Die ausgebrannte Wohnung in der Kalve. Foto: Feuerwehr

Lüdenscheid. Beim Brand in der Kalve hat die Feuerwehr drei Hausbewohner über die Drehleiter gerettet. Andere wurden über das Treppenhaus in Sicherheit gebracht. Für den 73-jährigen Bewohner einer Dachgeschosswohnung kam jede Hilfe zu spät. Er wurde zwar beim ersten Löschangriff gefunden. Da war der Mann aber bereits tot.

Wie die Feuerwehr mitteilt waren die Hausbewohner durch mehrere ausgelöste Rauchwarnmelder und den verrauchten Treppenraum ausgeschreckt worden. Sie alarmierten um 1.09 Uhr die Feuerwehr.

Nach sechs Minuten am Einsatzort

Trotz erschwerter Bedingungen bei der Anfahrt (aufgrund der Schneelage waren zahlreiche Fahrzeuge in dem Wohngebiet so abgestellt, dass ein Durchkommen für Feuerwehrfahrzeuge nur langsam möglich war) waren die ersten Rettungskräfte bereits sechs Minuten nach der Alarmierung an der Einsatzstelle.

Vor Ort stellte die Feuerwehr fest, dass es in einer Dachgeschosswohnung des Wohnhauses mit insgesamt sechs Wohnungen massiv brannte. Drei Personen der benachbarten Wohnung wurden über die Drehleiter der Feuerwehr gerettet, weitere Hausbewohner wurden über den Treppenraum in Sicherheit gebracht. Zusätzlich wurde dasNachbarhaus vorsorglich geräumt. Die Hausbewohner wurden vorsorglich im Krankenhaus untersucht.

Dach musste geöffnet werden

Im Verlauf der Brandbekämpfungsmaßnahmen von innen und außen musste zudem das Dach teilweise geöffnet werden:

Der Brandverlauf in der Wohnung war so stark, dass auch die Dachkonstruktion in Mitleidenschaft gezogen wurde. Foto: Feuerwehr
Der Brandverlauf in der Wohnung war so stark, dass auch die Dachkonstruktion in Mitleidenschaft gezogen wurde. Foto: Feuerwehr

der Brandverlauf in der Wohnung war so stark, dass Teile der Decke zum darüber liegenden Spitzboden durchgebrannt waren und die Dachkonstruktion selber in Mitleidenschaft gezogen war. Sowohl für die Anwohner, die ihre Wohnungen vorübergehend verlassen mussten, wie auch für die in Bereitstellung stehenden Einsatzkräfte wurde die in unmittelbarer Nachbarschaft liegende Grundschule Kalve geöffnet.

Nachlöscharbeiten notwendig

Die rund 90 Einsatzkräfte aus allen Einheiten der Feuerwehr und des Rettungsdienstes Lüdenscheid wurden während des Einsatzes von ca. 15 Helfern des DRK versorgt. Die letzten Einsatzkräfte verließen den Einsatzort gegen 6:30 Uhr. Gegen 9:00 Uhr wurde das Haus erneut mit einer Wärmebildkamera auf mögliche Brandnester hin untersucht. Rein vorsorglich wurde daraufhin die Feuer- und Rettungswache mit kleineren Nachlöscharbeiten tätig.

Die Ermittlungen zur Brandursache durch die Polizei dauern an. Im Zusammenhang mit diesem Einsatz macht die Feuerwehr erneut auf die mittlerweile verpflichtende Installation von Rauchwarnmeldern aufmerksam. Es dürfe davon ausgegangen werden, dass die Personenschäden bei diesem nächtlichen Einsatz noch größer gewesen wären, wenn keine Rauchwarnmelder installiert gewesen wären, ist die Feuerwehr überzeugt.

Parkende Autos ein Sicherheitsrisiko

Außerdem appelliert die Feuerwehr an alle Verkehrsteilnehmer, ihre Fahrzeuge grundsätzlich nur innerhalb markierter und ausgewiesener Parkflächen abzustellen. Gerade in engen Straßen stellen Fahrzeuge, die auch nur wenige Zentimeter außerhalb der Flächen abgestellt sind, ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.

„Wo ein PKW gerade noch durchkommt, passt weder die Feuerwehr oder der Rettungsdienst, noch der Winterdienst oder die Entsorgungsfahrzeuge durch“, so ein Sprecher der Feuerwehr.

Unterstütze uns auf Steady

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here