmäßig mit Personenzügen befahren. Foto: Wolfgang Teipel

Volmetal. Die Bahnstrecke von Meinerzhagen über Brügge nach Lüdenscheid wird ab Sonntag, 10. Dezember, wieder planmäßig mit Personenzügen befahren. Täglich fahren dann von 5 bis 23 Uhr im Zweistundentakt insgesamt 22 Züge von Lüdenscheid nach Köln und zurück. Außerhalb dieser Zeit können auch Güterzüge fahren.

Die Deutsche Bahn AG nimmt dies zum Anlass, die Straßenverkehrsteilnehmer, also sowohl Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger noch einmal ausdrücklich auf das erhöhte Verkehrsaufkommen aufmerksam zu machen. Denn grundsätzlich gilt: Der Zug hat Vorfahrt.

Sechs Bahnübergänge technisch noch nicht gesichert

Grundsätzlich gilt: Der TZug hat Vorfahrt. Autofahrer im Volmetal müssen sich an das Andreaskreuz gewöhnen. Foto: pixabay.com

Auf der Strecke befahren die leisen Dieseltriebwagen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 80 km/h elf Bahnübergänge, von denen fünf durch Blinklichtanlage und/oder Schranken gesichert sind. Die bestehende Technik wird hier im Jahr 2018 erneuert.

Sechs Bahnübergänge an Feld- oder Waldwegen sind derzeit technisch noch nicht gesichert. Hier gilt das Andreaskreuz – ähnlich dem Stoppschild auf der Straße. Außerdem geben die Lokführer Pfeifsignale vor dem Bahnübergang. Die technische Sicherung ist hierbei für 2018 vorgesehen.

Bisher nur langsame Güterzüge

Bisher wurde die Strecke nur unregelmäßig von Güterzügen mit niedriger Geschwindigkeit befahren.

Es handelt sich hier um folgende Bahnübergänge:

  • „Bollwerkst. II“ und „Volme I (Hagener Straße)“: gesichert mit Blinklichtanlage und Halbschranken
  • „Haus Rhade“,“ Bollwerkstraße I“, „Volme II (Herlinghauser Weg)“ : gesichert mit Blinklichtanlage
  • „Eiskeller“, „Sankel“ und „Gemeindeweg (Bahnkilometer 32,604)“: gesichert durch Andreaskreuz und Pfeifsignale. Die Züge fahren mit maximal 20 km/h.

Die Bahnübergänge in Kierspe (Fußweg) und Windfuhr bleiben bis zur technischen Sicherung dauerhaft gesperrt.

Kampagne „sicher drüber“

Die Bahnübergangsunfälle sind in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen und mit einer Zahl von 140 auf niedrigstem Niveau. Gleiches gilt für die Zahl der Kreuzungen von Schiene und Straße, die mit 16.871 Anlagen im Netz der Deutschen Bahn ebenfalls einen historisch niedrigen Wert erreicht hat. Vielen Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern ist die Bedeutung des Andreaskreuzes und der Sicherungsanlagen am Bahnübergang oft jedoch nicht richtig bekannt.

Das belegen verschiedene Studien mit teils erschreckenden Ergebnissen. Um die Straßenverkehrsteilnehmerweiter über das richtige Verhalten am Bahnübergang zu informieren, ist die erfolgreiche Präventionskampagne „sicher drüber“ nach umfassendem Relaunch im 15. Jahr ihres Bestehens gerade neu durchgestartet.

Weitere Infos gibt es im Internet unter www.sicherdrueber.de.

Fakten zu Bahnübergängen:

  • In NRW gibt es 2.079 Bahnübergänge, davon sind 460 nicht technisch gesichert.
  • Bundesweit hat sich die Zahl der Bahnübergänge seit 1950 mehr als halbiert.
  • Die Zahl der Unfälle konnte in NRW seit 2013 von 34 auf 20 (2016) gesenkt werden.
  • Bundesweit ist die Zahl der Bahnübergangsunfälle seit 1995 durch kontinuierliche Aufklärung und Beseitigung von Bahnübergängen um gut drei Viertel gesunken: von 603 auf 140 Unfälle im Jahr.

 

 

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