Umweltberaterin Viola Link stellte die "Werkstatt L" vor. Hier geht es darum, Lebensmittelverschwendung zu stoppen. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Die Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW in Lüdenscheid hat die Region fest im Blick. Das zahlt sich aus. Hier sowie überall an Rhein und Ruhr genießt die Verbraucherzentrale hohes Ansehen. 70 Prozent der Befragten in einer vom WDR beauftragten repräsentativen Studie haben großes Vertrauen in die Arbeit der Einrichtung. Das schlägt sich vor Ort in Zahlen nieder. 6452 Ratsuchende haben 2015 mit größeren oder auch kleineren Problemen und Nachfragen die Beratungsstelle an der Altenaer Straße 5 kontaktiert. Dazu kamen 2325 Veranstaltungskontakte bei Messen, Märkten und ähnlichen Veranstaltungen. Das berichtete Magdalene Ermert, Leiterin der Beratungsstelle, am Mittwoch bei der Vorstellung des Jahresberichtes 2015.

Beratungsschwerpunkt Kostenfallen im Internet

Ein Beratungsschwerpunkt im vergangenen Jahr waren die Kostenfallen im Internet. „Das setzt sich in diesem Jahr fort“, erläuterte Magdalena Ermert. Viele Menschen tappten schon beim Online-Bestellvorgang in Klickfallen. Auch bei ihren Rechten rund um Widerruf fehlten den Online-Shoppern oft wichtige Informationen. Vor diesem Hintergrund habe die Beratungsstelle beim Weltverbrauchertag am 15. März 2015 ein dickes „Dislike“ erteilt.

Energieberater Helge Pfingst (rechts) rührte die Werbetrommel für Pelletsheizungen und war bei verschiedenen weiteren Aktionen vor Ort. Foto: Wolfgang Teipel
Energieberater Helge Pfingst (rechts) rührte die Werbetrommel für Pelletsheizungen und war bei verschiedenen weiteren Aktionen vor Ort. Foto: Wolfgang Teipel

Bei der Verbraucherberatung und –vertretung standen 2015 Leistungen rund um den Komplex Telefon/Internet mit 38 Prozent an erster Stelle. Allgemeine Dienstleistungen der Beratungsstelle folgten mit 24 Prozent auf Platz 2.

„Die Beratungen werden immer zeitintensiver“, berichtete Magdalena Ermert weiter. Kein Wunder: Inzwischen sind auch die ersten Verbraucherprobleme auch bei Flüchtlingen angekommen. Sie schilderte Fälle, in denen Mitarbeiter von Telefonshops Flüchtlingen ein kostenloses Smartphone oder Tablet versprochen hätten und sie damit in zwei oder gar drei Verträge mit 24-monatiger Laufzeit gelockt hätten. Weiter seien den Flüchtlingen vielfach auch die Zahlungsmodalitäten bei der Energieversorgung mit Abschlägen für Strom und Gas und der Jahresrechnung für den Gesamtverbrauch nicht bekannt. Deshalb bringe sich die Beratungsstelle in das lokale Netzwerk ein, damit Integration auch im Verbraucheralltag gelinge.

Viel Kraft steckt die Beratungsstelle auch in die Themen Umwelt und Energie. Helge Pingst, seit einem Jahr Energieberater für die Region, stellte einige Aktionen aus dem vergangenen Jahr vor

Berater Michael Lücker geht neue Wege. Er zeigte die Infoschau „gesund@home“ in der Stadtbücherei Lüdenscheid. Außerdem hat er in der Stadtbücherei mit zwei Sprechstunden zum Thema Schimmel gute Erfahrungen gemacht. „Hier sind wir nah bei den Bürgern.“ Deshalb werde er seine Einsätze in der Stadtbücherei in diesem Jahr fortsetzen, kündigte Michael Lücker an.

Den kompletten Jahresbericht können sich Interessenten unter folgendem, Link kostenlos herunterladen: Jahresbericht 2015 der Verbraucherzentrale Lüdenscheid (PDF, 1.42 MB)

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